# Land- und forstwirtschaft. DN VLB / Sennen - **Variante:** `SI-2348_de` (Gruppe `land-forstwirtschaft-dn-sennen`) - **Anstellungsart:** Arbeiter:innen - **Bundesländer:** Vorarlberg - **Gewerkschaft:** PRO-GE - **Gültig ab / Stand:** 2026-06-25 / 2026-06-25 - **Quelle:** https://www.kollektivvertrag.at/kv?variant-group-id=land-forstwirtschaft-dn-sennen&variant-id=SI-2348_de&topic-id=1 - **Abgerufen:** 2026-09-09 ## Teil: Zusatz (Version 20260101, gültig ab 2025-12-31) ## Zusatzvereinbarungen für Sennen Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Landwirtschaftskammer Vorarlberg Diese Zusatzvereinbarungen treten in Zusammenhang mit dem für das Land Vorarlberg gültigen Kollektivvertrag für land- u. forstwirtschaftliche Dienstnehmer ab 1. Jänner 2026 in Kraft. ### Entlohnung gem. § 8 (1) Die Löhne sind als Monatsbruttolöhne auf einer monatlichen Arbeitszeit von 173 Normalstunden und 49 Überstunden, davon 28 zu 50 % und 21 zu 100 % aufgebaut. (2) Die Betriebe können jedoch mit einzelnen Sennen eine Ausnahme von der Pauschalierungsregelung treffen, indem sie die Auszahlung nach den tatsächlich geleisteten Stunden vereinbaren. Solche Dienstverträge bzw. Vereinbarungen sind der Landwirtschaftskammer innerhalb eines Monats mittels Kopie vorzulegen. | | Brutto Euro/Std. | Brutto Euro/Monat | | |---|---|---|---| | (a1) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 2.500.000 l | 19,89 | 5.111,87 | | (a2) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 3.500.000 l | 20,89 | 5.368,87 | | (a3) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 4.500.000 l | 22,01 | 5.656,71 | | (a4) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 6.500.000 l | 23,34 | 5.998,38 | | (a5) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben ab 6.500.000 l | 24,55 | 6.309,49 | | für jene betriebsführenden Sennen, denen eine Dienstwohnung zur Verfügung gestellt wird, vermindert sich der Stundenlohn in der jeweiligen Lohngruppe um 0,25 Euro. | | | | | (b) | für betriebsführende Sennen ohne Meisterprüfung verringert sich der Stundenlohn um 0,30 Euro. | | | | (c) | Sennen mit Meisterprüfung in Jahresbetrieb | 17,69 | 4.546,47 | | (d) | Untersennen mit Fachausbildung | 16,48 | 4.235,36 | | (e) | Untersennen ohne Fachausbildung | 15,25 | 3.919,39 | | (f) | betriebsführende Sennen in Halbjahresbetrieben mit über 900 l Milch täglich | 15,68 | 4.029,76 | | (g) | Hilfsarbeiter | 13,44 | 2.325,12 | | (h) | Milchtankwagenfahrer | 16,57 | 2.866,61 | | (i) | in Betrieben unter durchschnittlich 900 Liter Tagesmilchanlieferung ist freie Lohnvereinbarung möglich, soweit ein schriftlicher Dienstvertrag vorliegt, der von beiden Vertragspartnern unterzeichnet ist. | | | Zusätzlich zu diesem Lohn erhält das Sennenpersonal wie auch die Milchtankwagenfahrer eine Erschwerniszulage in Höhe von 5 % des jeweiligen Bruttolohnes. (Lehrlinge ausgenommen). | (j) | Lehrlingseinkommen brutto | |---|---| | Lehrlinge mit Lehrvertrag erhalten: | Euro | | im 1. Lehrjahr | 1.316,72 | | im 2. Lehrjahr | 1.709,13 | | im 3. Lehrjahr | 2.002,52 | Zusätzlich erhalten Lehrlinge bei erfolgreich abgeschlossener Lehre 200,00 Euro als einmalige Prämie. Diese Regelung gilt solange die Richtlinie zur Förderung der betrieblichen Ausbildung von Lehrlingen gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10006276,NOR40248378/Berufsausbildungsgesetz/§-19c-Beihilfen-fuer-die-betriebliche-Ausbildung-von-Lehrlingen)§ 19 c BAG in Kraft ist. Alle weiteren Bestimmungen, das Lehrverhältnis betreffend, enthält der Lehrvertrag. | (k) | Hilfskräfte während ihrer Schulferien bei höchstens zweimonatiger Beschäftigungsdauer (Ferialarbeitskräfte) | 1.316,72 | |---|---|---| Im Jahre 2026 werden die Überzahlungen beibehalten. Unter der Berufsbezeichnung Senn ist die Berufsausbildung in der Molkerei- und Käsereiwirtschaft zu verstehen. Meister der Molkerei- und Käsereiwirtschaft werden im vorliegenden Kollektivvertrag als Meistersenn bezeichnet. Wird eine Dienstwohnung in Anspruch genommen, so ist der vom Finanzamt festgesetzte Wert der freien Wohnung dzt. 81,39 Euro für Verheiratete und 42,87 Euro für Alleinstehende zum Bruttolohn hinzuzurechnen und beim Nettolohn wieder in Abzug zu bringen. Des weiteren haben alle Dienstnehmer das Recht, den Bedarf an Milch, Butter und Milcherzeugnissen für sich und ihre Familie zum Großhandelspreis vom Betrieb zuzukaufen. Bis zum Jahr 2008 war bei Erreichen bestimmter Qualitätskriterien die Auszahlung einer Käseprämie als Qualitätsprämie vereinbart. Diese Käseprämie wurde mit Gültigkeit 2009 und Folgejahre abgeschafft, da sie im Rahmen eines Umrechnungsschlüssels auf die Stundenlöhne umgelegt wurde. Für Dienstverhältnisse, die zum 31.12.2008 wenigstens ein Jahr ununterbrochen bestanden haben, wird für die Umlegung der