Cross-checked catalogue of all currently valid Austrian collective agreements, per the source policy: main source = the responsible employer-side chamber, kollektivvertrag.at (OEGB-Verlag) as complete cross-check baseline. - oegb/: 593 variants from kollektivvertrag.at with full consolidated texts (JSON primary format, Markdown for review/diff) plus catalog.json/.csv; fetched via the portal's JSON servlets (dashboard/structure/slices/topics), resumable - wko/: 614 current documents from the WKO KV database (1,820 branch overviews across 10 regions) with texts and catalog; match-report against the baseline: 407 pairs, 30 date disagreements flagged - chambers/chambers.json: curated registry of chamber-side sources and publication gaps (GOeD member-only, RA/Notariat not public, OCR-less scan PDFs, missing hospital-doctors KV) - kv-catalog.json/.csv: merged catalogue, 768 entries, chamber classification, main_source, cross_check status, manual_review lists - tools/fetch_kv_portal.py / fetch_wko_kv.py / build_kv_catalog.py: stdlib-only fetchers and merge step, each with a --refresh diff mode - RUNBOOK.md: update cycle for keeping the library current (annual, tied to the Wartung rhythm and KV rounds) Lohntafel PDFs are linked but not downloaded; wage tables contained in the KV texts are converted. No Odoo module changes.
85 KiB
Rotes Kreuz K
- Variante:
SI-2814_de(Grupperotes-kreuz) - Anstellungsart: Arbeiter:innen, Angestellte
- Bundesländer: Kärnten, Kärnten
- Gewerkschaft: vida, GPA-djp
- Gültig ab / Stand: 2026-07-27 / 2026-07-27
- Quelle: https://www.kollektivvertrag.at/kv?variant-group-id=rotes-kreuz&variant-id=SI-2814_de&topic-id=1
- Abgerufen: 2026-09-09
Teil: Anhang / Lohn/ Gehalt (Version 20260101, gültig ab 2025-12-31)
Anhang zum Kollektivvertrag des Österreichischen Roten Kreuzes betreffend für das Bundesland Kärnten mit Gültigkeit ab 1. Jänner 2026
Redaktionelle Anmerkungen
Quelle: Gewerkschaft vida
Dieser Anhang beinhaltet die landesspezifischen, dem Anhang vorbehaltenen Bestimmungen des Kollektivvertrages (KV) des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), die einen integrierenden Bestandteil desselben bilden.
1. Allgemeine Bestimmungen
(1)
Ausgenommen vom Geltungsbereich dieses Anhangs sind Arbeitsverhältnisse von Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer in der mobilen Pflege und Betreuung im Sinne des § 45, da diese im KV Abschnitt B geregelt werden.
Ausgenommen davon ist der Punkt 4.(3) Haushaltszulage.
2. Verwendungsgruppenschema
(1)
Jede Arbeitnehmerin bzw. jeder Arbeitnehmer wird nach der Art der tatsächlichen und überwiegenden Arbeitsverwendung und Qualifikation in eine der Verwendungsgruppen (VG) eingereiht.
(2)
Erfolgt eine Umstufung, aufgrund einer geänderten Dienstverwendung, in eine andere (höhere bzw. niedrigere) Verwendungsgruppe, so bleibt die Gehaltsstufe (GSt), sofern die Einstufung gemäß tatsächlich geleisteten Dienstjahren (inkl. angerechneter Dienstjahre) vorgenommen wurde, unberührt und erfolgt linear.
A.
Verwendungsgruppen für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer des Rettungs- und Sanitätsdienstes (inkl. Krankentransportdienst) an Bezirksstellen und der Rettungsleitstelle (einschließlich Aus- und Weiterbildung sowie Katastrophenhilfsdienst und Großunfall)
A.1
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer in Ausbildung:
z. B. Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter (RS) in Ausbildung
A.2
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die einfache, nicht schematische oder mechanische Arbeiten, nach gegebenen Richtlinien und Arbeitsanweisungen verrichten:
A.2a:
z. B. RS als Aushilfskräfte*
max. für 5 Monate im Kalenderjahr
, Call-Center Agent
A.2b:
z. B. RS und/oder Einsatzfahrerinnen bzw. Einsatzfahrer (SEF) im Kranken-, Ambulanz- und Behindertentransport sowie in der sanitätsdienstlichen Betreuung von Veranstaltungen – Einsatzmittel Krankentransportwagen (KTW), Behindertentransportwagen (BTW), Behelfskrankentransportwagen (BKTW) - (RS Basic), RS und SEF im Rettungstransport (RT) – Einsatzmittel Rettungstransportwagen (RTW), Sanitätseinsatzwagen (SEW) - (RS qual. RT), Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte (EH-LB), Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitäter (LS) für RS, Calltaker in Ausbildung, Schnelleinsatzgruppen- ( (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/20003398)SEG) Kommandanteninnen bzw. Kommandanten, Katastrophen- (KAT) Kommandanteninnen bzw. KAT-Kommandanten
A.3
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die nach allgemeinen Richtlinien und Weisungen die Arbeit im Rahmen des erteilten Auftrages selbständig erledigen:
A.3a:
z. B. Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter (NFS) und SEF im RT – Einsatzmittel RTW an Bezirksstellen (BezSt), NFS und SEF am Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) – Einsatzmittel NEF, NFS mit Notfallkompetenz Venenzugang (NKV) und SEF – Einsatzmittel SEW an Ortsrettungsstellen (ORSt), LS für NFS, LS für NFS mit NKV, Bezirksschulungsbeauftragte, Bezirkseinsatzleiterinnen bzw. Bezirkseinsatzleiter, Bezirksrettungskommandanteninnen bzw. Bezirksrettungskommandanten, Bereichsrettungskommandanteninnen bzw. Bereichsrettungskommandanten
A.3b:
z. B. Calltaker, Disponentinnen bzw. Disponenten, Schichtführerinnen bzw. Schichtführer
A.4
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die Arbeiten (z. B. Führungsverantwortung, wirtschaftliche Verantwortung) selbständig ausführen, wozu besondere Fachkenntnisse und praktische Erfahrung notwendig sind:
z. B. Dienstführerinnen bzw. Dienstführer
A.5
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die schwierige Arbeiten verantwortlich selbständig ausführen, wozu besondere Fachkenntnisse und praktische Erfahrung notwendig und die regelmäßig mit der Führung, Unterweisung und Beaufsichtigung von Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer beauftragt sind:
z. B. Leiterin bzw. Leiter Rettungsleitstelle (RLS)
B.
Verwendungsgruppen für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer der Gesundheits- und Sozialen Dienste
Wird im KV Abschnitt B geregelt.
C.
Verwendungsgruppen für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer im Bereich Blutspende
Id2
Teamleiterinnen bzw. Teamleiter mobiler Blutspendedienst (BSD) - bis zum 10. Dienstjahr, Arbeitskräfte in der Fraktionierung
Ic1
Teamleiterinnen bzw. Teamleiter mobiler Blutspendedienst (nach 10 Dienstjahren)
Ic3
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger (außerhalb KV Abschnitt B)
Ib2
Abteilungsleiterin bzw. Abteilungsleiter mobiler Blutspendedienst
Ia1
Ärztinnen bzw. Ärzte
K2b
Biomedizinische Analytikerinnen bzw. Biomedizinische Analytiker, Leitende biomedizinische Analytikerinnen bzw. leitende biomedizinische Analytiker
K1c
Fachärztinnen bzw. Fachärzte
D.
Verwendungsgruppen für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer in allgemeiner Verwendung und im Verwaltungsdienst (einschließlich Jugendorganisation und Ausbildungszentrum)
IIp3
Portierinnen bzw. Portiere / Telefondienst
IIp2
Reinigungskräfte
Id1
Erste Hilfe Lehrbeauftragte im Ausbildungszentrum
Id2
Büro-, Schreib- und sonstige Arbeitskräfte
Ic1
Verwaltungspersonal mit verantwortungsvollem Wirkungsbereich
Ic2
Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitäter im Ausbildungszentrum
Ic3
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger (außerhalb KV Abschnitt B)
Ib3
Qualifiziertes Fachpersonal
Ib2
Bezirksgeschäftsleiterinnen bzw. Bezirksgeschäftsleiter, Abteilungsleiterinnen bzw. Abteilungsleiter
K1b
Sonstiges nicht medizinisches akademisches Personal
IL1
Leiterin bzw. Leiter Jugendorganisation
3. Gehaltstabellen
(1)
Die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer erhält - auf Basis einer 40-Stunden Woche - einen Monatsbezug und Zulagen, die sich zum gleichen Wirksamkeitstermin und um das selbe Ausmaß wie im Entlohnungsschema I (Angestellte) des Kärntner Landesvertragsbedienstetengesetzes in der jeweils geltenden Fassung verändern.
(2)
Die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer rückt nach jeweils zwei Jahren in die nächsthöhere Gehaltsstufe vor.
