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id: lb-brt-31
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batch: 8
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title: "Stellungnahme des Betriebsrates zur Kündigung"
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work: "Lexis Briefings Personalrecht"
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chapter: "Betriebsrat & Betriebsvereinbarungen"
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topic: betriebsrat
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author: "Sabara"
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stand: 2026-07
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source:
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pdf: ".lexis360/Lexis360_stellungnahme_des_betriebsrates_zur_kundigung.pdf"
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text: ".lexis360/md/stellungnahme_des_betriebsrates_zur_kundigung.md"
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legal_bases: ["BRGO § 65", "ArbVG § 68 Abs 1", "ArbVG § 68 Abs 4"]
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tags: [stellungnahme, kundigungsvorverfahren, stellungnahmefrist, widerspruch, beschlussfassung, zweidrittelmehrheit, fristberechnung]
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cross_refs: ["lb-bnd-39", "lb-brt-27", "lb-brt-34"]
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# Stellungnahme des Betriebsrates zur Kündigung
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*Lexis Briefings Personalrecht, Sabara, Stand Juli 2026 (lb-brt-31).*
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## Zusammenfassung
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- **Einwöchige Stellungnahmefrist:** Nach Verständigung des Betriebsratsvorsitzenden von
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der Kündigungsabsicht hat der Betriebsrat **eine Woche** Zeit, eine möglichst klar
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formulierte Stellungnahme abzugeben. Die Frist kann **nicht abgeändert** werden; sie
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beginnt mit dem Tag der Verständigung und endet mit Ablauf des benennungsgleichen
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Wochentags der nächsten Woche (zB Mittwoch–Mittwoch; **§ 65 BRGO**).
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- **Fristberechnung:** Die Verständigung gilt an dem Tag als erfolgt, an dem der
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Betriebsrat **Kenntnis erlangt**; Postenlauftage sind nicht eingerechnet. Die Frist
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endet um **24.00 Uhr** des letzten Tages; Sonn- und Feiertage, Samstage und der
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Karfreitag hindern Lauf und Beginn nicht, die Frist kann aber an solchen Tagen **nicht
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ablaufen** — dann endet sie am nächstfolgenden Werktag.
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- **Kündigungsausspruch:** Die Kündigung kann (außer bei früherer Stellungnahme) erst **am
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nächstfolgenden Tag nach Fristablauf** ausgesprochen werden; auch die **Postaufgabe**
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vor Fristablauf ist unzulässig. Eine vor Ablauf der Frist ausgesprochene Kündigung ist
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in der Regel **rechtsunwirksam**.
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- **Varianten und deren Folgen** (wer, in welcher Frist, aus welchen Gründen anfechten
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kann → lb-brt-27):
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- **Ausdrücklicher Widerspruch** — Sozialvergleich möglich;
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- **Ausdrückliche Zustimmung** — Sperrrecht des Betriebsrats: keine Anfechtung wegen
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Sozialwidrigkeit;
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- **Keine Äußerung** — gilt als schlichter Widerspruch; der Arbeitnehmer kann selbst
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anfechten.
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- **Klarheit der Formulierung:** Unklare Erklärungen gehen zulasten des Arbeitnehmers;
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die Stellungnahme muss eindeutig, klar, bestimmt und verständlich sein. Judikatur-
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Beispiele: „Die Zustimmung wird verweigert" (kein ausdrücklicher Widerspruch); „Die
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Kündigungsabsicht wird zur Kenntnis genommen" (keine Zustimmung); „Es bestehen
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keinerlei Einwände" (ausdrückliche Zustimmung); „Der Betriebsrat wird nichts
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unternehmen" (schlichter Widerspruch); „prinzipiell einverstanden, aber Kündigung einer
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anderen Person bevorzugt" (keine Stellungnahme); unverständliche Erklärungen werden
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Stillschweigen gleichgesetzt. Klare Formulierungen: ausdrücklich widersprechen /
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ausdrücklich zustimmen / ausdrücklich keine Erklärung abgeben.
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- **Beschlussfassung:** Die Stellungnahme muss durch **Beschluss des Kollegialorgans**
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zum konkreten Fall gedeckt sein (**§ 68 Abs 1 ArbVG**); beschlussfähig ist der
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Betriebsrat, wenn **mindestens die Hälfte der Mitglieder** anwesend ist. Beschlüsse
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über die **Zustimmung** zur Kündigung oder Entlassung bedürfen einer
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**Zweidrittelmehrheit**. Der Beschluss kann auch **im Umlaufweg, fernmündlich oder per
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E-Mail** zustande kommen, wenn kein Betriebsratsmitglied widerspricht; der
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Betriebsratsvorsitzende hat die Beschlussfassung zu **dokumentieren** (§ 68 Abs 4
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ArbVG).