Käseprämie auf Stundenlohn folgende Übergangsregelung (Wahrungsregelung) getroffen: Wenn der hochgerechnete Jahresbruttolohn für 2009 und die jeweiligen Folgejahre unter dem indexierten Jahresbruttolohn inkl. Käseprämie für das Jahr 2008 liegt, gebührt dem Dienstnehmer jeweils eine Umstellungsprämie in Höhe der Differenz. ### Nachtrag zu § 21 Abs. 6 Für Dienstnehmer in Sennereibetrieben, die im beiderseitigen Einvernehmen im Sommer auf einer Alpe arbeiten, gilt diese Beschäftigung nicht als Arbeitsunterbrechung im Stammbetrieb, wenn diese Unterbrechung auch zum Vorteil des Stammbetriebes erfolgt und nicht länger als 100 Tage dauert. Arbeitskleidung Den in Sennereien beschäftigten Dienstnehmern werden vom Betrieb pro Jahr eine Garnitur Arbeitskleidung (Kopfbedeckung, Hose und Bluse) sowie 2 Paar Stiefel und 2 Schürzen zur Verfügung gestellt. In Halbjahres-betrieben besteht nur Anspruch auf 1 Paar Stiefel und eine Schürze. Diese Gegenstände bleiben Eigentum des Betriebes. Fahrtkosten Für Dienstnehmer die keine öffentlichen Verkehrsmittel benützen können, gelten nachfolgend angeführte Fahrtkostenpauschalen. | 4 – 6 km | 49,89 Euro | |---|---| | 7 – 10 km | 68,71 Euro | | über 10 km | 98,86 Euro | Als Berechnungsgrundlage dient der einfache Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte. Jubiläumsgeld Für langjährige Dienste im gleichen Betrieb erhalten Dienstnehmer ein Jubiläumsgeld. Dieses beträgt: a) Bei Vollendung von 15 Dienstjahren 1 Monatsbruttolohn - b) Bei Vollendung von 25 Dienstjahren 1 Monatsbruttolohn - c) Bei Vollendung von 35 Dienstjahren 1 Monatsbruttolohn - Die Lehrzeit wird dabei angerechnet. Diese Regelung tritt am 1. Jänner 2025 in Kraft. | Landwirtschaftskammer Vorarlberg: | | |---|---| | Für die Sektion der land- und forstwirtschaftlichen Dienstnehmer: | Für die Sektion der Land- und Forstwirte: | | Vizepräsidentin: | Vizepräsidentin: | | Elisa Schlachter e.h. | LAbg. ÖKR Andrea Schwarzmann e.h. | | Der Sektionsleiter: | Der Sektionsleiter: | | DI Richard Simma e.h. | DI Stefan Simma e.h. | | Leitender Angestellter | Direktor | | Josef Moosbrugger e.h. | | | Präsident der Landwirtschaftskammer Vorarlberg | | ## Thema: Sachleistungen und Jubiläumsgeld ## Nachtrag zu § 21 Abs. 6 Für Dienstnehmer in Sennereibetrieben, die im beiderseitigen Einvernehmen im Sommer auf einer Alpe arbeiten, gilt diese Beschäftigung nicht als Arbeitsunterbrechung im Stammbetrieb, wenn diese Unterbrechung auch zum Vorteil des Stammbetriebes erfolgt und nicht länger als 100 Tage dauert. Arbeitskleidung Den in Sennereien beschäftigten Dienstnehmern werden vom Betrieb pro Jahr eine Garnitur Arbeitskleidung (Kopfbedeckung, Hose und Bluse) sowie 2 Paar Stiefel und 2 Schürzen zur Verfügung gestellt. In Halbjahres-betrieben besteht nur Anspruch auf 1 Paar Stiefel und eine Schürze. Diese Gegenstände bleiben Eigentum des Betriebes. Fahrtkosten Für Dienstnehmer die keine öffentlichen Verkehrsmittel benützen können, gelten nachfolgend angeführte Fahrtkostenpauschalen. | 4 – 6 km | 49,89 Euro | |---|---| | 7 – 10 km | 68,71 Euro | | über 10 km | 98,86 Euro | Als Berechnungsgrundlage dient der einfache Weg von der Wohnung zur Arbeitsstätte. Jubiläumsgeld Für langjährige Dienste im gleichen Betrieb erhalten Dienstnehmer ein Jubiläumsgeld. Dieses beträgt: a) Bei Vollendung von 15 Dienstjahren 1 Monatsbruttolohn - b) Bei Vollendung von 25 Dienstjahren 1 Monatsbruttolohn - c) Bei Vollendung von 35 Dienstjahren 1 Monatsbruttolohn - Die Lehrzeit wird dabei angerechnet. Diese Regelung tritt am 1. Jänner 2025 in Kraft. ## Entlohnung gem. § 8 (1) Die Löhne sind als Monatsbruttolöhne auf einer monatlichen Arbeitszeit von 173 Normalstunden und 49 Überstunden, davon 28 zu 50 % und 21 zu 100 % aufgebaut. (2) Die Betriebe können jedoch mit einzelnen Sennen eine Ausnahme von der Pauschalierungsregelung treffen, indem sie die Auszahlung nach den tatsächlich geleisteten Stunden vereinbaren. Solche Dienstverträge bzw. Vereinbarungen sind der Landwirtschaftskammer innerhalb eines Monats mittels Kopie vorzulegen. | | Brutto Euro/Std. | Brutto Euro/Monat | | |---|---|---|---| | (a1) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 2.500.000 l | 19,89 | 5.111,87 | | (a2) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 3.500.000 l | 20,89 | 5.368,87 | | (a3) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 4.500.000 l | 22,01 | 5.656,71 | | (a4) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 6.500.000 l | 23,34 | 5.998,38 | | (a5) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben ab 6.500.000 l | 24,55 | 6.309,49 | | für jene betriebsführenden Sennen, denen eine Dienstwohnung zur Verfügung gestellt wird, vermindert sich der Stundenlohn in der jeweiligen Lohngruppe um 0,25 Euro. | | | | | (b) | für