A. Gehaltstabelle für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer im Rettungs- und Sanitätsdienst (inkl. Krankentransport) an Bezirksstellen und in der Rettungsleitstelle (einschließlich Aus- und Weiterbildung sowie Katastrophenhilfsdienst und Großunfall)
Verwendungsgruppe A
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Rettungs- und Sanitätsdienst (inkl. Krankentransport) an BezSt + RLSt -
(inkl. Aus- und Weiterbildung sowie Katastrophenhilfsdienst an den BezSt)
gültig ab 01.01.2026
| Grundbezüge | | | | | | | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VG | A.1 | A.2 | A.3 | A.4 | A.5 | | |
| GSt | a | b | a | b | | | |
| 1 | 2.267,18 | 2.545,90 | 2.545,90 | 2.834,26 | 3.095,47 | 3.178,22 | 3.647,90 |
| 2 | — | 2.575,44 | 2.575,44 | 2.863,79 | 3.125,00 | 3.255,25 | 3.724,93 |
| 3 | — | 2.604,99 | 2.604,99 | 2.893,35 | 3.154,56 | 3.303,31 | 3.772,99 |
| 4 | — | 2.634,64 | 2.634,64 | 2.923,00 | 3.184,20 | 3.352,09 | 3.821,76 |
| 5 | — | 2.663,95 | 2.663,95 | 2.952,31 | 3.213,52 | 3.403,50 | 3.873,18 |
| 6 | — | 2.786,37 | 2.816,01 | 3.104,36 | 3.359,76 | 3.456,10 | 3.925,78 |
| 7 | — | 2.816,60 | 2.886,61 | 3.174,95 | 3.430,29 | 3.511,01 | 3.980,68 |
| 8 | — | 2.848,59 | 2.928,05 | 3.216,41 | 3.471,75 | 3.565,60 | 4.035,28 |
| 9 | — | 2.880,93 | 2.969,38 | 3.257,73 | 3.513,07 | 3.645,85 | 4.115,52 |
| 10 | — | 2.913,16 | 3.011,30 | 3.299,66 | 3.554,99 | 3.732,37 | 4.202,05 |
| 11 | — | 2.945,29 | 3.055,43 | 3.343,78 | 3.599,13 | 3.904,85 | 4.374,53 |
| 12 | — | 2.977,18 | 3.100,44 | 3.388,79 | 3.644,13 | 4.024,57 | 4.494,25 |
| 13 | — | 3.038,43 | 3.146,96 | 3.435,33 | 3.690,67 | 4.143,76 | 4.613,44 |
| 14 | — | 3.070,86 | 3.194,02 | 3.482,38 | 3.737,73 | 4.262,56 | 4.732,24 |
| 15 | — | 3.103,65 | 3.241,32 | 3.529,67 | 3.785,00 | 4.382,31 | 4.851,99 |
| 16 | — | 3.137,70 | 3.290,61 | 3.578,96 | 3.834,31 | 4.501,77 | 4.971,45 |
| 17 | — | 3.172,51 | 3.343,16 | 3.631,51 | 3.886,86 | 4.621,80 | 5.091,47 |
| 18 | — | 3.207,87 | 3.395,72 | 3.684,07 | 3.939,42 | 4.740,73 | 5.210,40 |
| 19 | — | 3.244,85 | 3.505,94 | 3.794,29 | 4.049,74 | 4.860,84 | 5.330,52 |
| 20 | — | 3.281,15 | 3.559,23 | 3.847,59 | 4.103,04 | 4.979,75 | 5.449,43 |
| 21 | — | 3.318,22 | 3.614,34 | 3.902,69 | 4.158,15 | 5.098,73 | 5.568,41 |
| 22 | — | 3.355,27 | 3.669,39 | 3.957,74 | 4.213,18 | 5.217,67 | 5.687,34 |
| 23 | — | 3.395,57 | 3.724,47 | 4.012,82 | 4.268,27 | 5.336,63 | 5.806,30 |
| 24 | — | 3.436,21 | 3.779,54 | 4.067,90 | 4.323,35 | 5.455,56 | 5.925,23 |
| 25 | — | 3.476,80 | 3.834,59 | 4.122,95 | 4.378,40 | 5.574,49 | 6.044,17 |
| 26 | — | 3.517,41 | 3.889,72 | 4.178,08 | 4.433,53 | 5.693,45 | 6.163,13 |
| 27 | — | 3.557,99 | 3.944,80 | 4.233,16 | 4.488,61 | 5.812,35 | 6.282,03 |
| 28 | — | 3.599,21 | 3.999,87 | 4.288,22 | 4.543,67 | 5.931,34 | 6.401,02 |
| 29 | — | 3.641,04 | 4.054,96 | 4.343,30 | 4.598,75 | 6.050,27 | 6.519,95 |
| 30 | — | 3.682,83 | 4.110,01 | 4.398,37 | 4.653,82 | 6.169,20 | 6.638,88 |
B. Gehaltstabelle für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer im Blutspendebereich
Verwendungsgruppe
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Blutspendebereich
gültig ab 01.01.2026
| | Grundbezüge | | | | | | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VG | Id2 | Ic1 | Ic3 | Ib2 | Ia1 | K2b | K1c |
| GSt | | | | | | | |
| 1 | 2.267,18 | 2.333,66 | 2.580,35 | 2.550,47 | 3.082,16 | 3.498,37 | 5.205,62 |
| 2 | 2.296,71 | 2.371,74 | 2.621,93 | 2.598,53 | 3.148,36 | 3.554,52 | 5.275,70 |
| 3 | 2.326,28 | 2.409,74 | 2.663,39 | 2.646,59 | 3.217,19 | 3.610,81 | 5.345,77 |
| 4 | 2.355,92 | 2.448,59 | 2.704,54 | 2.695,37 | 3.287,41 | 3.723,92 | 5.464,86 |
| 5 | 2.385,23 | 2.490,03 | 2.746,16 | 2.746,77 | 3.357,62 | 3.784,16 | 5.584,95 |
| 6 | 2.414,66 | 2.531,47 | 2.787,61 | 2.799,38 | 3.427,70 | 3.845,56 | 5.819,35 |
| 7 | 2.444,89 | 2.573,03 | 2.829,17 | 2.854,28 | 3.546,64 | 3.909,69 | 5.938,58 |
| 8 | 2.476,88 | 2.614,49 | 2.870,61 | 2.908,87 | 3.666,99 | 3.973,43 | 6.059,05 |
| 9 | 2.509,22 | 2.655,81 | 2.911,95 | 2.989,12 | 3.786,61 | 4.063,45 | 6.179,17 |
| 10 | 2.541,45 | 2.697,73 | 2.953,88 | 3.075,64 | 3.905,69 | 4.154,17 | 6.299,80 |
| 11 | 2.573,58 | 2.741,87 | 3.001,84 | 3.189,95 | 4.025,15 | 4.273,52 | 6.420,95 |
| 12 | 2.605,48 | 2.786,88 | 3.051,19 | 3.309,67 | 4.143,94 | 4.393,10 | 6.541,32 |
| 13 | 2.637,75 | 2.833,41 | 3.102,12 | 3.428,86 | 4.263,70 | 4.512,59 | 6.698,94 |
| 14 | 2.670,19 | 2.880,47 | 3.153,71 | 3.547,66 | 4.383,31 | 4.631,26 | 6.856,14 |
| 15 | 2.702,97 | 2.927,75 | 3.205,51 | 3.667,41 | 4.502,54 | 4.750,77 | 7.013,76 |
| 16 | 2.737,02 | 2.977,05 | 3.257,68 | 3.786,87 | 4.658,57 | 4.925,80 | 7.171,24 |
| 17 | 2.771,83 | 3.029,60 | 3.310,23 | 3.906,88 | 4.814,40 | 5.045,69 | 7.329,11 |
| 18 | 2.807,20 | 3.082,16 | 3.362,80 | 4.025,82 | 4.970,32 | 5.164,75 | 7.544,10 |
| 19 | 2.844,17 | 3.134,31 | 3.414,95 | 4.145,94 | 5.126,35 | 5.284,60 | 7.702,13 |
| 20 | 2.880,47 | 3.187,59 | 3.468,23 | 4.264,85 | 5.282,81 | 5.403,68 | 7.860,06 |
| 21 | 2.917,54 | 3.242,71 | 3.523,35 | 4.383,82 | 5.439,23 | 5.522,77 | 8.018,11 |
| 22 | 2.954,60 | 3.297,75 | 3.578,38 | 4.502,76 | 5.595,68 | 5.641,99 | 8.176,22 |
| 23 | 2.994,90 | 3.352,84 | 3.633,49 | 4.621,71 | 5.752,14 | 5.761,04 | 8.334,35 |
| 24 | 3.035,53 | 3.407,92 | 3.689,09 | 4.740,65 | 5.908,54 | 5.880,11 | 8.492,22 |
| 25 | 3.076,13 | 3.462,95 | 3.744,42 | 4.859,59 | 6.065,00 | 5.999,60 | 8.650,05 |
| 26 | 3.116,74 | 3.518,09 | 3.799,83 | 4.978,55 | 6.221,46 | 6.119,95 | 8.808,19 |
| 27 | 3.157,32 | 3.573,16 | 3.854,94 | 5.097,45 | 6.377,87 | 6.240,43 | 8.966,48 |
| 28 | 3.198,53 | 3.628,24 | 3.910,07 | 5.216,44 | 6.534,34 | 6.360,47 | — |
| 29 | 3.240,36 | 3.683,32 | 3.965,19 | 5.335,37 | 6.690,80 | 6.480,70 | — |
| 30 | 3.282,16 | 3.738,39 | 4.020,31 | 5.454,29 | 6.847,24 | 6.601,30 | — |
C. Gehaltstabelle für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer in allgemeiner Verwendung und im Verwaltungsdienst (einschließlich Jugendorganisation sowie Ausbildungszentrum)
Verwendungsgruppe
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in allgemeiner Verwendung und im Verwaltungsdienst
(einschließlich Jugendorganisation sowie Ausbildungszentrum)
gültig ab 01.01.2026
| | Grundbezüge | | | | | | | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VG | IIp3 | IIp2 | Id1/Id2 | Ic1/Ic2 | Ic/3 | Ib2/Ib3 | K1b | IL1 |
| GSt | | | | | | | | |
| 1 | 2.275,12 | 2.342,02 | 2.267,18 | 2.333,66 | 2.580,35 | 2.550,47 | 4.027,23 | 3.350,38 |
| 2 | 2.304,77 | 2.380,29 | 2.296,71 | 2.371,74 | 2.621,93 | 2.598,53 | 4.097,19 | 3.451,09 |
| 3 | 2.334,18 | 2.418,68 | 2.326,28 | 2.409,74 | 2.663,39 | 2.646,59 | 4.167,51 | 3.552,73 |
| 4 | 2.364,07 | 2.458,79 | 2.355,92 | 2.448,59 | 2.704,54 | 2.695,37 | 4.237,46 | 3.666,24 |
| 5 | 2.393,77 | 2.500,80 | 2.385,23 | 2.490,03 | 2.746,16 | 2.746,77 | 4.307,67 | 3.911,26 |
| 6 | 2.423,65 | 2.542,28 | 2.414,66 | 2.531,47 | 2.787,61 | 2.799,38 | 4.426,64 | 4.168,45 |
| 7 | 2.454,19 | 2.584,49 | 2.444,89 | 2.573,03 | 2.829,17 | 2.854,28 | 4.546,74 | 4.425,97 |
| 8 | 2.486,64 | 2.626,18 | 2.476,88 | 2.614,49 | 2.870,61 | 2.908,87 | 4.781,26 | 4.674,47 |
| 9 | 2.519,13 | 2.667,82 | 2.509,22 | 2.655,81 | 2.911,95 | 2.989,12 | 4.900,40 | 4.931,61 |
| 10 | 2.551,58 | 2.710,29 | 2.541,45 | 2.697,73 | 2.953,88 | 3.075,64 | 5.019,67 | 5.195,76 |
| 11 | 2.584,05 | 2.755,33 | 2.573,58 | 2.741,87 | 3.001,84 | 3.189,95 | 5.138,62 | 5.429,55 |
| 12 | 2.616,36 | 2.800,69 | 2.605,48 | 2.786,88 | 3.051,19 | 3.309,67 | 5.258,37 | 5.685,28 |
| 13 | 2.648,38 | 2.848,33 | 2.637,75 | 2.833,41 | 3.102,12 | 3.428,86 | 5.377,95 | 5.940,76 |
| 14 | 2.680,98 | 2.896,18 | 2.670,19 | 2.880,47 | 3.153,71 | 3.547,66 | 5.497,18 | 6.199,21 |
| 15 | 2.714,21 | 2.943,59 | 2.702,97 | 2.927,75 | 3.205,51 | 3.667,41 | 5.653,33 | 6.456,85 |
| 16 | 2.748,70 | 2.995,37 | 2.737,02 | 2.977,05 | 3.257,68 | 3.786,87 | 5.809,13 | 6.707,59 |
| 17 | 2.784,19 | 3.047,82 | 2.771,83 | 3.029,60 | 3.310,23 | 3.906,88 | 5.965,33 | 7.033,93 |
| 18 | 2.820,13 | 3.100,75 | 2.807,20 | 3.082,16 | 3.362,80 | 4.025,82 | 6.122,80 | 7.033,93 |
| 19 | 2.857,33 | 3.153,78 | 2.844,17 | 3.134,31 | 3.414,95 | 4.145,94 | 6.280,69 | 7.522,88 |
| 20 | 2.893,95 | 3.208,41 | 2.880,47 | 3.187,59 | 3.468,23 | 4.264,85 | 6.495,41 | 8.011,92 |
| 21 | 2.930,90 | 3.264,05 | 2.917,54 | 3.242,71 | 3.523,35 | 4.383,82 | 6.653,56 | 8.500,85 |
| 22 | 2.968,81 | 3.319,63 | 2.954,60 | 3.297,75 | 3.578,38 | 4.502,76 | 6.811,43 | 8.989,84 |
| 23 | 3.009,34 | 3.375,22 | 2.994,90 | 3.352,84 | 3.633,49 | 4.621,71 | 6.969,56 | 9.478,83 |
| 24 | 3.049,82 | 3.430,86 | 3.035,53 | 3.407,92 | 3.689,09 | 4.740,65 | 7.127,64 | 9.967,79 |
| 25 | 3.090,30 | 3.486,43 | 3.076,13 | 3.462,95 | 3.744,42 | 4.859,59 | 7.285,92 | 10.456,81 |
| 26 | 3.130,78 | 3.542,08 | 3.116,74 | 3.518,09 | 3.799,83 | 4.978,55 | 7.443,78 | 10.945,81 |
| 27 | 3.171,29 | 3.597,66 | 3.157,32 | 3.573,16 | 3.854,94 | 5.097,45 | 7.601,65 | 11.434,76 |
| 28 | 3.212,80 | 3.653,27 | 3.198,53 | 3.628,24 | 3.910,07 | 5.216,44 | 7.759,77 | 11.923,76 |
| 29 | 3.254,42 | 3.708,83 | 3.240,36 | 3.683,32 | 3.965,19 | 5.335,37 | 7.917,79 | 12.412,72 |
| 30 | 3.296,11 | 3.764,44 | 3.282,16 | 3.738,39 | 4.020,31 | 5.454,29 | — | — |
4. Zulagen
(1)
Nachtdienstzulage
Allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird eine Nachtdienstzulage in der Höhe von € 4,56 pro Stunde gewährt. Diese gebührt für die Zeit zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr.