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- **Vertretungsmacht:** Innerhalb des Betriebsrats ist der **Betriebsratsvorsitzende**
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zur Abgabe der Stellungnahme berechtigt; der Arbeitgeber darf sie als rechtswirksame
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Willenserklärung behandeln (**Vertrauensschutz**) — Untersuchungen über die interne
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Willensbildung sind ihm weder erlaubt noch zumutbar. Einer **spontanen Äußerung
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unmittelbar** nach der Verständigung darf er aber nicht vertrauen; eine **etwa zwei
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Stunden** nach der Verständigung abgegebene Stellungnahme ist wirksam; auch die
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Verständigung des sich im **Urlaub** befindenden Vorsitzenden ist unschädlich.
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- **Beratungsrecht:** Auf Verlangen des Betriebsrats hat der Arbeitgeber innerhalb der
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einwöchigen Frist über die Kündigung zu beraten (Vermeidbarkeit, Anfechtungsgründe).
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Eine Ablehnung hat keine unmittelbare Strafsanktion zur Folge, kann aber die Verletzung
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der **sozialen Gestaltungspflicht** (Verwendung auf einem den verminderten Kräften
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entsprechenden Arbeitsplatz) bedeuten.
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- **Verständigung des betroffenen Arbeitnehmers:** Das ArbVG regelt nicht, ob der
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Betriebsrat den Arbeitnehmer informieren muss — eine ohne dessen Wissen abgegebene
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Stellungnahme ist wirksam; die Information fällt nicht unter das
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Verschwiegenheitsgebot.
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- **Sachlicher und zeitlicher Zusammenhang:** Ein maximaler Abstand zwischen
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Verständigung und Ausspruch ist nicht vorgesehen, aber es muss ein **sachlicher und
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zeitlicher Zusammenhang** bestehen (insb Einzelfall; Ausspruch zum nächstmöglichen
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Termin oder binnen weniger Wochen). Bei **mehreren Monaten** Abstand ist die
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Verständigung in der Regel zu wiederholen, sonst ist die Kündigung unwirksam
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(Quellbeispiel: Verständigung am 5. 9. → Ausspruch spätestens 30. 9. zum 31. 12. bei
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dreimonatiger Frist zum Monatsletzten).
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- **Zugang:** Die Kündigungsfrist beginnt erst mit dem **Zugang** der Kündigung an den
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Arbeitnehmer (mündlich: sofort; per Post: idR Einlangen im Briefkasten). Der
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Betriebsrat ist auch vom **erfolgten Ausspruch** zu verständigen; unterbleibt das,
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beginnt die Anfechtungsfrist nicht früher. Verletzung des Vorverfahrens → Kündigung
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**rechtsunwirksam**, Dienstverhältnis bleibt aufrecht.
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- **Aufgriffsobliegenheit:** Den Arbeitnehmer trifft die Pflicht, den
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Fortsetzungsanspruch bei unwirksamer Beendigung **ohne unnötigen Aufschub** geltend zu
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machen — eine OGH-Frist existiert nicht; mehr als **zehn Monate** später ist
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jedenfalls zu spät.