betriebsführende Sennen ohne Meisterprüfung verringert sich der Stundenlohn um 0,30 Euro. | | | | (c) | Sennen mit Meisterprüfung in Jahresbetrieb | 17,69 | 4.546,47 | | (d) | Untersennen mit Fachausbildung | 16,48 | 4.235,36 | | (e) | Untersennen ohne Fachausbildung | 15,25 | 3.919,39 | | (f) | betriebsführende Sennen in Halbjahresbetrieben mit über 900 l Milch täglich | 15,68 | 4.029,76 | | (g) | Hilfsarbeiter | 13,44 | 2.325,12 | | (h) | Milchtankwagenfahrer | 16,57 | 2.866,61 | | (i) | in Betrieben unter durchschnittlich 900 Liter Tagesmilchanlieferung ist freie Lohnvereinbarung möglich, soweit ein schriftlicher Dienstvertrag vorliegt, der von beiden Vertragspartnern unterzeichnet ist. | | | Zusätzlich zu diesem Lohn erhält das Sennenpersonal wie auch die Milchtankwagenfahrer eine Erschwerniszulage in Höhe von 5 % des jeweiligen Bruttolohnes. (Lehrlinge ausgenommen). | (j) | Lehrlingseinkommen brutto | |---|---| | Lehrlinge mit Lehrvertrag erhalten: | Euro | | im 1. Lehrjahr | 1.316,72 | | im 2. Lehrjahr | 1.709,13 | | im 3. Lehrjahr | 2.002,52 | Zusätzlich erhalten Lehrlinge bei erfolgreich abgeschlossener Lehre 200,00 Euro als einmalige Prämie. Diese Regelung gilt solange die Richtlinie zur Förderung der betrieblichen Ausbildung von Lehrlingen gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10006276,NOR40248378/Berufsausbildungsgesetz/§-19c-Beihilfen-fuer-die-betriebliche-Ausbildung-von-Lehrlingen)§ 19 c BAG in Kraft ist. Alle weiteren Bestimmungen, das Lehrverhältnis betreffend, enthält der Lehrvertrag. | (k) | Hilfskräfte während ihrer Schulferien bei höchstens zweimonatiger Beschäftigungsdauer (Ferialarbeitskräfte) | 1.316,72 | |---|---|---| Im Jahre 2026 werden die Überzahlungen beibehalten. Unter der Berufsbezeichnung Senn ist die Berufsausbildung in der Molkerei- und Käsereiwirtschaft zu verstehen. Meister der Molkerei- und Käsereiwirtschaft werden im vorliegenden Kollektivvertrag als Meistersenn bezeichnet. Wird eine Dienstwohnung in Anspruch genommen, so ist der vom Finanzamt festgesetzte Wert der freien Wohnung dzt. 81,39 Euro für Verheiratete und 42,87 Euro für Alleinstehende zum Bruttolohn hinzuzurechnen und beim Nettolohn wieder in Abzug zu bringen. Des weiteren haben alle Dienstnehmer das Recht, den Bedarf an Milch, Butter und Milcherzeugnissen für sich und ihre Familie zum Großhandelspreis vom Betrieb zuzukaufen. Bis zum Jahr 2008 war bei Erreichen bestimmter Qualitätskriterien die Auszahlung einer Käseprämie als Qualitätsprämie vereinbart. Diese Käseprämie wurde mit Gültigkeit 2009 und Folgejahre abgeschafft, da sie im Rahmen eines Umrechnungsschlüssels auf die Stundenlöhne umgelegt wurde. Für Dienstverhältnisse, die zum 31.12.2008 wenigstens ein Jahr ununterbrochen bestanden haben, wird für die Umlegung der Käseprämie auf Stundenlohn folgende Übergangsregelung (Wahrungsregelung) getroffen: Wenn der hochgerechnete Jahresbruttolohn für 2009 und die jeweiligen Folgejahre unter dem indexierten Jahresbruttolohn inkl. Käseprämie für das Jahr 2008 liegt, gebührt dem Dienstnehmer jeweils eine Umstellungsprämie in Höhe der Differenz. § 9 ## Deputate, Naturalleistungen (1) Die als Teil des Entgeltes zu leistenden Naturalien sind in Waren einwandfreier Beschaffenheit ortsüblicher Art und Güte zu gewähren. (2) Die verabreichte Kost muss gesund, ausreichend und dem örtlichen Gebrauche angepasst sein. ## Thema: Einstufung, Löhne und Zulagen ## Entlohnung gem. § 8 (1) Die Löhne sind als Monatsbruttolöhne auf einer monatlichen Arbeitszeit von 173 Normalstunden und 49 Überstunden, davon 28 zu 50 % und 21 zu 100 % aufgebaut. (2) Die Betriebe können jedoch mit einzelnen Sennen eine Ausnahme von der Pauschalierungsregelung treffen, indem sie die Auszahlung nach den tatsächlich geleisteten Stunden vereinbaren. Solche Dienstverträge bzw. Vereinbarungen sind der Landwirtschaftskammer innerhalb eines Monats mittels Kopie vorzulegen. | | Brutto Euro/Std. | Brutto Euro/Monat | | |---|---|---|---| | (a1) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 2.500.000 l | 19,89 | 5.111,87 | | (a2) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 3.500.000 l | 20,89 | 5.368,87 | | (a3) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 4.500.000 l | 22,01 | 5.656,71 | | (a4) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 6.500.000 l | 23,34 | 5.998,38 | | (a5) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben ab 6.500.000 l | 24,55 | 6.309,49 | | für jene betriebsführenden Sennen, denen eine Dienstwohnung zur Verfügung gestellt wird, vermindert sich der Stundenlohn in der jeweiligen Lohngruppe um 0,25 Euro. | | | | | (b) | für betriebsführende Sennen ohne Meisterprüfung verringert sich der Stundenlohn um 0,30 Euro. | | | | (c) | Sennen mit Meisterprüfung in Jahresbetrieb | 