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
(2)
Sonntagszulage
Die Sonntagszulage gebührt grundsätzlich für die Zeit zwischen 06:00 Uhr und 22:00 Uhr. Für Arbeitszeiten am Sonntag von 00:00 Uhr bis 06:00 Uhr und von 22:00 Uhr bis 24:00 Uhr gebührt eine Sonntagszulage nur, wenn keine Nachtzulage gewährt wird.
a)
In der Blutspendezentrale (BSZ) erhalten Ärztinnen bzw. Ärzte (Ia1, K1c) und Biomedizinische Analytikerinnen bzw. Biomedizinische Analytiker (K2b) eine Sonntagszulage in der Höhe von € 9,14.
b)
Allen anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird eine Sonntagszulage in der Höhe von € 4,73 pro Stunde gewährt.
c)
Höhere Sonntagszulagen bleiben davon unberührt.
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
(3)
Haushaltszulage*
für Eintritte bis zum 30.06.2023
Allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in einer Partnerschaft oder eheähnlichen Gemeinschaft leben und keine Kinderzulage gem. § 27b Rahmen-KV erhalten, gebührt eine Haushaltszulage in der Höhe von € 21,63 pro Monat. Die Zulage wird für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
Das gleichzeitige Beziehen von Haushalts- und Kinderzulage ist unzulässig.
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
(4)
Pflegedienstzulage
Die Pflegedienstzulage in der Höhe von € 742,74 pro Monat gebührt Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegern (außerhalb des KV Abschnitt B, Ic3).
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen berücksichtigt.
(5)
Personalzulage
Die Personalzulage gebührt nachfolgenden Stellen:
a)
Ärztinnen bzw. Ärzte in der BSZ (Ia1) in der Höhe von € 232,13 pro Monat
b)
Abteilungsleiterinnen bzw. Abteilungsleiter (Ib2), Bezirksgeschäftsleiterinnen bzw. Bezirksgeschäftsleiter (Ib2) und Qualifiziertes Fachpersonal (Ib3) in der Höhe von € 144,98 (GSt 1), € 173,95 (GSt 2 – 10) und € 232,13 (ab GSt 11) pro Monat
c)
Verwaltungspersonal mit verantwortungsvollem Wirkungsbereich (Ic1), Teamleiterinnen bzw. Teamleiter mobiler BSD – nach 10 Dienstjahren (Ic1), Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitäter im Ausbildungszentrum (Ic2) und Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen (außerhalb KV Abschnitt B, Ic3) in der Höhe von € 144,98 (GSt 1 – 6), € 173,95 (GSt 7 – 18) und € 232,13 (ab GSt. 19) pro Monat
d)
Erste-Hilfe Lehrbeauftragte im Ausbildungszentrum (Id1), Teamleiterinnen bzw. Teamleiter mobiler BSD – bis zum 10. Dienstjahr (Id2), Arbeitskräfte in der Fraktionierung in der BSZ (Id2), Büro-, Schreib- und sonstige Arbeitskräfte (Id2) und
e)
Portierinnen bzw. Portiere / Telefondienst (IIp3) in der Höhe von € 144,98 (GSt 1 – 12) und € 173,95 (ab GSt 13) pro Monat
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen berücksichtigt.
(6)
Verwaltungsdienstzulage
Die Verwaltungsdienstzulage gebührt allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, der unter Punkt 4. (5) aufgelisteten Stellen – unabhängig von der Verwendungsgruppe und Gehaltsstufe – in der Höhe von € 226,73 pro Monat.
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen berücksichtigt.
(7)
Funktionszulage
Eine Funktionszulage gebührt nachfolgenden Stellen:
a)
Abteilungsleiterinnen bzw. Abteilungsleiter (Ib2) und Bezirksgeschäftsleiterinnen bzw. Bezirksgeschäftsleiter (Ib2) in der Höhe von € 725,73 pro Monat
b)
Leitende biomedizinische Analytikerin bzw. leitender biomedizinischer Analytiker in der BSZ (K2b) in der Höhe von € 239,20
c)
Teamleiterinnen bzw. Teamleiter im mobilen BSD bis zum 10. Dienstjahr (Id2) in der Höhe von € 166,33 pro Monat und nach dem 10 Dienstjahren (Ic1) in der Höhe von € 172,09 pro Monat.
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen berücksichtigt.
(8)
Quantitative Zulage
Nachfolgenden Stellen in Führungspositionen an den BezSt (im Besonderen im Rettungsdienst) und in der RLS gebührt eine quantitative Zulage:
a)
Bezirksgeschäftsleiterinnen bzw. Bezirksgeschäftsleiter (Ib2)
b)
Leiterinnen bzw. Leiter Rettungsleitstelle (A.5)
c)
Dienstführerinnen bzw. Dienstführer (A.4)
Die Höhe der Zulage pro Monat richtet sich nach der Größe der jeweiligen Bezirks- bzw. Dienststelle:
Gruppe 1: BezSt Klagenfurt in der Höhe von € 318,92
Gruppe 2: BezSt Villach und Spittal in der Höhe von € 265,77
Gruppe 3: BezSt St. Veit, Wolfsberg und Völkermarkt in der Höhe von € 212,61
Gruppe 4: BezSt Hermagor, Feldkirchen und RLS in der Höhe von € 159,47
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
(9)
Infektions-, Erschwernis- und Gefahrenzulage (IEG-Zulage) im Rettungs- & Krankentransport
Die IEG-Zulage gebührt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in nachfolgenden Stellen im Rettungs- und Krankentransport in der Höhe von € 203,23 pro Monat, da diese fortwährend unter besonders gesundheitsgefährdenden und oftmals unter besonders schwierigen Bedingungen ihren Dienst zu verrichten haben:
a)
Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter mit NKV (A.3a), Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter am NEF (A.3a), Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter (A.3a)
b)
Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter im qualifizierten Rettungstransport (A.2b), Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter Basic (A.2b)
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
Diese Zulage gebührt nicht Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter als Aushilfskräfte (A.2a), da diese der oben beschriebenen Belastung nicht in diesem Ausmaß fortwährend ausgesetzt sind.
(10)
Qualitative Zulage im Rettungsdienst und in der Rettungsleitstelle
Nachfolgende qualitative Zulagen werden nachfolgenden Stellen bzw. Funktionen zuerkannt:
a)
SEW- & RTW-Einsatzzulage
Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter, die im qualitativen Rettungstransport am Einsatzmittel SEW und RTW tätig sind (A.2b), gebührt eine SEW- & RTW-Einsatzzulage in der Höhe von € 85,12 pro Monat.
b)
Notfallkompetenz-Venenzugang-Zulage (NKV-Zulage)
Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter mit NKV, die überwiegend am Einsatzmittel SEW ORSt tätig sind (A.3a) gebührt eine NKV-Zulage in der Höhe von € 79,80 pro Monat.
Weiters gebührt diese Zulage den an den Bezirken eingesetzten Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitätern für Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitätern mit Notfallkompetenz Venenzugang (A.3a).
c)
Disponenten–Zulage (Dispo-Zulage)
Disponentinnen bzw. Disponenten (A.3b) und Schichtführerinnen bzw. Schichtführer (A.3b) in der RLS gebührt eine Dispo-Zulage in der Höhe von € 79,80 pro Monat.
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen berücksichtigt!
(11)
Lehrsanitäter-Zulage (LS-Zulage)
a)
Allen Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitätern im Ausbildungszentrum (Ic2) gebührt eine LS-Zulage in der Höhe von € 456,58 pro Monat.
b)
Als Ausgleich für einen möglichen Verdienstentgang wird für Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitäter der Bezirke (A.2b und. A.3a) im Rahmen der Abhaltung von Kursen für Rettungs- und Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter eine LS-Zulage in der Höhe von € 15,22 pro Unterrichtstag (mind. 8 Stunden) gewährt.
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen berücksichtigt!
(12)
Erschwerniszulage im Blutspendebereich
Die Erschwerniszulage gebührt nachfolgenden Stellen pro Monat:
a)
Fachärztinnen bzw. Fachärzte (K1c) in der Höhe von € 411,15
b)
Ärztinnen bzw. Ärzte (Ia1) in der Höhe von € 354,61
c)
Leitende biomedizinische Analytikerinnen bzw. leitende biomedizinische Analytiker (K2b), Biomedizinische Analytikerinnen bzw. Biomedizinische Analytiker (K2b) und Arbeitskräfte in der Fraktionierung (Id2) in der Höhe von € 220,97
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
(13)
Mehrleistungs- und Vertretungszulage im Blutspendebereich
Fachärztinnen bzw. Fachärzte (K1c) gebührt eine
a)
Mehrleistungszulage in der Höhe von € 478,38 und eine
b)
Vertretungszulage in der Höhe von € 643,59 pro Monat.
Die Zulage wird für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
5. Überstundenteiler
Als Berechnungsbasis von Mehrdienstleistungen (Überstunden) gilt der 173. Teil des Monatsgrundgehaltes zuzüglich der bezugsrechtlich relevanten Zulagen (mit Ausnahme der Haushaltszulage).
6. Pausenregelungen
(1)
Abweichend von der Regelung des Arbeitszeitgesetztes ( (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238)AZG) sind in der täglichen Normalarbeitszeit von grundsätzlich 8 Stunden von der Arbeitgeberin bzw. vom Arbeitgeber bezahlte Pausen von je 30 Minuten pro Arbeitstag enthalten. Dies gilt auch für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, deren tägliche Arbeitszeit weniger als acht Stunden, jedoch mehr als sechs Stunden beträgt.
(2)
Umfasst die tägliche Arbeitszeit jedoch nicht mehr als sechs Stunden, ist keine Ruhepause, und somit auch keine bezahlte Pause, vorgesehen. Jedoch wird festgehalten, dass es jeder Arbeitnehmerin bzw. jedem Arbeitnehmer möglich ist, in der Arbeitszeit eine kurze Kaffee- oder Jausenpause zu machen.
(3)
Bei geteilten Diensten ist keine bezahlte Pause vorgesehen, auch wenn die gesamte Arbeitszeit mehr als sechs Stunden umfasst.
7. Sonn- und Feiertagsruheregelung
(1)
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, welche laut Dienstplan an einem gesetzlichen Feiertag Dienst zu verrichten hätten, aber aufgrund des Einsatzes von freiwilligen Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern keine Dienstleistung verrichten, erhalten dafür das im Gesetz vorgesehene Feiertagsentgelt, das Feiertagsarbeitsentgelt wird jedoch nicht zur Anrechnung gebracht. (Die Regelung gilt nur für jene Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, welche an einem Feiertag zwar lt. Dienstplan Dienst zu verrichten hätten, diesen Dienst aber auf Grund des Einsatzes einer Freiwilligen bzw. eines Freiwilligen nicht tatsächlich erbringen.) Die generelle Dienstleistung von beruflichen Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern an einem Feiertag, die auch mit einer tatsächlichen Feiertagsdienstleistung verbunden ist, wird gemäß der gesetzlichen Regelung mit Feiertagsentgelt plus Feiertagsarbeitsentgelt abgegolten (Feiertagsentgeltregelung, § 9 Abs 1, (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008541)Arbeitsruhegesetz [ (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008541)ARG]).
(2)
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, welche auf Grund einer verminderten Arbeitsleistung bzw. eines verminderten Arbeitsbedarfes am Feiertag keine Dienstleistung verrichten, erhalten ebenfalls das Feiertagsentgelt ohne Feiertagsarbeitsentgelt.
8. Urlaub
(1)
Den Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern gebührt in jedem Dienstjahr ein Gebührenurlaub im Ausmaß der gesetzlichen Bestimmungen ( (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008376)Urlaubsgesetz [ (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008376)UrlG] BGBl. 390/1976 i.d.g.F.). Ein erstmaliger Urlaubsanspruch entsteht im ersten halben Dienstjahr entsprechend der tatsächlichen Dienstzeit im aliquoten Ausmaß. Ab dem siebenten Dienstmonat ist der vollständige Urlaubsanspruch gegeben. Das Urlaubsjahr ist identisch mit dem Kalenderjahr. Daraus ergibt sich für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, welche nach dem 30.6. eines Kalenderjahres ein Dienstverhältnis mit der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber begründen, eine Aliquotierung des Urlaubsanspruches.
(2)
Für die Berechnung des Urlaubsausmaßes können den Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern fünf Jahre Vordienstzeiten angerechnet werden, wenn diese Vordienstzeiten mindestens 6 Monate ununterbrochen gedauert haben und im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zugebracht wurden. Ansonsten gelten die Bestimmungen des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008376,NOR40028855/Urlaubsgesetz/§-3-Anrechnungsbestimmungen)§ 3 UrlG.