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## Kernwerte & Fristen (Stand 2026-07)
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| Wert / Regel | Detail |
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|---|---|
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| Stellungnahmefrist | **1 Woche** ab Verständigung, nicht abänderbar; Wochenfrist nach § 65 BRGO (benennungsgleicher Wochentag, zB Mittwoch–Mittwoch) (Stand 2026-07) ✅ |
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| Fristlauf | Kenntnistag zählt; Postenlauf nicht eingerechnet; Ende 24.00 Uhr; kein Ablauf an Samstag/Sonn-/Feiertag/Karfreitag → nächstfolgender Werktag ✅ |
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| Frühester Ausspruch | nächstfolgender Tag nach Fristablauf (frühere Stellungnahme erlaubt früheren Ausspruch); keine Postaufgabe vor Fristablauf ✅ |
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| Rechtsfolge bei Verstoß | vorzeitig ausgesprochene Kündigung idR **rechtsunwirksam** ✅ |
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| Beschlussfassung | Beschluss des Kollegialorgans je Fall (§ 68 Abs 1 ArbVG); Beschlussfähigkeit ab **Hälfte** der Mitglieder ✅ |
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| Zustimmungsbeschluss | **Zweidrittelmehrheit** ✅ |
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| Beschlussformen | Sitzung, Umlaufweg, fernmündlich, E-Mail (kein Widerspruch eines Mitglieds); Dokumentation § 68 Abs 4 ✅ |
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| Sofortige Stellungnahme | spontane Erklärung unmittelbar nach Verständigung nicht vertrauenswürdig; **~2 Stunden** danach abgegebene Stellungnahme wirksam ✅ |
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| Zusammenhang Verständigung–Ausspruch | einzelner Fall: nächstmöglicher Termin oder wenige Wochen; **mehrere Monate** → Verständigung idR zu wiederholen (sonst Unwirksamkeit) ✅ |
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| Quellbeispiel | Verständigung 5. 9. → Ausspruch bis 30. 9. zum 31. 12. (3 Monate Kündigungsfrist, Monatsletzten) „dann kann nichts passieren" (Stand 2026-07) ✅ |
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| Kündigungsfristbeginn | Zugang an den AN (mündlich sofort; Post idR Briefkasten-Einlangen) ✅ |
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| Aufgriffsobliegenheit | Fortsetzungsanspruch ohne unnötigen Aufschub; **> 10 Monate** später jedenfalls zu spät ✅ |
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## Rechtsgrundlagen
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- **§ 65 BRGO** (Fristberechnung der einwöchigen Stellungnahmefrist) — zitiert ✅
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- **§ 68 Abs 1 ArbVG** (Beschlüsse des Betriebsrats; Beschlussfähigkeit; insb
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Zweidrittelmehrheit für Zustimmung zur Kündigung/Entlassung) — zitiert ✅
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- **§ 68 Abs 4 ArbVG** (Dokumentationspflicht des Betriebsratsvorsitzenden) — zitiert ✅
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- Die das Vorverfahren tragenden Regelungen (Verständigung, Stellungnahme, Anfechtung)
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werden im Briefing ohne ausdrückliche §-Zitate als Regime des ArbVG beschrieben —
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§-Zuordnung vor RIS-Verifikation ⚠.
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## Payroll-Relevanz (Odoo)
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- **Kündigungs-Workflow mit Vorverfahren:** In Odoo 19 sollte ein Beendigungsvorgang am
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`hr.contract` (state running → close) für Betriebe mit Betriebsrat die Schritte
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**Verständigung → 1-Wochen-Frist → Stellungnahme → frühester Ausspruch** als
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Pflichtaktivitäten mit Datum führen; ohne dokumentierte Stellungnahme kein Ausspruch
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(sonst Rückabwicklung von Endabrechnung und **Meldewesen**).
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- **Terminsteuerung:** Kündigungstermin und Kündigungsfristbeginn hängen am **Zugang**
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(nicht am Ausspruch) — für Endabrechnung/final Payslip und Abmeldung mit dem
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Zugangsdatum rechnen; das Quellbeispiel (5. 9. → 30. 9. → 31. 12.) eignet sich als
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Testfall für die Fristenlogik.
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- **Endabrechnung trotz Anfechtungsprozess:** Termin bleibt zunächst bestehen — der
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Vertragsabschluss/Abmeldung wird nicht durch laufende Anfechtung blockiert, bei Erfolg
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Storno/Neuanmeldung (→ lb-brt-27).
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- Aufgriffsobliegenheit und Stellungnahmevarianten sind prozessuale Steuersignale, keine
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Abrechnungsregeln.
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## Verweise
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- **KB-intern:** lb-bnd-39 (Kündigungsausspruch) · lb-brt-27 (Kündigungsanfechtung) ·
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lb-brt-34 (Verständigung des Betriebsrates vor Kündigungsausspruch)
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- **Projekt:** `personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md`
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- *Hinweis:* Die Arbeitshilfen „Beispiele zum frühestmöglichen Kündigungsausspruch",
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„Muster – Info an Betriebsrat Kündigungsabsicht" und das Muster zur Verständigung vom
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Ausspruch sind im Export als Verweisstellen ohne Inhalte übernommen — nicht
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rekonstruierbar.
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Reference in New Issue
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