17,69 | 4.546,47 | | (d) | Untersennen mit Fachausbildung | 16,48 | 4.235,36 | | (e) | Untersennen ohne Fachausbildung | 15,25 | 3.919,39 | | (f) | betriebsführende Sennen in Halbjahresbetrieben mit über 900 l Milch täglich | 15,68 | 4.029,76 | | (g) | Hilfsarbeiter | 13,44 | 2.325,12 | | (h) | Milchtankwagenfahrer | 16,57 | 2.866,61 | | (i) | in Betrieben unter durchschnittlich 900 Liter Tagesmilchanlieferung ist freie Lohnvereinbarung möglich, soweit ein schriftlicher Dienstvertrag vorliegt, der von beiden Vertragspartnern unterzeichnet ist. | | | Zusätzlich zu diesem Lohn erhält das Sennenpersonal wie auch die Milchtankwagenfahrer eine Erschwerniszulage in Höhe von 5 % des jeweiligen Bruttolohnes. (Lehrlinge ausgenommen). | (j) | Lehrlingseinkommen brutto | |---|---| | Lehrlinge mit Lehrvertrag erhalten: | Euro | | im 1. Lehrjahr | 1.316,72 | | im 2. Lehrjahr | 1.709,13 | | im 3. Lehrjahr | 2.002,52 | Zusätzlich erhalten Lehrlinge bei erfolgreich abgeschlossener Lehre 200,00 Euro als einmalige Prämie. Diese Regelung gilt solange die Richtlinie zur Förderung der betrieblichen Ausbildung von Lehrlingen gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10006276,NOR40248378/Berufsausbildungsgesetz/§-19c-Beihilfen-fuer-die-betriebliche-Ausbildung-von-Lehrlingen)§ 19 c BAG in Kraft ist. Alle weiteren Bestimmungen, das Lehrverhältnis betreffend, enthält der Lehrvertrag. | (k) | Hilfskräfte während ihrer Schulferien bei höchstens zweimonatiger Beschäftigungsdauer (Ferialarbeitskräfte) | 1.316,72 | |---|---|---| Im Jahre 2026 werden die Überzahlungen beibehalten. Unter der Berufsbezeichnung Senn ist die Berufsausbildung in der Molkerei- und Käsereiwirtschaft zu verstehen. Meister der Molkerei- und Käsereiwirtschaft werden im vorliegenden Kollektivvertrag als Meistersenn bezeichnet. Wird eine Dienstwohnung in Anspruch genommen, so ist der vom Finanzamt festgesetzte Wert der freien Wohnung dzt. 81,39 Euro für Verheiratete und 42,87 Euro für Alleinstehende zum Bruttolohn hinzuzurechnen und beim Nettolohn wieder in Abzug zu bringen. Des weiteren haben alle Dienstnehmer das Recht, den Bedarf an Milch, Butter und Milcherzeugnissen für sich und ihre Familie zum Großhandelspreis vom Betrieb zuzukaufen. Bis zum Jahr 2008 war bei Erreichen bestimmter Qualitätskriterien die Auszahlung einer Käseprämie als Qualitätsprämie vereinbart. Diese Käseprämie wurde mit Gültigkeit 2009 und Folgejahre abgeschafft, da sie im Rahmen eines Umrechnungsschlüssels auf die Stundenlöhne umgelegt wurde. Für Dienstverhältnisse, die zum 31.12.2008 wenigstens ein Jahr ununterbrochen bestanden haben, wird für die Umlegung der Käseprämie auf Stundenlohn folgende Übergangsregelung (Wahrungsregelung) getroffen: Wenn der hochgerechnete Jahresbruttolohn für 2009 und die jeweiligen Folgejahre unter dem indexierten Jahresbruttolohn inkl. Käseprämie für das Jahr 2008 liegt, gebührt dem Dienstnehmer jeweils eine Umstellungsprämie in Höhe der Differenz. § 12 ## Sonderzahlungen (1) Neben dem laufenden Entgelt gebühren dem Dienstnehmer ein Urlaubszuschuss und eine Weihnachtsremuneration. (2) Dienstnehmer, die ein volles Jahr hindurch in ein und demselben Betrieb in Beschäftigung gestanden sind, erhalten einen Urlaubs-zuschuss und eine Weihnachtsremuneration in der Höhe je eines Monatsbruttolohnes. Der Urlaubszuschuss ist am 1. Juli und die Weihnachtsremuneration am 1. Dezember auszuzahlen. Dienst-nehmer, die nicht das ganze Jahr im gleichen Betrieb beschäftigt sind, erhalten die aliquote Abfindung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes. (3) Die Sonderzahlungen für Arbeitnehmer, die maximal drei Monate pro Jahr für Erntearbeiten beschäftigt werden, berechnet sich auf Basis von 155 Monatsstunden. (4) Der Dienstnehmer verliert diese Ansprüche, wenn er ohne wichtigen Grund vorzeitig austritt oder berechtigt entlassen wird. § 8 ## Entlohnung (1) Die Entlohnung gem. (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/20011524)LAG erfolgt monatlich im Nachhinein. Der Lohn ist am Letzten eines jeden Monats auszubezahlen. Ist dieser Tag ein Sonn- oder Feiertag, so erfolgt die Auszahlung am vorhergehenden Tag. Jeder Dienstnehmer hat eine Abrechnung zu erhalten, aus der insbesondere der Bruttobezug, die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden, die entsprechenden Abzüge für Sozialversicherung, die Lohnsteuer die Kammerumlage usw. durch den Dienstgeber gewährte Sachbezüge usw., sowie der Nettobezug ersichtlich sein müssen. Sollte jedoch eine fertige Lohnabrechnung bis zum Monatsende nicht möglich sein, so ist dem Dienstnehmer ein Vorschuss in Höhe von ca. 80 % seines verdienten Lohnes zu gewähren. Die Monatsabrechnung muss jedoch spätestens bis zum 15. des darauffolgenden Monats erfolgen. (2) Den gesetzlich festgelegten