(3)
Bei der Berechnung des Urlaubsentgelts gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
9. Arbeitszeit
Die Arbeitszeit wird nach den Bestimmungen des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238)Arbeitszeitgesetzes geregelt. Die gesetzliche Normalarbeitszeit beträgt derzeit 40 Stunden wöchentlich.
10. Mehrdienstleistungen
(1)
Wird keine Verlängerung der Normalarbeitszeit nach (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR12113692/Arbeitszeitgesetz/§-5-Verlaengerung-der-Normalarbeitszeit-bei-Arbeitsbereitschaft)§§ 5 und (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40090335/Arbeitszeitgesetz/§-5a-Normalarbeitszeit-bei-besonderen-Erholungsmoeglichkeiten)5a AZG vorgenommen, so gelten für Mehrdienstleistungen ab der 174. Stunde die Bestimmungen des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206202/Arbeitszeitgesetz/§-10-Ueberstundenverguetung)§ 10 AZG. (Für die Berechnung des Überstundenentgeltes wird ein Hundertdreiundsiebzigstel [1/173] des Monatsentgeltes herangezogen.)
(2)
Den Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern ist jede über die vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden hinausgehende Mehrdienstleistung bzw. jede Überschreitung der festgelegten täglichen Arbeitszeit mit einem 50 %igen Zuschlag zu vergüten (innerhalb des Dienstplanes).
(3)
Mehrleistungsstunden, welche außerhalb des Dienstplanes auf Anordnung der zuständigen Vorgesetzten bzw. des zuständigen Vorgesetzten oder auf Grund der Situation (z. B. NEF-Einsatz) über die Dienstzeit hinaus angefallen sind, werden in Geld abgegolten. Es ist jedoch auch die Vereinbarung über Zeitausgleich möglich. Als Zuschlag für solche Mehrleistungsstunden gilt an Wochentagen in der Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr ein Zuschlag von 50 %, in der Nacht in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ein Zuschlag von 100 %. (Zeitausgleich wird in entsprechendem Ausmaß 1 : 1,5 oder 1 : 2 gewährt). Über ausdrücklichen Wunsch der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers oder der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers kann eine Abgeltung von Mehrleistungsstunden auch in Zeitausgleich vereinbart werden ( (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206202/Arbeitszeitgesetz/§-10-Ueberstundenverguetung)§10 AZG).
11. Dienstreisen – Reisekostenvergütung
Für Dienstreisen gebühren Tages- und/oder Nächtigungsgelder. Die Entschädigungssätze für Nächtigungen richten sich nach den jeweils gültigen Gebührensätzen für Beamte und Vertragsbedienstete des Landes Kärnten. Als Entschädigung für Tagesgebühren werden die Sätze gemäß Beschluss der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers zur Anweisung gebracht.
Thema: Löhne und Zulagen im Rettungs- und Gesundheitsdienst
A.
Gehaltstabelle für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer im Rettungs- und Sanitätsdienst (inkl. Krankentransport) an Bezirksstellen und in der Rettungsleitstelle (einschließlich Aus- und Weiterbildung sowie Katastrophenhilfsdienst und Großunfall)
| Grundbezüge | | | | | | | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VG | A.1 | A.2 | A.3 | A.4 | A.5 | | |
| GSt | a | b | a | b | | | |
| 1 | 2.201,15 | 2.471,75 | 2.471,75 | 2.751,71 | 3.005,31 | 3.085,65 | 3.541,65 |
| 2 | — | 2.500,43 | 2.500,43 | 2.780,38 | 3.033,98 | 3.160,44 | 3.616,44 |
| 3 | — | 2.529,12 | 2.529,12 | 2.809,08 | 3.062,68 | 3.207,10 | 3.663,10 |
| 4 | — | 2.557,90 | 2.557,90 | 2.837,86 | 3.091,46 | 3.254,46 | 3.710,45 |
| 5 | — | 2.586,36 | 2.586,36 | 2.866,32 | 3.119,92 | 3.304,37 | 3.760,37 |
| 6 | — | 2.705,21 | 2.733,99 | 3.013,94 | 3.261,90 | 3.355,44 | 3.811,44 |
| 7 | — | 2.734,56 | 2.802,53 | 3.082,48 | 3.330,38 | 3.408,75 | 3.864,74 |
| 8 | — | 2.765,62 | 2.842,77 | 3.122,73 | 3.370,63 | 3.461,75 | 3.917,75 |
| 9 | — | 2.797,02 | 2.882,89 | 3.162,84 | 3.410,75 | 3.539,66 | 3.995,65 |
| 10 | — | 2.828,31 | 2.923,59 | 3.203,55 | 3.451,45 | 3.623,66 | 4.079,66 |
| 11 | — | 2.859,50 | 2.966,44 | 3.246,39 | 3.494,30 | 3.791,12 | 4.247,12 |
| 12 | — | 2.890,47 | 3.010,14 | 3.290,09 | 3.537,99 | 3.907,35 | 4.363,35 |
| 13 | — | 2.949,93 | 3.055,30 | 3.335,27 | 3.583,17 | 4.023,07 | 4.479,07 |
| 14 | — | 2.981,42 | 3.100,99 | 3.380,95 | 3.628,86 | 4.138,41 | 4.594,41 |
| 15 | — | 3.013,25 | 3.146,91 | 3.426,86 | 3.674,76 | 4.254,67 | 4.710,67 |
| 16 | — | 3.046,31 | 3.194,77 | 3.474,72 | 3.722,63 | 4.370,65 | 4.826,65 |
| 17 | — | 3.080,11 | 3.245,79 | 3.525,74 | 3.773,65 | 4.487,18 | 4.943,17 |
| 18 | — | 3.114,44 | 3.296,82 | 3.576,77 | 3.824,68 | 4.602,65 | 5.058,64 |
| 19 | — | 3.150,34 | 3.403,83 | 3.683,78 | 3.931,79 | 4.719,26 | 5.175,26 |
| 20 | — | 3.185,58 | 3.455,56 | 3.735,52 | 3.983,53 | 4.834,71 | 5.290,71 |
| 21 | — | 3.221,57 | 3.509,07 | 3.789,02 | 4.037,04 | 4.950,22 | 5.406,22 |
| 22 | — | 3.257,54 | 3.562,51 | 3.842,47 | 4.090,47 | 5.065,70 | 5.521,69 |
Gehaltstabellen
(1)
Die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer erhält - auf Basis einer 40-Stunden Woche - einen Monatsbezug und Zulagen, die sich zum gleichen Wirksamkeitstermin und um das selbe Ausmaß wie im Entlohnungsschema I (Angestellte) des Kärntner Landesvertragsbedienstetengesetzes in der jeweils geltenden Fassung verändern.
(2)
Die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer rückt nach jeweils zwei Jahren in die nächsthöhere Gehaltsstufe vor.
(3)
Bei Erreichen der letzten Gehaltsstufe des jeweiligen Gehaltsschemas werden die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer ab dem nächsten Vorrückungsstichtag in das nächsthöhere Gehalt des nächsten Gehaltsschemas umgereiht.
Zulagen
(1)
Nachtdienstzulage
Allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird eine Nachtdienstzulage in der Höhe von € 4,43 pro Stunde gewährt. Diese gebührt für die Zeit zwischen 22:00 Uhr und 06:00 Uhr.
(2)
Sonntagszulage
Die Sonntagszulage gebührt grundsätzlich für die Zeit zwischen 06:00 Uhr und 22:00 Uhr. Für Arbeitszeiten am Sonntag von 00:00 Uhr bis 06:00 Uhr und von 22:00 Uhr bis 24:00 Uhr gebührt eine Sonntagszulage nur, wenn keine Nachtzulage gewährt wird.
a)
In der Blutspendezentrale (BSZ) erhalten Ärztinnen bzw. Ärzte (Ia1, K1c) und Biomedizinische Analytikerinnen bzw. Biomedizinische Analytiker (K2b) eine Sonntagszulage in der Höhe von € 8,87.
b)
Allen anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird eine Sonntagszulage in der Höhe von € 4,59 pro Stunde gewährt.
c)
Höhere Sonntagszulagen bleiben davon unberührt.
Die Zulagen werden für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
(3)
Haushaltszulage*
Allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die in einer Partnerschaft oder eheähnlichen Gemeinschaft leben und keine Kinderzulage gem. § 27b Rahmen-KV erhalten, gebührt eine Haushaltszulage in der Höhe von € 21,– pro Monat. Die Zulage wird für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt.
Das gleichzeitige Beziehen von Haushalts- und Kinderzulage ist unzulässig.
(4)
Pflegedienstzulage
Die Pflegedienstzulage in der Höhe von € 721,11 pro Monat gebührt Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegern (außerhalb des KV Abschnitt B, Ic3).
(5)
Personalzulage
Die Personalzulage gebührt nachfolgenden Stellen:
a)
Ärztinnen bzw. Ärzte in der BSZ (Ia1) in der Höhe von € 225,37 pro Monat
b)
Abteilungsleiterinnen bzw. Abteilungsleiter (Ib2), Bezirksgeschäftsleiterinnen bzw. Bezirksgeschäftsleiter (Ib2) und Qualifiziertes Fachpersonal (Ib3) in der Höhe von € 140,76 (GSt 1), € 168,88 (GSt 2 – 10) und € 225,37 (ab GSt 11) pro Monat
c)
Verwaltungspersonal mit verantwortungsvollem Wirkungsbereich (Ic1), Teamleiterinnen bzw. Teamleiter mobiler BSD – nach 10 Dienstjahren (Ic1), Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitäter im Ausbildungszentrum (Ic2) und Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen (außerhalb KV Abschnitt B, Ic3) in der Höhe von € 140,76 (GSt 1 – 6), € 168,88 (GSt 7 – 18) und € 225,37 (ab GSt. 19) pro Monat
d)
Erste-Hilfe Lehrbeauftragte im Ausbildungszentrum (Id1), Teamleiterinnen bzw. Teamleiter mobiler BSD – bis zum 10. Dienstjahr (Id2), Arbeitskräfte in der Fraktionierung in der BSZ (Id2), Büro-, Schreib- und sonstige Arbeitskräfte (Id2) und
e)
Portierinnen bzw. Portiere / Telefondienst (IIp3) in der Höhe von € 140,76 (GSt 1 – 12) und € 168,88 (ab GSt 13) pro Monat
(6)
Verwaltungsdienstzulage
Die Verwaltungsdienstzulage gebührt allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, der unter Punkt 4. (5) aufgelisteten Stellen – unabhängig von der Verwendungsgruppe und Gehaltsstufe – in der Höhe von € 220,12 pro Monat.
(7)
Funktionszulage
Eine Funktionszulage gebührt nachfolgenden Stellen:
a)
Abteilungsleiterinnen bzw. Abteilungsleiter (Ib2) und Bezirksgeschäftsleiterinnen bzw. Bezirksgeschäftsleiter (Ib2) in der Höhe von € 704,59 pro Monat
b)
Leitende biomedizinische Analytikerin bzw. leitender biomedizinischer Analytiker in der BSZ (K2b) in der Höhe von € 232,23
c)
Teamleiterinnen bzw. Teamleiter im mobilen BSD bis zum 10. Dienstjahr (Id2) in der Höhe von € 161,49 pro Monat und nach dem 10 Dienstjahren (Ic1) in der Höhe von € 167,08 pro Monat.
(8)
Quantitative Zulage
Nachfolgenden Stellen in Führungspositionen an den BezSt (im Besonderen im Rettungsdienst) und in der RLS gebührt eine quantitative Zulage:
a)
Bezirksgeschäftsleiterinnen bzw. Bezirksgeschäftsleiter (Ib2)
b)
Leiterinnen bzw. Leiter Rettungsleitstelle (A.5)
c)
Dienstführerinnen bzw. Dienstführer (A.4)
Die Höhe der Zulage pro Monat richtet sich nach der Größe der jeweiligen Bezirks- bzw. Dienststelle:
Gruppe 1: BezSt Klagenfurt in der Höhe von € 309,63
Gruppe 2: BezSt Villach und Spittal in der Höhe von € 258,03
Gruppe 3: BezSt St. Veit, Wolfsberg und Völkermarkt in der Höhe von € 206,42
Gruppe 4: BezSt Hermagor, Feldkirchen und RLS in der Höhe von € 154,83
Die Zulagen werden für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt!
