> Räumlicher Geltungsbereich: Österreichweit Die Gewerkschaft GPA - Wirtschaftsbereich Glückspiel, Tourismus, Freizeit einerseits und der Fachverband der Reisebüros in der Wirtschaftskammer Österreich andererseits haben bei den Kollektivvertragsverhandlungen am 20.01.2026 folgendes Ergebnis erzielt: ### 1. Gehaltsrechtlicher Teil **Mindestgehälter** Die kollektivvertraglichen **Mindestgehälter** (samt allfälliger **Reformbeträge** = Grundgehalt) sowie das **Gehalt für Ferialangestellte** werden jeweils mit Wirksamkeit per 1. Jänner 2026 um 3 % erhöht, jedoch mindestens um einen Betrag von € 65. Rundungsregelung: Die sich ergebenden Beträge sind **kaufmännisch auf volle Eurobeträge zu runden**. **Überzahlungen** Gemäß Abschnitt XVIII, Teil A, Ziffer 13 des Kollektivvertrags kann die kollektivvertragliche Erhöhung bis zu 50 % in bestehende Überzahlungen eingerechnet werden. Grundlage für die Berechnung ist das Monatsgehalt für Dezember 2025 (ohne Sonderzahlungen). Unter den Begriff Überzahlung fallen nicht: Abgeltung für Mehrleistungsstunden, Überstundenpauschalen, Prämien, Provisionen, Spesen und Ähnliches. Die sich ergebenden Beträge sind kaufmännisch auf volle EURO zu runden. Für das Jahr 2026 wird **empfohlen**, die Überzahlungen **in vollem** Umfang aufrechtzuerhalten, sofern die wirtschaftlichen Verhältnisse im Betrieb dies erlauben. **Lehrlingseinkommen** Das Lehrlingseinkommen beträgt ab 01.01.2026: 1. Lehrjahr: € 900 2. Lehrjahr: € 1.050 3. Lehrjahr: € 1.400 4. Lehrjahr: € 1.700 **Abschnitt VII, Z.6** **Im Abschnitt VII, Z.6** werden die Beträge für die außerhalb der Arbeitszeit geleisteten **Abfertigungsdienste** mit Wirksamkeit per 1.1.2026 von € 20,33 auf € 20,94 bzw. von € 41,69 auf € 42,94 erhöht. ### 2. Arbeitsrechtlicher Teil **In VI Mehrarbeit wird folgende Ziffer eingefügt:** **4.** Anhebung des Arbeitszeitausmaßes - Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer:innen, bei denen bereits im letzten Drittel vor Ende des Durchrechnungszeitraums absehbar ist, dass im Durchschnitt die vereinbarte wöchentliche Normalarbeitszeit um mindestens 20 % in Form von Mehrarbeit überschritten wird, können bis spätestens einen Monat vor Ende des jeweiligen Durchrechnungszeitraums einen schriftlichen Antrag auf Stundenerhöhung beim Arbeitgeber einbringen. - Der/Die Arbeitgeber:in kann das Gesuch des/der Arbeitnehmer:in innerhalb von 4 Wochen ablehnen, wenn betriebswirtschaftliche oder maßgebliche organisatorische Gründe dagegensprechen. Wird das Gesuch abgelehnt, ist in Betrieben mit Betriebsrat dieser zu informieren und ein Vermittlungsgespräch zu führen. Wird keine Einigung erzielt, bleibt die bisher vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit bestehen. In Betrieben ohne Betriebsrat hat die Ablehnung durch den/die Arbeitgeber:in mit schriftlicher Begründung zu erfolgen. - Wien, am 20.01.2026 **WIRTSCHAFTSKAMMER ÖSTERREICH Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Fachverband der Reisebüros** Obmann: Mag. Gregor Kadanka Geschäftsführer: Mag. Daniel Frings **ÖSTERREICHISCHER GEWERKSCHAFTSBUND Gewerkschaft GPA** Vorsitzende: Barbara Teiber, MA Bundesgeschäftsführer: Mario Ferrari **Wirtschaftsbereich Glücksspiel, Tourismus, Freizeit ** Verhandlungsleiterin: Irene Wagner Wirtschaftsbereichssekretär: Alexander Pichler