Dienstnehmerbeitrag zur Sozialversicherung hat, soweit keine anderweitigen Sonderregelungen für Berufssparten vorliegen der Lohnempfänger zu bezahlen, desgleichen den Beitrag zur gesetzlichen Interessensvertretung. (3) Die Höhe des Bruttolohnes richtet sich nach den Zusatzvereinbarungen der entsprechenden Berufsgruppen dieses Kollektivvertrages, wobei die genannten Ansätze als Mindestlöhne zu gelten haben. (4) Für Dienstnehmer, die auf Grund körperlicher oder geistiger Gebrechen nicht in der Lage sind, die normale ortsübliche Arbeitsleistung zu erbringen (Minderleistungsfähigkeit) ist eine Minderentlohnung dann zulässig, wenn der Dienstgeber zum Ausgleich der ihm aus der Beschäftigung des Behinderten erwachsenden Mehrbelastung keinen öffentlichen Zuschuss erhält. (5) Diese Entscheidung kann auch rückwirkend getroffen werden. (6) Die Grundlage für die Entscheidung bildet ein ärztliches Gutachten, das vom Gesundheitsamt der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder einer anderen durch beide Sektionen gemeinsam zu bezeichnenden Stelle anzufordern ist. (7) Dienstnehmer und Dienstgeber sowie die ÖGK (Österreichische Gesundheitskasse) sind von der Entscheidung in Kenntnis zu setzen. (8) Bei Änderung der Leistungsfähigkeit ist über das Ausmaß der Minderleistungsfähigkeit auf Antrag des Dienstgebers oder Dienst-nehmers neuerlich zu entscheiden. (9) Die Kosten des ärztlichen Gutachtens einschließlich etwaiger Fahrtkosten trägt der Dienstgeber. § 10 ## Sondervergütungen (1) Fahrten mit eigenem Fahrzeug im Interesse des Betriebes, sind nach den vereinbarten Sätzen zu vergüten. Die Genehmigung der Fahrt ist vor Beginn der Fahrt vom Dienstgeber einzuholen. Die Kilometergelder sind gem. den amtlichen Kilometergeldern zu vergüten. (2) Dem Dienstnehmer gebührt eine Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulage, wenn die zu verrichtenden Arbeiten a) im Vergleich zu den allgemein üblichen Arbeitsbedingungen eine besondere Erschwernis darstellen oder - b) infolge der schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen, von Hitze, Kälte oder Nässe, von Gasen Dämpfen, Säuren, Laugen, Giftstoffen, Staub oder Erschütterungen oder infolge einer Sturz oder anderen Gefahr zwangsläufig eine Gefährdung von Leben, Gesundheit und körperlicher Sicherheit des Dienstnehmers mit sich bringen. - c) Die Höhe dieser Zulagen ist in den Zusatzvereinbarungen zu den einzelnen Berufssparten geregelt. - § 9 ## Deputate, Naturalleistungen (1) Die als Teil des Entgeltes zu leistenden Naturalien sind in Waren einwandfreier Beschaffenheit ortsüblicher Art und Güte zu gewähren. (2) Die verabreichte Kost muss gesund, ausreichend und dem örtlichen Gebrauche angepasst sein. ## Thema: Arbeitszeit und Überstunden ## Entlohnung gem. § 8 (1) Die Löhne sind als Monatsbruttolöhne auf einer monatlichen Arbeitszeit von 173 Normalstunden und 49 Überstunden, davon 28 zu 50 % und 21 zu 100 % aufgebaut. (2) Die Betriebe können jedoch mit einzelnen Sennen eine Ausnahme von der Pauschalierungsregelung treffen, indem sie die Auszahlung nach den tatsächlich geleisteten Stunden vereinbaren. Solche Dienstverträge bzw. Vereinbarungen sind der Landwirtschaftskammer innerhalb eines Monats mittels Kopie vorzulegen. | | Brutto Euro/Std. | Brutto Euro/Monat | | |---|---|---|---| | (a1) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 2.500.000 l | 19,89 | 5.111,87 | | (a2) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 3.500.000 l | 20,89 | 5.368,87 | | (a3) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 4.500.000 l | 22,01 | 5.656,71 | | (a4) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben bis 6.500.000 l | 23,34 | 5.998,38 | | (a5) | betriebsführende Meistersennen in Jahresbetrieben ab 6.500.000 l | 24,55 | 6.309,49 | | für jene betriebsführenden Sennen, denen eine Dienstwohnung zur Verfügung gestellt wird, vermindert sich der Stundenlohn in der jeweiligen Lohngruppe um 0,25 Euro. | | | | | (b) | für betriebsführende Sennen ohne Meisterprüfung verringert sich der Stundenlohn um 0,30 Euro. | | | | (c) | Sennen mit Meisterprüfung in Jahresbetrieb | 17,69 | 4.546,47 | | (d) | Untersennen mit Fachausbildung | 16,48 | 4.235,36 | | (e) | Untersennen ohne Fachausbildung | 15,25 | 3.919,39 | | (f) | betriebsführende Sennen in Halbjahresbetrieben mit über 900 l Milch täglich | 15,68 | 4.029,76 | | (g) | Hilfsarbeiter | 13,44 | 2.325,12 | | (h) | Milchtankwagenfahrer | 16,57 | 2.866,61 | | (i) | in Betrieben unter durchschnittlich 900 Liter Tagesmilchanlieferung ist freie Lohnvereinbarung möglich, soweit ein schriftlicher Dienstvertrag vorliegt, der von beiden Vertragspartnern unterzeichnet ist. | | | Zusätzlich zu diesem Lohn erhält das Sennenpersonal wie auch die Milchtankwagenfahrer eine Erschwerniszulage in