(9)
Infektions-, Erschwernis- und Gefahrenzulage (IEG-Zulage) im Rettungs- & Krankentransport
Die IEG-Zulage gebührt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in nachfolgenden Stellen im Rettungs- und Krankentransport in der Höhe von € 197,31 pro Monat, da diese fortwährend unter besonders gesundheitsgefährdenden und oftmals unter besonders schwierigen Bedingungen ihren Dienst zu verrichten haben:
a)
Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter mit NKV (A.3a), Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter am NEF (A.3a), Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter (A.3a)
b)
Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter im qualifizierten Rettungstransport (A.2b), Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter Basic (A.2b)
Die Zulage wird nicht für die Sonderzahlungen berücksichtigt!
Diese Zulage gebührt nicht Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter als Aushilfskräfte (A.2a), da diese der oben beschriebenen Belastung nicht in diesem Ausmaß fortwährend ausgesetzt sind.
(10)
Qualitative Zulage im Rettungsdienst und in der Rettungsleitstelle
Nachfolgende qualitative Zulagen werden nachfolgenden Stellen bzw. Funktionen zuerkannt:
a)
SEW- & RTW-Einsatzzulage
Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter, die im qualitativen Rettungstransport am Einsatzmittel SEW und RTW tätig sind (A.2b), gebührt eine SEW- & RTW-Einsatzzulage in der Höhe von € 82,64 pro Monat.
b)
Notfallkompetenz-Venenzugang-Zulage (NKV-Zulage)
Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter mit NKV, die überwiegend am Einsatzmittel SEW ORSt tätig sind (A.3a) gebührt eine NKV-Zulage in der Höhe von € 77,48 pro Monat.
Weiters gebührt diese Zulage den an den Bezirken eingesetzten Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitätern für Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitätern mit Notfallkompetenz Venenzugang (A.3a).
c)
Disponenten–Zulage (Dispo-Zulage)
Disponentinnen bzw. Disponenten (A.3b) und Schichtführerinnen bzw. Schichtführer (A.3b) in der RLS gebührt eine Dispo-Zulage in der Höhe von € 77,48 pro Monat.
(11)
Lehrsanitäter-Zulage (LS-Zulage)
a)
Allen Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitätern im Ausbildungszentrum (Ic2) gebührt eine LS-Zulage in der Höhe von € 443,28 pro Monat.
b)
Als Ausgleich für einen möglichen Verdienstentgang wird für Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitäter der Bezirke (A.2b und. A.3a) im Rahmen der Abhaltung von Kursen für Rettungs- und Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter eine LS-Zulage in der Höhe von € 14,77 pro Unterrichtstag (mind. 8 Stunden) gewährt.
(12)
Erschwerniszulage im Blutspendebereich
Die Erschwerniszulage gebührt nachfolgenden Stellen pro Monat:
a)
Fachärztinnen bzw. Fachärzte (K1c) in der Höhe von € 399,17
b)
Ärztinnen bzw. Ärzte (Ia1) in der Höhe von € 344,28
c)
Leitende biomedizinische Analytikerinnen bzw. leitende biomedizinische Analytiker (K2b), Biomedizinische Analytikerinnen bzw. Biomedizinische Analytiker (K2b) und Arbeitskräfte in der Fraktionierung (Id2) in der Höhe von € 214,53
Die Zulagen werden für die Sonderzahlungen nicht berücksichtigt!
(13)
Mehrleistungs- und Vertretungszulage im Blutspendebereich
Fachärztinnen bzw. Fachärzte (K1c) gebührt eine
a)
Mehrleistungszulage in der Höhe von € 464,54 und eine
b)
Vertretungszulage in der Höhe von € 624,84 pro Monat.
Die Zulagen werden nicht für die Sonderzahlungen berücksichtigt!
D.
Gehaltstabelle für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer in allgemeiner Verwendung und im Verwaltungsdienst (einschließlich Jugendorganisation sowie Ausbildungszentrum)
| | Grundbezüge | | | | | | | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VG | IIp3 | IIp2 | Id1 / Id2 | Ic1 / Ic2 | Ic3 | Ib2 / Ib3 | K1b | IL1 |
| GSt | | | | | | | | |
| 1 | 2.208,85 | 2.273,81 | 2.201,15 | 2.265,69 | 2.505,19 | 2.476,18 | 3.909,93 | 3.252,80 |
| 2 | 2.237,64 | 2.310,96 | 2.229,82 | 2.302,66 | 2.545,56 | 2.522,84 | 3.977,85 | 3.350,57 |
| 3 | 2.266,19 | 2.348,23 | 2.258,52 | 2.339,55 | 2.585,82 | 2.569,50 | 4.046,13 | 3.449,25 |
| 4 | 2.295,21 | 2.387,17 | 2.287,30 | 2.377,27 | 2.625,77 | 2.616,86 | 4.114,04 | 3.559,46 |
| 5 | 2.324,05 | 2.427,96 | 2.315,76 | 2.417,50 | 2.666,17 | 2.666,77 | 4.182,20 | 3.797,34 |
| 6 | 2.353,06 | 2.468,23 | 2.344,33 | 2.457,74 | 2.706,42 | 2.717,84 | 4.297,71 | 4.047,04 |
| 7 | 2.382,71 | 2.509,21 | 2.373,68 | 2.498,09 | 2.746,77 | 2.771,15 | 4.414,31 | 4.297,06 |
| 8 | 2.414,21 | 2.549,69 | 2.404,74 | 2.538,34 | 2.787,00 | 2.824,15 | 4.642,00 | 4.538,32 |
| 9 | 2.445,76 | 2.590,12 | 2.436,14 | 2.578,46 | 2.827,14 | 2.902,06 | 4.757,67 | 4.787,97 |
| 10 | 2.477,26 | 2.631,35 | 2.467,43 | 2.619,16 | 2.867,84 | 2.986,06 | 4.873,47 | 5.044,43 |
| 11 | 2.508,79 | 2.675,08 | 2.498,62 | 2.662,01 | 2.914,41 | 3.097,04 | 4.988,95 | 5.271,41 |
| 12 | 2.540,16 | 2.719,12 | 2.529,59 | 2.705,71 | 2.962,32 | 3.213,27 | 5.105,21 | 5.519,69 |
| 13 | 2.571,24 | 2.765,37 | 2.560,92 | 2.750,88 | 3.011,77 | 3.328,99 | 5.221,31 | 5.767,73 |
| 14 | 2.602,89 | 2.811,83 | 2.592,42 | 2.796,57 | 3.061,85 | 3.444,33 | 5.337,07 | 6.018,65 |
| 15 | 2.635,16 | 2.857,85 | 2.624,24 | 2.842,48 | 3.112,15 | 3.560,59 | 5.488,67 | 6.268,79 |
| 16 | 2.668,64 | 2.908,13 | 2.657,30 | 2.890,34 | 3.162,80 | 3.676,57 | 5.639,93 | 6.512,22 |
| 17 | 2.703,10 | 2.959,05 | 2.691,10 | 2.941,36 | 3.213,82 | 3.793,09 | 5.791,58 | 6.829,06 |
| 18 | 2.737,99 | 3.010,44 | 2.725,44 | 2.992,39 | 3.264,85 | 3.908,56 | 5.944,47 | 6.829,06 |
| 19 | 2.774,11 | 3.061,92 | 2.761,33 | 3.043,02 | 3.315,49 | 4.025,18 | 6.097,76 | 7.303,77 |
| 20 | 2.809,66 | 3.114,96 | 2.796,57 | 3.094,75 | 3.367,21 | 4.140,63 | 6.306,22 | — |
| 21 | 2.845,53 | 3.168,98 | 2.832,56 | 3.148,26 | 3.420,73 | 4.256,14 | 6.459,77 | — |
| 22 | 2.882,34 | 3.222,94 | 2.868,54 | 3.201,70 | 3.474,16 | 4.371,61 | 6.613,04 | — |
| 23 | — | — | — | — | — | — | 6.766,56 | — |
| 24 | — | — | — | — | — | — | 6.920,04 | — |
C.
Gehaltstabelle für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer im Blutspendebereich
| | Grundbezüge | | | | | | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VG | Id2 | Ic1 | Ic3 | Ib2 | Ia1 | K2b | K1c |
| GSt | | | | | | | |
| 1 | 2.201,15 | 2.265,69 | 2.505,19 | 2.476,18 | 2.992,39 | 3.396,48 | 5.054,00 |
| 2 | 2.229,82 | 2.302,66 | 2.545,56 | 2.522,84 | 3.056,66 | 3.450,99 | 5.122,04 |
| 3 | 2.258,52 | 2.339,55 | 2.585,82 | 2.569,50 | 3.123,49 | 3.505,64 | 5.190,07 |
| 4 | 2.287,30 | 2.377,27 | 2.625,77 | 2.616,86 | 3.191,66 | 3.615,46 | 5.305,69 |
| 5 | 2.315,76 | 2.417,50 | 2.666,17 | 2.666,77 | 3.259,83 | 3.673,94 | 5.422,28 |
| 6 | 2.344,33 | 2.457,74 | 2.706,42 | 2.717,84 | 3.327,86 | 3.733,55 | 5.649,85 |
| 7 | 2.373,68 | 2.498,09 | 2.746,77 | 2.771,15 | 3.443,34 | 3.795,82 | 5.765,61 |
| 8 | 2.404,74 | 2.538,34 | 2.787,00 | 2.824,15 | 3.560,18 | 3.857,70 | 5.882,57 |
| 9 | 2.436,14 | 2.578,46 | 2.827,14 | 2.902,06 | 3.676,32 | 3.945,10 | 5.999,19 |
| 10 | 2.467,43 | 2.619,16 | 2.867,84 | 2.986,06 | 3.791,93 | 4.033,17 | 6.116,31 |
| 11 | 2.498,62 | 2.662,01 | 2.914,41 | 3.097,04 | 3.907,91 | 4.149,05 | 6.233,93 |
| 12 | 2.529,59 | 2.705,71 | 2.962,32 | 3.213,27 | 4.023,24 | 4.265,15 | 6.350,80 |
| 13 | 2.560,92 | 2.750,88 | 3.011,77 | 3.328,99 | 4.139,51 | 4.381,16 | 6.503,83 |
| 14 | 2.592,42 | 2.796,57 | 3.061,85 | 3.444,33 | 4.255,64 | 4.496,37 | 6.656,45 |
| 15 | 2.624,24 | 2.842,48 | 3.112,15 | 3.560,59 | 4.371,40 | 4.612,40 | 6.809,48 |
| 16 | 2.657,30 | 2.890,34 | 3.162,80 | 3.676,57 | 4.522,88 | 4.782,33 | 6.962,37 |
| 17 | 2.691,10 | 2.941,36 | 3.213,82 | 3.793,09 | 4.674,17 | 4.898,73 | 7.115,64 |
| 18 | 2.725,44 | 2.992,39 | 3.264,85 | 3.908,56 | 4.825,55 | 5.014,32 | 7.324,37 |
| 19 | 2.761,33 | 3.043,02 | 3.315,49 | 4.025,18 | 4.977,04 | 5.130,68 | 7.477,80 |
| 20 | 2.796,57 | 3.094,75 | 3.367,21 | 4.140,63 | 5.128,94 | 5.246,29 | 7.631,13 |
| 21 | 2.832,56 | 3.148,26 | 3.420,73 | 4.256,14 | 5.280,81 | 5.361,91 | 7.784,57 |
| 22 | 2.868,54 | 3.201,70 | 3.474,16 | 4.371,61 | 5.432,70 | 5.477,66 | 7.938,08 |
| 23 | — | — | — | — | — | 5.593,24 | 8.091,60 |
| 24 | — | — | — | — | — | 5.708,84 | 8.244,87 |
28
Sonderzahlungen
(1)
Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten einmal pro Kalenderjahr ein 13. und ein 14. Monatsentgelt (Weihnachtsremuneration und Urlaubszuschuss). Die Berechnungsgrundlage für die Sonderzahlungen ist das durchschnittliche Entgelt der letzten voll gearbeiteten 13 Wochen bzw 3 Monate. Den während des Kalenderjahres ein- oder austretenden Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmern gebührt der aliquote Anteil. Bereits ausbezahlte Sonderzahlungen sind von der Arbeitnehmerin bzw vom Arbeitnehmer nicht zurückzuzahlen, können aber mit offenen Forderungen aus Sonderzahlungen und der Rückzahlung von Gehaltsvorschüssen gegenverrechnet werden.