Höhe von 5 % des jeweiligen Bruttolohnes. (Lehrlinge ausgenommen). | (j) | Lehrlingseinkommen brutto | |---|---| | Lehrlinge mit Lehrvertrag erhalten: | Euro | | im 1. Lehrjahr | 1.316,72 | | im 2. Lehrjahr | 1.709,13 | | im 3. Lehrjahr | 2.002,52 | Zusätzlich erhalten Lehrlinge bei erfolgreich abgeschlossener Lehre 200,00 Euro als einmalige Prämie. Diese Regelung gilt solange die Richtlinie zur Förderung der betrieblichen Ausbildung von Lehrlingen gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10006276,NOR40248378/Berufsausbildungsgesetz/§-19c-Beihilfen-fuer-die-betriebliche-Ausbildung-von-Lehrlingen)§ 19 c BAG in Kraft ist. Alle weiteren Bestimmungen, das Lehrverhältnis betreffend, enthält der Lehrvertrag. | (k) | Hilfskräfte während ihrer Schulferien bei höchstens zweimonatiger Beschäftigungsdauer (Ferialarbeitskräfte) | 1.316,72 | |---|---|---| Im Jahre 2026 werden die Überzahlungen beibehalten. Unter der Berufsbezeichnung Senn ist die Berufsausbildung in der Molkerei- und Käsereiwirtschaft zu verstehen. Meister der Molkerei- und Käsereiwirtschaft werden im vorliegenden Kollektivvertrag als Meistersenn bezeichnet. Wird eine Dienstwohnung in Anspruch genommen, so ist der vom Finanzamt festgesetzte Wert der freien Wohnung dzt. 81,39 Euro für Verheiratete und 42,87 Euro für Alleinstehende zum Bruttolohn hinzuzurechnen und beim Nettolohn wieder in Abzug zu bringen. Des weiteren haben alle Dienstnehmer das Recht, den Bedarf an Milch, Butter und Milcherzeugnissen für sich und ihre Familie zum Großhandelspreis vom Betrieb zuzukaufen. Bis zum Jahr 2008 war bei Erreichen bestimmter Qualitätskriterien die Auszahlung einer Käseprämie als Qualitätsprämie vereinbart. Diese Käseprämie wurde mit Gültigkeit 2009 und Folgejahre abgeschafft, da sie im Rahmen eines Umrechnungsschlüssels auf die Stundenlöhne umgelegt wurde. Für Dienstverhältnisse, die zum 31.12.2008 wenigstens ein Jahr ununterbrochen bestanden haben, wird für die Umlegung der Käseprämie auf Stundenlohn folgende Übergangsregelung (Wahrungsregelung) getroffen: Wenn der hochgerechnete Jahresbruttolohn für 2009 und die jeweiligen Folgejahre unter dem indexierten Jahresbruttolohn inkl. Käseprämie für das Jahr 2008 liegt, gebührt dem Dienstnehmer jeweils eine Umstellungsprämie in Höhe der Differenz. § 6 ## Arbeitszeit (1) Die wöchentliche Normalarbeitszeit beträgt 40 Stunden, die tägliche Normalarbeitszeit 10 Stunden. (2) Während der Arbeitsspitzen (unter Arbeitsspitzen ist ein erhöhter Arbeitsbedarf aufgrund besonderer Umstände zu verstehen) darf die regelmäßige Wochenarbeitszeit um bis zu drei Stunden verlängert werden, wenn sie in der arbeitsschwachen Zeit so verkürzt wird, dass im Jahresdurchschnitt die regelmäßige Wochenarbeitszeit von 40 Stunden nicht überschritten wird. Die Verteilung der wöchentlichen Normalarbeitszeit auf die Zeiten der Arbeitsspitzen kann durch Kollektivvertrag bestimmt werden. Für den Fall, dass eine kollektivvertragliche Regelung fehlt oder für bestimmte Dienstverhältnisse nicht Geltung hat, ist die Verteilung der wöchentlichen Normalarbeitszeit auf die Zeiten der Arbeitsspitzen vom Betriebsinhaber entsprechend den jeweiligen Umständen und Bedürfnissen vorzunehmen. Der Betriebsinhaber hat dazu den Betriebsrat zu hören , soweit ein solcher besteht. Die Festlegung der Verteilung bedarf der Schriftform. (3) Die wöchentliche Arbeitszeit kann innerhalb des Durchrechnungszeitraumes von bis zu einem Jahr ungleichmäßig so verteilt werden, dass sie im Durchschnitt 40 Stunden pro Woche nicht überschreitet: a) bei einem Durchrechnungszeitraum von bis zu 8 Wochen auf höchstens 50 Stunden - b) bei einem längeren Durchrechnungszeitraum auf höchstens 48 Stunden. - c) Bei Teilzeitbeschäftigten sind die Durchrechnungszeiträume anteilsmäßig zu ihrem Beschäftigungsausmaß vereinbar. - (4) Die Dauer der wöchentlichen Normalarbeitszeit im Durchrechnungszeitraum ist im Vorhinein zu vereinbaren. Sie ist zwischen Betriebs-leitung und Betriebsrat, wenn ein solcher nicht besteht, zwischen Betriebsleitung und Dienstnehmer, abzuklären. (5) Wird ein Dienstverhältnis im Verlauf eines Durchrechnungszeitraumes aufgelöst, so sind allfällige Stunden, die über die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 40 Stunden hinausgehen, zu vergüten. Allenfalls auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fehlende Arbeitsstunden können auf noch ausstehende Entgeltbestandteile aufgerechnet werden, ausgenommen im Falle der Kündigung des Dienstverhältnisses durch den Dienstgeber, des berechtigten vorzeitigen Austrittes oder der ungerechtfertigten Entlassung. (6) Die Lohnzahlung im Durchrechnungszeitraum erfolgt gleichbleibend für 40 Stunden. (7) Dienstnehmern ist die Möglichkeit zur weiteren Ausbildung durch den Besuch der Berufsschule