Sofern aufgrund einer Betriebsvereinbarung frühere Auszahlungstermine als die in Abs 2 angeführten Termine für die Sonderzahlungen festgelegt wurden, können offene Forderungen auf Rückforderung bereits ausbezahlter Sonderzahlungen darüber hinaus auch mit offenen Entgeltforderungen der Arbeitnehmerin bzw des Arbeitnehmers gegenverrechnet werden.
(2)
Als Auszahlungstermine gelten der 31. Mai bzw der 30. November eines jeden Kalenderjahres als vereinbart. Abweichend von Satz 1 können über Betriebsvereinbarung quartalsweise Auszahlungstermine vereinbart werden.
(3)
Zeiten des Arbeitsverhältnisses ohne Entgeltanspruch vermindern nicht den Anspruch auf Sonderzahlungen. Ausgenommen sind die gesetzlich angeführten Fälle, wie zum Beispiel (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008464,NOR40262511/Mutterschutzgesetz-1979/§-14-Weiterzahlung-des-Arbeitsentgelts)§ 14 und (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008464,NOR40255811/Mutterschutzgesetz-1979/§-15-Anspruch-auf-Karenz)§ 15 Abs 2 des MSchG, (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008788,NOR12115418/Arbeitsplatz-Sicherungsgesetz-1991/§-10-Sonstige-Bezuege)§ 10 Arbeitsplatzsicherungsgesetz, (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008329,NOR12097094/Arbeitsverfassungsgesetz/§-119-Erweiterte-Bildungsfreistellung)§ 119 Abs 3 ArbVG, (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008872,NOR40272333/Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz/§-11-Bildungskarenz)§ 11 AVRAG. Wird auf Wunsch der Arbeitnehmerin bzw des Arbeitnehmers eine unbezahlte Dienstfreistellung („unbezahlter Urlaub“) vereinbart, besteht für die Dauer dieser Dienstfreistellung kein Anspruch auf Sonderzahlung.
27b
Kinderzulage
(1)
Jede Arbeitnehmerin bzw Arbeitnehmer erhält für jedes Kind, für das vom Finanzamt nachweislich Familienbeihilfe bezogen wird und das im gemeinsamen Haushalt mit der Arbeitnehmerin bzw dem Arbeitnehmer lebt, eine Kinderzulage in der Höhe von EUR 30,00 monatlich.
(2)
Der Bezug der Kinderzulage ist unabhängig davon, ob die Ehegattin bzw der Ehegatte oder die Lebensgefährtin bzw der Lebensgefährte der Arbeitnehmerin bzw des Arbeitnehmers eine Kinderzulage bezieht bzw bezogen hat. Sofern das Kind aus verschiedenen Gründen (zB: Scheidung) nicht im gemeinsamen Haushalt lebt, steht der Arbeitnehmerin bzw dem Arbeitnehmer auch dann die Kinderzulage zu, wenn sie bzw er nachweislich verpflichtet ist, für das Kind Unterhalt zu leisten.
(3)
Die dem Zweck der Familienförderung gewidmeten, unter anderem Titel wie etwa Haushalts- oder Familienzulagen geleisteten Zahlungen sind auf die Kinderzulage nach dieser Bestimmung anzurechnen.* Günstigere Regelungen werden nicht geschmälert.
Thema: Einstufung und Tätigkeitsbeschreibungen
Verwendungsgruppenschema
(1)
Jede Arbeitnehmerin bzw. jeder Arbeitnehmer wird nach der Art der tatsächlichen und überwiegenden Arbeitsverwendung und Qualifikation in eine der Verwendungsgruppen (VG) eingereiht.
(2)
Erfolgt eine Umstufung, aufgrund einer geänderten Dienstverwendung, in eine andere (höhere bzw. niedrigere) Verwendungsgruppe, so bleibt die Gehaltsstufe (GSt), sofern die Einstufung gemäß tatsächlich geleisteten Dienstjahren (inkl. angerechneter Dienstjahre) vorgenommen wurde, unberührt und erfolgt linear.
A.
Verwendungsgruppen für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer des Rettungs- und Sanitätsdienstes (inkl. Krankentransportdienst) an Bezirksstellen und der Rettungsleitstelle (einschließlich Aus- und Weiterbildung sowie Katastrophenhilfsdienst und Großunfall)
A.1
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer in Ausbildung:
z. B. Rettungssanitäterinnen bzw. Rettungssanitäter (RS) in Ausbildung
A.2
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die einfache, nicht schematische oder mechanische Arbeiten, nach gegebenen Richtlinien und Arbeitsanweisungen verrichten:
A.2a:
z. B. RS als Aushilfskräfte*, Call-Center Agent
A.2b:
z. B. RS und/oder Einsatzfahrerinnen bzw. Einsatzfahrer (SEF) im Kranken-, Ambulanz- und Behindertentransport sowie in der sanitätsdienstlichen Betreuung von Veranstaltungen – Einsatzmittel Krankentransportwagen (KTW), Behindertentransportwagen (BTW), Behelfskrankentransportwagen (BKTW) - (RS Basic), RS und SEF im Rettungstransport (RT) – Einsatzmittel Rettungstransportwagen (RTW), Sanitätseinsatzwagen (SEW) - (RS qual. RT), Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte (EH-LB), Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitäter (LS) für RS, Calltaker in Ausbildung, Schnelleinsatzgruppen- ( (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/20003398)SEG) Kommandanteninnen bzw. Kommandanten, Katastrophen- (KAT) Kommandanteninnen bzw. KAT-Kommandanten
A.3
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die nach allgemeinen Richtlinien und Weisungen die Arbeit im Rahmen des erteilten Auftrages selbständig erledigen:
A.3a:
z. B. Notfallsanitäterinnen bzw. Notfallsanitäter (NFS) und SEF im RT – Einsatzmittel RTW an Bezirksstellen (BezSt), NFS und SEF am Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) – Einsatzmittel NEF, NFS mit Notfallkompetenz Venenzugang (NKV) und SEF – Einsatzmittel SEW an Ortsrettungsstellen (ORSt), LS für NFS, LS für NFS mit NKV, Bezirksschulungsbeauftragte, Bezirkseinsatzleiterinnen bzw. Bezirkseinsatzleiter, Bezirksrettungskommandanteninnen bzw. Bezirksrettungskommandanten, Bereichsrettungskommandanteninnen bzw. Bereichsrettungskommandanten
A.3b:
z. B. Calltaker, Disponentinnen bzw. Disponenten, Schichtführerinnen bzw. Schichtführer
A.4
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die Arbeiten (z. B. Führungsverantwortung, wirtschaftliche Verantwortung) selbständig ausführen, wozu besondere Fachkenntnisse und praktische Erfahrung notwendig sind:
z. B. Dienstführerinnen bzw. Dienstführer
A.5
Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, die schwierige Arbeiten verantwortlich selbständig ausführen, wozu besondere Fachkenntnisse und praktische Erfahrung notwendig und die regelmäßig mit der Führung, Unterweisung und Beaufsichtigung von Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer beauftragt sind:
z. B. Leiterin bzw. Leiter Rettungsleitstelle (RLS)
B.
Verwendungsgruppen für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer der Gesundheits- und Sozialen Dienste
Wird im KV Abschnitt B geregelt.
C.
Verwendungsgruppen für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer im Bereich Blutspende
Id2
Teamleiterinnen bzw. Teamleiter mobiler Blutspendedienst (BSD) - bis zum 10. Dienstjahr, Arbeitskräfte in der Fraktionierung
Ic1
Teamleiterinnen bzw. Teamleiter mobiler Blutspendedienst (nach 10 Dienstjahren)
Ic3
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger (außerhalb KV Abschnitt B)
Ib2
Abteilungsleiterin bzw. Abteilungsleiter mobiler Blutspendedienst
Ia1
Ärztinnen bzw. Ärzte
K2b
Biomedizinische Analytikerinnen bzw. Biomedizinische Analytiker, Leitende biomedizinische Analytikerinnen bzw. leitende biomedizinische Analytiker
K1c
Fachärztinnen bzw. Fachärzte
D.
Verwendungsgruppen für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer in allgemeiner Verwendung und im Verwaltungsdienst (einschließlich Jugendorganisation und Ausbildungszentrum)
IIp3
Portierinnen bzw. Portiere / Telefondienst
IIp2
Reinigungskräfte
Id1
Erste Hilfe Lehrbeauftragte im Ausbildungszentrum
Id2
Büro-, Schreib- und sonstige Arbeitskräfte
Ic1
Verwaltungspersonal mit verantwortungsvollem Wirkungsbereich
Ic2
Lehrsanitäterinnen bzw. Lehrsanitäter im Ausbildungszentrum
Ic3
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger (außerhalb KV Abschnitt B)
Ib3
Qualifiziertes Fachpersonal
Ib2
Bezirksgeschäftsleiterinnen bzw. Bezirksgeschäftsleiter, Abteilungsleiterinnen bzw. Abteilungsleiter
K1b
Sonstiges nicht medizinisches akademisches Personal
IL1
Leiterin bzw. Leiter Jugendorganisation
A.
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer des Rettungs- und Sanitätsdienstes (inkl Krankentransportdienst) einschl. Katastrophenhilfsdienst (KAT):
Verwendungsgruppe A.1.:
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer in Ausbildung.
Ausbildungsvoraussetzungen:
Erstehilfekurs, Sichere Einsatzfahrerin bzw Sicherer Einsatzfahrer.
Verwendungsgruppe A.2.:
Rettungssanitäterinnen bzw Rettungssanitäter, die auch als Sanitätseinsatzfahrerinnen bzw Sanitätseinsatzfahrer Verwendung finden können
Ausbildungsvoraussetzungen:
wie A.1, sowie gesetzliche Rettungssanitäterausbildung
Verwendungsgruppe A.3.:
–
Notfallsanitäterinnen bzw Notfallsanitäter
–
Leitstellendisponentinnen bzw Leitstellendisponenten von Bezirks- und Bereichsleitstellen
–
Sachbearbeiterinnen bzw Sachbearbeiter im Rettungs- und Sanitätsdienst (inkl Krankentransportdienst) sowie Katastrophenhilfsdienst mit entsprechender Zusatzausbildung (zB Beauftragte bzw Beauftragter gemäß Medizinproduktegesetz, Hygienebeauftragte bzw Hygienebeauftragter, Praxisanleiterin bzw Praxisanleiter).
Ausbildungsvoraussetzungen:
wie A2 sowie jeweils erforderliche fachspezifische Ausbildungen, zB Leitstellenkurs nach den Richtlinien der Arbeitgeberin bzw des Arbeitgebers, Notfallsanitäterinnenausbildung bzw Notfallsanitäterausbildung
Verwendungsgruppe A.4.:
–
Leiterinnen bzw Leiter von Bereichsleitstellen
–
Dienstführerinnen bzw Dienstführer
–
Sachbearbeiterinnen bzw Sachbearbeiter mit hoher Eigenverantwortung (Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer, die selbständige und eigenverantwortliche Tätigkeiten, zu denen besondere Fachkenntnisse und praktische Fähigkeiten notwendig sind, ausführen und weisungsberechtigt sind, zB bezirksübergreifende Sachbearbeiterinnen- bzw Sachbearbeitertätigkeiten).
Ausbildungsvoraussetzungen:
Leitstellenleiterinnen bzw Leitstellenleiter: Einschlägige Führungskräfteausbildung nach den Richtlinien der Arbeitgeberin bzw des Arbeitgebers oder gleichwertige Ausbildung.
B.
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer der Gesundheits- und Sozialen Dienste
Verwendungsgruppe B.1/a.:
Hilfskräfte zB Reinigungsdienste im extramuralen Bereich, Essenszustelldienste
Ausbildungsvoraussetzungen:
Einschlägige interne.