und Fachkurse zu geben. Die Unterrichtszeit ist auf die Dauer der Arbeitszeit anzurechnen. Das Lehrlingseinkommen oder der Lohn ist für die Unterrichtszeit weiter zu bezahlen. § 7 ## Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit (1) Überstundenarbeit liegt vor, wenn entweder die Grenzen der nach § 6 Abs. 3, lit. a und b zulässigen Wochenarbeitszeit, oder die Tages-arbeitszeit, die sich auf Grund der vereinbarten Verteilung dieser Wochenarbeitszeit ergibt, überschritten werden. (2) Auf Anordnung der Betriebsleitung muss in wirtschaftlich dringenden Fällen, insbesondere dann, wenn außergewöhnliche Umstände wie drohendes Verderben der Produkte, Gefahr für das Vieh eine Verlängerung der Arbeitszeit dringend notwendig machen, Mehrarbeit geleistet werden. (3) Für jede Überstunde gebührt ein Zuschlag von 50 % zum Stundenlohn. (4) Mehrarbeit kann vom Dienstgeber auch durch Freizeit abgegolten werden, wobei jedoch für jede Überstunde die eineinhalbfache Freizeit gebührt. (5) Geleistete Überstunden sind bei sonstigem Verfall des Anspruches auf Abfindung in Geld gem. Abs. 2 oder auf Zeitausgleich gem. Abs. 3 innerhalb von 3 Monaten nach ihrer Leistung geltend zu machen. (6) Für Arbeiten während der Nachtruhezeit und an Sonn- und Feiertagen gebührt ein Zuschlag von 100 % zum Stundenlohn. (7) Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr dürfen zur Nacht- und Überstundenarbeit nicht herangezogen werden. Zu Arbeiten an Sonn- und Feiertagen nur in besonders dringenden Fällen. (8) Die Beschäftigung von Jugendlichen über 16 Jahre bis 22 Uhr ist zulässig, wenn dies wegen der Art der Tätigkeit erforderlich ist. (9) Als Nachtruhezeit gilt in der Regel die Zeit zwischen 19.00 und 5.00 Uhr, soweit dies in den Zusatzvereinbarungen nicht anders geregelt ist. (10) Als Ersatzruhetag für das Fest des örtlichen Kirchenpatrons endet am 24. und 31. Dezember die Arbeitszeit um 12 Uhr mittags, wobei der Lohn für die ausfallenden Arbeitsstunden weiter gebührt. § 11 ## Akkordlohn (1) Der Akkordlohn ist so festzusetzen, dass der Dienstnehmer bei entsprechender Leistung die Möglichkeit hat, innerhalb der fest-gesetzten Arbeitszeit mindestens einen um 10 % höheren Verdienst als den Zeitlohn zu erreichen. (2) Jeder Akkordvertrag ist schriftlich niederzulegen wobei Akkord-leistungen, Akkordlohnsatz und die sonstigen Bedingungen auf-scheinen müssen. (3) Wird der Dienstnehmer von einer laufenden Akkordarbeit durch den Betrieb abgezogen und zu anderen Arbeiten verwendet, so hat er Anspruch auf den Zeitlohn zuzüglich eines 10 %igen Zuschlages wie für Akkordarbeiten. ## Thema: Kündigung und Verfall von Ansprüchen § 24 ## Verfall von Ansprüchen (1) Ansprüche aus einem diesem Kollektivvertrag unterliegenden Dienstverhältnis sind, soweit nicht ausdrücklich etwas Anderes bestimmt ist, bei sonstigem Verfall bis zum Ablauf eines Jahres nach Ende des Kalendermonats, in dem sie entstanden sind, geltend zu machen. § 20 ## Kündigung des Dienstverhältnisses Vor dem Hintergrund der besonderen Eigenschaften der Land- und Forstwirtschaft wird von den Kollektivvertragspartnern übereinstimmend und ausdrücklich festgehalten, dass es sich bei der Land- und Forstwirtschaft in Vorarlberg um eine Saisonbranche im Sinne des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/20011524,NOR40273796/Landarbeitsgesetz-2021/§-107-Kuendigung)§ 107 Abs. 2 Landarbeitsgesetz 2021 - (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/20011524)LAG handelt. Gemäß § 107 Abs. 2 letzter Satz gelten folgende Kündigungsfristen: (1) Dienstverhältnisse die auf unbestimmte Zeit eingegangen sind, können beiderseits vierzehntägig zum Monatsende gekündigt werden. (2) Hat ein auf unbestimmte Zeit eingegangenes Dienstverhältnis bereits ein Jahr gedauert, so erhöht sich die Kündigungsfrist auf einen Monat. Nach Ablauf von 5 Jahren erhöht sich die Kündigungsfrist auf zwei Monate, nach 15 Jahren auf 3 Monate. Die einvernehmliche Lösung des Dienstverhältnisses wird durch vorstehende Bestimmungen nicht berührt. (3) Wird der Dienstnehmer während einer Dienstverhinderung gem. § 13 gekündigt, ohne wichtigen Grund vorzeitig entlassen, oder trifft den Dienstgeber ein Verschulden an dem vorzeitigen Austritt des Dienst-nehmers, so bleibt der Anspruch auf Fortzahlung des Entgeltes für die nach § 13 Abs. 1 und 5 vorgesehene Dauer bestehen, wenngleich das Dienstverhältnis früher endet. (4) Bei Kündigung durch den Dienstgeber ist dem Dienstnehmer während der Kündigungsfrist auf sein Verlangen wöchentlich mindestens ein Fünftel der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit ohne Schmälerung des Entgeltes freizugeben. (5) Ansprüche nach Abs. 4 bestehen nicht, wenn der Dienstnehmer einen Anspruch auf eine Pension aus der gesetzlichen Pensionsversicherung hat, sofern