Verwendungsgruppe B. 1/b.:
Heimhelferinnen bzw Heimhelfer mit einschlägiger interner oder gesetzlicher Ausbildung,
Kindergartenassistentinnen bzw Kindergartenassistenten
Alltagsbetreuerinnen bzw Alltagsbetreuer
Ausbildungsvoraussetzungen:
Einschlägige interne oder gesetzliche.
Verwendungsgruppe B.2/a.:
Pflegeassistentinnen bzw Pflegeassistenten und vergleichbare, Mindestausbildungsdauer bis 1.600 Stunden
Ausbildungsvoraussetzungen:
Einschlägige gesetzliche.
Verwendungsgruppe B.2/b.:
Altenfachbetreuerinnen bzw Altenfachbetreuer, Fachsozialbetreuerinnen bzw Fachsozialbetreuer und vergleichbare mit mehr als 1.600 Stunden Mindestausbildungsdauer
Ausbildungsvoraussetzungen:
Einschlägige interne oder gesetzliche.
Verwendungsgruppe B.3.:
Gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege:
–
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger, diplomierte Sozialbetreuerinnen bzw Sozialbetreuer
Kindergartenpädagoginnen bzw Kindergartenpädagogen
Ausbildungsvoraussetzungen:
Gesetzliche.
Verwendungsgruppe B.4.:
Diplomierte Sozialarbeiterinnen bzw Sozialarbeiter, Gehobener medizinisch-technischer Dienst, zB:
–
Diplomierte Ergotherapeutinnen bzw Ergotherapeuten,
–
Diplomierte Physiotherapeutinnen bzw Physiotherapeuten und ähnliche,
Leitendes Diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal (zB Stützpunktpflegerin bzw Stützpunktpfleger, Sprengelpflegerin bzw Sprengelpfleger), das überwiegend mit Leitungsaufgaben betraut ist.
Ausbildungsvoraussetzungen:
Gesetzliche.
Verwendungsgruppe B5:
Bezirkspflegedienstleiterinnen bzw Bezirkspflegedienstleiter (bei mindestens 3 nachgeordneten Stützpunkten u./od. mit mindestens 10 Mitarbeiterinnen bzw Mitarbeitern in Vollzeitäquivalenten).
Verwendungsgruppe B6:
Landespflegedienstleiterinnen bzw Landespflegedienstleiter
C.
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer im Blutspendedienst
Verwendungsgruppe C.1./a:
Hilfsdienste, Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer in Ausbildung.
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer, die einfache Tätigkeiten, für die keine spezifische Ausbildung erforderlich ist, ausführen.
Verwendungsgruppe C.1./b:
Rettungssanitäterinnen bzw Rettungssanitäter, ausgebildete Kraftfahrerinnen bzw Kraftfahrer, Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer mit abgeschlossener Ausbildung (Labor-, Ordinations- oder Desinfektionsgehilfinnen bzw -gehilfen)
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer, die Tätigkeiten anhand spezieller bzw gesetzlicher Kursausbildung selbständig, mit eingeschränktem Wirkungsbereich, ausführen.
Verwendungsgruppe C.2.:
Diplomierte medizinisch-technische Fachkräfte (MTF).
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer mit mehrjähriger gesetzlicher Ausbildung, die verantwortliche Tätigkeiten nach allgemeinen Richtlinien oder Weisungen selbständig und eigenverantwortlich ausführen.
Verwendungsgruppe C.3.:
Diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal.
Verwendungsgruppe C.4.:
Diplomierte medizinisch-technische Analytikerinnen bzw Analytiker (MTA), leitendes Gesundheits- u. Krankenpflegepersonal (Oberpflegerinnen bzw -pfleger).
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer, die aufgrund mehrjähriger gesetzlicher Ausbildung selbständig und eigenverantwortlich Tätigkeiten, zu denen besondere Fachkenntnisse und Erfahrungen erforderlich sind, ausführen und weisungsberechtigt sind.
Verwendungsgruppe C.5.:
Leitende Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer im gehobenen medizinisch-technischen Dienst (Leitende MTA), Oberpflegerin bzw Oberpfleger bei besonders großem Verantwortungsbereich.
Verwendungsgruppe C.6.:
Ärztinnen bzw Ärzte, Mikrobiologinnen bzw Mikrobiologen.
Mitarbeiterinnen bzw Mitarbeiter mit akademischer Ausbildung und leitenden oder ausbildungsspezifischen Funktionen.
D.
Allgemein - insbesondere Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer im Büro und Verwaltungsdienst einschließlich Jugendorganisationen sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Verwendungsgruppe D.1.:
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer, die einfache (Hilfs-)tätigkeiten, für die keine spezifische Ausbildung erforderlich ist, ausführen.
(zB Bürohilfsdienst, Reinigungsarbeiten, Essensausgabe, Küchenarbeiten, Lagerarbeiten, Stubenpersonal, Ferialpraktikantinnen bzw Ferialpraktikanten)
Verwendungsgruppe D.2.:
Telefonistinnen bzw Telefonisten, Rezeptionistinnen bzw Rezeptionisten, Materialverwalterinnen bzw Materialverwalter
Ausbildung: einschlägige abgeschlossene Lehr- oder Schulausbildung oder entsprechend gleichwertige praktische Ausbildung
Verwendungsgruppe D.3.:
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer in der Buchhaltung, Sicherheitsfachkraft, Sachbearbeiterinnen bzw Sachbearbeiter, Servicetelefon
(Sachbearbeiterinnen bzw Sachbearbeiter: zB Schulungsbeauftragte bzw Schulungsbeauftragter, Fuhrparkkoordinatorin bzw Fuhrparkkoordinator, gehobene Sekretariatsaufgaben, EDV-Administratorin bzw EDV-Administrator, Ein- und Verkäuferin bzw Ein- und Verkäufer, Mitgliederverwaltung, Abrechnerin bzw Abrechner im Rettungs- und Sanitätsdienst (inkl Krankentransportdienst), Haustechnikerin bzw Haustechniker, Garagen- und Werkstattmeisterin bzw Garagen- und Werkstattmeister)
Verwendungsgruppe D.4.:
Lohn- und Gehaltsverrechnerinnen bzw Lohn- und Gehaltsverrechner, Buchhalterinnen bzw Buchhalter mit Buchhalterprüfung, Hausingenieurinnen bzw Hausingenieure (HTL), Operatorin bzw Operator, Bezirkssekretärin bzw Bezirkssekretär, Garagenmeisterin bzw Garagenmeister mit Meisterprüfung (Kfz-Bereich)
Verwendungsgruppe D.5.:
Bilanzbuchhalterinnen bzw Bilanzbuchhalter, Leiterin bzw Leiter Controlling, Leiterin bzw Leiter von Bezirksstellen, Referatsleiterin bzw Referatsleiter von Landesorganisationen
(Angestellte, die schwierige Arbeiten verantwortlich selbständig ausführen, wozu besondere Fachkenntnisse und praktische Erfahrung notwendig und die regelmäßig mit der Führung, Unterweisung und Beaufsichtigung von Mitarbeiterinnen bzw Mitarbeitern beauftragt sind.)
Verwendungsgruppe D.6.:
Abteilungsleiterinnen bzw Abteilungsleiter von Landesorganisationen, Geschäftsleiterinnen bzw Geschäftsleiter eines Leitstellen- oder Verwaltungsverbundes
(Angestellte, die Arbeiten erledigen, die besonders verantwortungsvoll sind, selbständig ausgeführt werden müssen, wozu umfangreiche, überdurchschnittliche Berufskenntnisse und mehrjährige praktische Erfahrung erforderlich sind, und die mit der regelmäßigen und dauernden verantwortlichen Führung, Unterweisung und Beaufsichtigung von Angestelltengruppen und der Dienstmannschaft beauftragt sind.)
Verwendungsgruppe D.7.:
Mitglieder der Geschäftsleitung
45
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer in der mobilen, teilstationären und stationären Pflege und Betreuung
§ 27 entfällt.
Verwendungsgruppe 1.:
Hilfskräfte, zB Reinigungsdienste im extramuralen Bereich
Verwendungsgruppe 2.:
Besuchsdienste
Verwendungsgruppe 3.:
Abteilungshilfe im stationären Bereich
Verwendungsgruppe 4.:
Heimhilfe
Alltagsbetreuung
Alltagsbegleitung
Verwendungsgruppe 5:
Pflegeassistenz
Verwendungsgruppe 6.:
Fachsozialbetreuerinnen bzw Fachsozialbetreuer, Pflegefachassistenz
Verwendungsgruppe 7.:
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger, diplomierte Sozialbetreuerinnen bzw Sozialbetreuer
Verwendungsgruppe 8.:
Sozialarbeiterinnen bzw Sozialarbeiter in mobiler, teilstationärer und stationärer Pflege, Gehobener medizinisch-technischer Dienst:
–
Diplomierte Ergotherapeutinnen bzw Ergotherapeuten,
–
Diplomierte Physiotherapeutinnen bzw Physiotherapeuten
Thema: Arbeitszeit und Überstunden
Arbeitszeit
Die Arbeitszeit wird nach den Bestimmungen des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238)Arbeitszeitgesetzes geregelt. Die gesetzliche Normalarbeitszeit beträgt derzeit 40 Stunden wöchentlich.
Mehrdienstleistungen
(1)
Wird keine Verlängerung der Normalarbeitszeit nach (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR12113692/Arbeitszeitgesetz/§-5-Verlaengerung-der-Normalarbeitszeit-bei-Arbeitsbereitschaft)§§ 5 und (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40090335/Arbeitszeitgesetz/§-5a-Normalarbeitszeit-bei-besonderen-Erholungsmoeglichkeiten)5a AZG vorgenommen, so gelten für Mehrdienstleistungen ab der 174. Stunde die Bestimmungen des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206202/Arbeitszeitgesetz/§-10-Ueberstundenverguetung)§ 10 AZG. (Für die Berechnung des Überstundenentgeltes wird ein Hundertdreiundsiebzigstel [1/173] des Monatsentgeltes herangezogen.)
(2)
Den Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmern ist jede über die vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit von 40 Stunden hinausgehende Mehrdienstleistung bzw. jede Überschreitung der festgelegten täglichen Arbeitszeit mit einem 50 %igen Zuschlag zu vergüten (innerhalb des Dienstplanes).
(3)
Mehrleistungsstunden, welche außerhalb des Dienstplanes auf Anordnung der zuständigen Vorgesetzten bzw. des zuständigen Vorgesetzten oder auf Grund der Situation (z. B. NEF-Einsatz) über die Dienstzeit hinaus angefallen sind, werden in Geld abgegolten. Es ist jedoch auch die Vereinbarung über Zeitausgleich möglich. Als Zuschlag für solche Mehrleistungsstunden gilt an Wochentagen in der Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr ein Zuschlag von 50 %, in der Nacht in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ein Zuschlag von 100 %. (Zeitausgleich wird in entsprechendem Ausmaß 1 : 1,5 oder 1 : 2 gewährt). Über ausdrücklichen Wunsch der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers oder der Arbeitnehmerin bzw. des Arbeitnehmers kann eine Abgeltung von Mehrleistungsstunden auch in Zeitausgleich vereinbart werden ( (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206202/Arbeitszeitgesetz/§-10-Ueberstundenverguetung)§10 AZG).
Pausenregelungen
(1)
Abweichend von der Regelung des Arbeitszeitgesetztes ( (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238)AZG) sind in der täglichen Normalarbeitszeit von grundsätzlich 8 Stunden von der Arbeitgeberin bzw. vom Arbeitgeber bezahlte Pausen von je 30 Minuten pro Arbeitstag enthalten. Dies gilt auch für Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer, deren tägliche Arbeitszeit weniger als acht Stunden, jedoch mehr als sechs Stunden beträgt.
(2)
Umfasst die tägliche Arbeitszeit jedoch nicht mehr als sechs Stunden, ist keine Ruhepause, und somit auch keine bezahlte Pause, vorgesehen. Jedoch wird festgehalten, dass es jeder Arbeitnehmerin bzw. jedem Arbeitnehmer möglich ist, in der Arbeitszeit eine kurze Kaffee- oder Jausenpause zu machen.
(3)
Bei geteilten Diensten ist keine bezahlte Pause vorgesehen, auch wenn die gesamte Arbeitszeit mehr als sechs Stunden umfasst.
16
Ruhezeit
(1)
Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben grundsätzlich Anspruch auf eine ununterbrochene, 11 Stunden tägliche und 36 Stunden wöchentliche, zusammenhängende Ruhezeit.