eine Bescheinigung über die vorläufige Krankenversicherung vom Pensionsversicherungsträger ausgestellt wurde ( (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008147,NOR40262577/Allgemeines-Sozialversicherungsgesetz/§-10-Beginn-der-Pflichtversicherung)§ 10 Abs.7 ASVG). (6) Abs. 5 gilt nicht bei Kündigung wegen Inanspruchnahme einer Gleitpension gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008147)§ 253c ASVG. § 7 ## Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit (1) Überstundenarbeit liegt vor, wenn entweder die Grenzen der nach § 6 Abs. 3, lit. a und b zulässigen Wochenarbeitszeit, oder die Tages-arbeitszeit, die sich auf Grund der vereinbarten Verteilung dieser Wochenarbeitszeit ergibt, überschritten werden. (2) Auf Anordnung der Betriebsleitung muss in wirtschaftlich dringenden Fällen, insbesondere dann, wenn außergewöhnliche Umstände wie drohendes Verderben der Produkte, Gefahr für das Vieh eine Verlängerung der Arbeitszeit dringend notwendig machen, Mehrarbeit geleistet werden. (3) Für jede Überstunde gebührt ein Zuschlag von 50 % zum Stundenlohn. (4) Mehrarbeit kann vom Dienstgeber auch durch Freizeit abgegolten werden, wobei jedoch für jede Überstunde die eineinhalbfache Freizeit gebührt. (5) Geleistete Überstunden sind bei sonstigem Verfall des Anspruches auf Abfindung in Geld gem. Abs. 2 oder auf Zeitausgleich gem. Abs. 3 innerhalb von 3 Monaten nach ihrer Leistung geltend zu machen. (6) Für Arbeiten während der Nachtruhezeit und an Sonn- und Feiertagen gebührt ein Zuschlag von 100 % zum Stundenlohn. (7) Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr dürfen zur Nacht- und Überstundenarbeit nicht herangezogen werden. Zu Arbeiten an Sonn- und Feiertagen nur in besonders dringenden Fällen. (8) Die Beschäftigung von Jugendlichen über 16 Jahre bis 22 Uhr ist zulässig, wenn dies wegen der Art der Tätigkeit erforderlich ist. (9) Als Nachtruhezeit gilt in der Regel die Zeit zwischen 19.00 und 5.00 Uhr, soweit dies in den Zusatzvereinbarungen nicht anders geregelt ist. (10) Als Ersatzruhetag für das Fest des örtlichen Kirchenpatrons endet am 24. und 31. Dezember die Arbeitszeit um 12 Uhr mittags, wobei der Lohn für die ausfallenden Arbeitsstunden weiter gebührt. § 17 ## Urlaub (1) Dem Dienstnehmer gebührt für jedes Dienstjahr ein ununterbrochener bezahlter Urlaub. Das Urlaubsausmaß beträgt bei einer Dienstzeit von weniger als 25 Jahren 30 Werktage und erhöht sich nach Vollendung des 25. Jahres auf 36 Werktage. Unter bestimmten Voraussetzungen kann aber das Urlaubsjahr auf das Kalenderjahr abgestellt werden. (2) Als Werktage gelten Tage von Montag bis einschließlich Samstag, ausgenommen gesetzliche Feiertage. (3) Anspruch auf Urlaub entsteht in den ersten 6 Monaten des ersten Dienstjahres im Verhältnis zu der im Dienstjahr zurückgelegten Dienstzeit. (2,5 Werktage pro Monat), nach 6 Monaten zur Gänze. Ab dem 2. Dienstjahr entsteht der gesamte Urlaubsanspruch mit Beginn des Dienstjahres. Durch Vereinbarung kann eine Umstellung auf das Kalenderjahr vereinbart werden. (4) Wenn das Dienstverhältnis mindestens 2 Jahre ununterbrochen gedauert hat, so ist auch die bei anderen Dienstgebern im Urlaub zugebrachte Dienstzeit, gleichgültig ob als Arbeiter oder Angestellter, sofern sie mindestens 6 Monate gedauert hat, für die Bemessung der Urlaubsdauer bis zum Höchstausmaß von 5 Jahren anzurechnen. Im Falle einer Übernahme in das Angestelltenverhältnis wird die Dienstzeit als Arbeiter bei demselben Dienstgeber sofort zur Gänze angerechnet. (5) Wehrdienst, Kriegsgefangenschaft und Arbeitsunterbrechung ohne Verschulden des Dienstnehmers, wegen Erkrankung oder Unfall sind bei Berechnung der Urlaubsdauer anzurechnen. 1.1.2003 (6) Der Urlaub kann auf einzelne Tage verteilt werden, jedoch muss dem Dienstnehmer in jedem Dienstjahr ein zusammenhängender Urlaub von mindestens der Hälfte des Gesamtanspruches auf Urlaub verbleiben. (7) Der Zeitpunkt des Urlaubsantrittes ist im Einvernehmen zwischen dem Dienstgeber und dem Dienstnehmer unter Rücksichtnahme auf die Erfordernisse des Betriebes und die Erholungsmöglichkeit des Dienst-nehmers zu bestimmen. (8) Ein Urlaubsrest ist nach Möglichkeit im laufenden Jahr zu verbrauchen. Es sind jedoch die unter Abs. (6) angeführten Kriterien zu berücksichtigen. (9) Wenn der Dienstnehmer ohne wichtigen Grund vorzeitig austritt oder berechtigt fristlos entlassen wird, verliert er den Anspruch auf Urlaub und Urlaubsabfindung für die fünfte und sechste Woche aus dem laufenden Urlaubsjahr. (10) Bei Beendigung des Dienstverhältnisses zuviel verbrauchter Urlaub wird bei der Endabrechnung in Abzug gebracht. (11) Invalide im Sinne des § 2 des Invalideneinstellungsgesetzes 1969 haben in jedem Dienstjahr Anspruch auf einen Zusatzurlaub von drei Werktagen.