(2)
Aufgrund der Ermächtigung des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206203/Arbeitszeitgesetz/§-12-Ruhezeiten)§ 12 Abs 2 AZG wird die ununterbrochene Ruhezeit unter den dort angeführten Bedingungen in Einzelfällen auf mindestens neun Stunden verkürzt.
Eine entsprechende Verkürzung der Ruhezeit ist in den Bereichen
Rettungs- und Sanitätsdienst (inkl Krankentransportdienst) einschließlich Katastrophenhilfsdienst,
Blutspendedienst
Gesundheits- und Soziale Dienste
möglich.
Voraussetzung ist das Vorliegen einer Situation, die eine Verkürzung der Ruhezeit notwendig macht, insbesondere unvorhergesehene Ereignisse (zB zeitkritische Notfälle).
Zur Sicherstellung der Erholung der Arbeitnehmerinnen bzw der Arbeitnehmer sind mit Betriebsvereinbarung weitere Maßnahmen zu treffen, falls die Ruhezeit weniger als 10 Stunden beträgt.
Diese Maßnahmen werden unter Beiziehung des arbeitsmedizinischen Dienstes festgelegt.
(3)
Bei einer Ruhezeitverkürzung unter 10 Stunden wird der Arbeitnehmerin bzw dem Arbeitnehmer zum Ausgleich ein Zeitguthaben im Ausmaß des 1,5-fachen der Ruhezeitverkürzung gewährt. Dieses Zeitguthaben wird innerhalb von 13 Wochen (bzw 3 Monaten) nach den Wünschen der Arbeitnehmerin bzw des Arbeitnehmers verbraucht.
18
Dienstplanerstellung
Die Lage der Normalarbeitszeit und ihre Änderung ist gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR12113709/Arbeitszeitgesetz/§-19c-Lage-der-Normalarbeitszeit)§ 19c Abs 1 AZG zu vereinbaren. Abweichend davon wird festgelegt, dass die Lage der Normalarbeitszeit für die Bereiche Rettungs- und Sanitätsdienst (inkl Krankentransportdienst), Gesundheits- und Soziale Dienste und Blutspendedienst, Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie für Betreuungseinrichtungen der Flüchtlings- und Wohnungslosenhilfe jeweils zwei Wochen im Vorhinein mittels Dienstplan bekannt gegeben wird. Für den vereinbarten Durchrechnungszeitraum ist jeweils einen Monat im Voraus ein Rahmendienstplan zu erstellen, der die voraussichtliche Diensteinteilung festlegt.
20
Andere Verteilung der Normalarbeitszeit
(1)
Einarbeitung von Fenstertagen:
Aufgrund der Ermächtigung des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206198/Arbeitszeitgesetz/§-4-Andere-Verteilung-der-Normalarbeitszeit)§ 4 Abs 3 AZG wird bestimmt, dass der Einarbeitungszeitraum gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206198/Arbeitszeitgesetz/§-4-Andere-Verteilung-der-Normalarbeitszeit)§ 4 Abs 2 AZG durch Betriebsvereinbarung über das im § 4 Abs 3 1. Satz (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238)AZG bestimmte Maß von 13 Wochen verlängert werden kann.
(2)
Ermächtigungen der Betriebsvereinbarungen:
Aufgrund der Ermächtigung des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206198/Arbeitszeitgesetz/§-4-Andere-Verteilung-der-Normalarbeitszeit)§ 4 Abs 6 AZG wird zugelassen, dass in Betriebsvereinbarungen Regelungen über die Ausdehnung der Normalarbeitszeit nach § 4 Abs 6 und über die Übertragung von Zeitguthaben nach (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206198/Arbeitszeitgesetz/§-4-Andere-Verteilung-der-Normalarbeitszeit)§ 4 Abs 7 AZG getroffen werden, wobei in einzelnen Wochen eines 13-wöchigen (bzw 3-monatigen) Durchrechnungszeitraumes die Normalarbeitszeit auf 45 Stunden und die tägliche Normalarbeitszeit auf 10 Stunden ausgedehnt wird. Dies erfolgt unter der Bedingung, dass der zur Erreichung der durchschnittlichen Normalarbeitszeit erforderliche Zeitausgleich jedenfalls in mehrtägigen zusammenhängenden Zeiträumen verbraucht wird.
Der Durchrechnungszeitraum von 13 Wochen gilt grundsätzlich für alle von diesem Kollektivvertrag erfassten Rechtsträgerinnen bzw Rechtsträger, sofern nicht in einem der Anhänge zu diesem Kollektivvertrag etwas anderes festgelegt wird.
Für Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer in Kinderbetreuungseinrichtungen, in denen Kinder während der Zeit der Pflichtschulferien nicht betreut werden, kann die Betriebsvereinbarung zur Erlangung eines längeren mehrwöchigen Freizeitblockes die Normalarbeitszeit auf bis zu 45 Wochenstunden (für Vollzeitbeschäftigte) bei einem Durchrechnungszeitraum von 52 Wochen (beginnend mit dem Monat September) ausdehnen, wenn sie innerhalb dieses Zeitraumes im Durchschnitt 40 Stunden nicht überschreiten.
Die tägliche Normalarbeitszeit kann auf 9 Stunden täglich ausgeweitet werden.
Bei teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmern kann die wöchentliche Normalarbeitszeit um max. 10 % der wöchentlich im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitszeit ausgedehnt werden.
Sollten weitere Schließungszeiten, wie Semesterferien, Osterferien, Pfingstferien, Weihnachtsferien und schulautonome Tage zu berücksichtigen sein, kann die Normalarbeitszeit bei teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmern auf maximal 15 % der wöchentlich im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitszeit ausgedehnt werden.
(3)
Tägliche Normalarbeitszeit bei 4-Tagewoche:
Aufgrund der Ermächtigung des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206198/Arbeitszeitgesetz/§-4-Andere-Verteilung-der-Normalarbeitszeit)§ 4 Abs 8 AZG wird zugelassen, dass die tägliche Normalarbeitszeit bei regelmäßiger Verteilung der gesamten Wochenarbeitszeit auf vier Tage auf zehn Stunden ausgedehnt wird.
(4)
Überstunden bei 4-Tagewoche:
Gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206200/Arbeitszeitgesetz/§-7-Verlaengerung-der-Arbeitszeit-bei-Vorliegen-eines-hoeheren-Arbeitsbedarfes)§ 7 Abs 6 AZG wird zugelassen, dass die Arbeitszeit bei Verteilung der Wochenarbeitszeit auf 4 Tage an diesen Tagen durch Überstunden bis auf 12 Stunden ausgedehnt werden kann. Die Betriebsvereinbarungen werden zu solchen Arbeitszeitverlängerungen ermächtigt.
(5)
Normalarbeitszeit bei Arbeitsbereitschaft:
Aufgrund der Ermächtigung des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR12113692/Arbeitszeitgesetz/§-5-Verlaengerung-der-Normalarbeitszeit-bei-Arbeitsbereitschaft)§ 5 Abs 1 Z 1 AZG wird zugelassen, dass bei Arbeitsbereitschaft gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR12113692/Arbeitszeitgesetz/§-5-Verlaengerung-der-Normalarbeitszeit-bei-Arbeitsbereitschaft)§ 5 Abs 1 Z 2 AZG im Bereich des Rettungs- und Sanitätsdienstes (inkl Krankentransportdienst) einschl. Katastrophenhilfsdienst sowie in Notschlafstellen die wöchentliche Normalarbeitszeit auf 60 Stunden, die tägliche Normalarbeitszeit auf 12 Stunden ausgedehnt wird.
Gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR12113692/Arbeitszeitgesetz/§-5-Verlaengerung-der-Normalarbeitszeit-bei-Arbeitsbereitschaft)§ 5 Abs 2 AZG wird die Betriebsvereinbarung zu entsprechenden Regelungen ermächtigt. Über das Vorliegen von Arbeitsbereitschaft entscheidet eine Schiedsstelle, die aus zwei Arbeitgeberinnen- bzw Arbeitgebervertretern und zwei Arbeitnehmervertreterinnen bzw Arbeitnehmervertretern besteht. Der Vorsitz wechselt. Diese Schiedsstelle entscheidet über das Vorliegen von Arbeitsbereitschaft und deren Umfang. Die Schiedsstelle entscheidet einstimmig. Ein Rechtsmittel gegen ihre Entscheidungen ist nicht zulässig.
23
Rufbereitschaft
(1)
Alle Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer erhalten für jede Stunde der Rufbereitschaft eine Abgeltung von € 4,26 brutto.
(2)
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer, die vor dem 1.3.2022 eine höhere als die in Abs 1 genannte Abgeltung für Zeiten der Rufbereitschaft erhalten haben, erhalten diese auch weiterhin. Allerdings werden diese höheren Abgeltungen solange nicht erhöht bzw valorisiert, bis der in Abs 1 genannte Betrag die ursprüngliche höhere Abgeltung übersteigt.
(3)
Erfolgt im Rahmen der Rufbereitschaft eine Arbeitsaufnahme, so ist die Wegzeit (gerechnet vom Wohnort bzw Arbeitsort) als Arbeitszeit zu entlohnen.
(4)
Aufgrund der Ermächtigung des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008238,NOR40206207/Arbeitszeitgesetz/§-20a-Rufbereitschaft)§ 20a Abs 1 AZG ermächtigt der Kollektivvertrag die Betriebsvereinbarung, festzulegen, dass Rufbereitschaft innerhalb eines Zeitraumes von drei Monaten an 30 Tagen vereinbart werden kann.
40
Wöchentliche bzw tägliche Arbeitszeit
(1)
§ 15 entfällt.
(2)
Die wöchentliche Normalarbeitszeit für Vollzeitbeschäftigte beträgt grundsätzlich 37 Stunden. Die tägliche Normalarbeitszeit beträgt grundsätzlich 8 Stunden.
(3)
Der Grund- und Überstundenteiler beträgt 160,21.
Thema: Kündigung und Verfall von Ansprüchen
39
Verfallsregelung
Alle Ansprüche der Arbeitnehmerinnen bzw der Arbeitnehmer nach diesem Kollektivvertag (Abschnitt A und B sowie Anhänge, soweit diese keine Sonderbestimmungen enthalten) müssen bei sonstigem Verfall innerhalb von sechs Monaten ab Fälligkeit bzw Bekanntwerden schriftlich geltend gemacht werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Regelungen anderes vorsehen.
13
Kündigungsfristen
(1)
Die Arbeitgeberin bzw der Arbeitgeber kann das Dienstverhältnis durch vorherige Kündigung zum 15. oder zum Letzten eines Kalendermonats lösen. Die Kündigungsfrist beträgt in den ersten beiden Dienstjahren der Arbeitnehmerin bzw des Arbeitnehmers 6 Wochen und erhöht sich
nach Vollendung des 2. Dienstjahres auf 2 Monate,
nach Vollendung des 5. Dienstjahres auf 3 Monate,
nach Vollendung des 15. Dienstjahres auf 4 Monate,
und nach Vollendung des 25. Dienstjahres auf 5 Monate.
(2)
Die Arbeitnehmerin bzw der Arbeitnehmer kann das Dienstverhältnis unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist zum 15. oder zum Letzten eines Kalendermonats lösen. Es kann vereinbart werden, dass bei Führungs- bzw Schlüsselkräften diese Kündigungsfrist bis zu einem halben Jahr ausgedehnt werden kann, doch darf die von der Arbeitgeberin bzw dem Arbeitgeber einzuhaltende Frist nicht kürzer sein als die mit der Arbeitnehmerin bzw dem Arbeitnehmer vereinbarte Kündigungsfrist.
10
Urlaubsanspruch
(1)
Der Urlaub richtet sich nach den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen.
(2)
Begünstigte Behinderte im Sinne des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008253,NOR40149374/Behinderteneinstellungsgesetz/Art-2-§-2-Beguenstigte-Behinderte)§ 2 Behinderteneinstellungsgesetzes haben in jedem Urlaubsjahr Anspruch auf einen Sonderurlaub im Ausmaß von 2 Werktagen. Dieser Anspruch erhöht sich bei einer Behinderung von 70 % auf 3, ab 80 % auf 6 Werktage. Bei einem in diesem Urlaubsjahr angetretenen Kuraufenthalt, der im unmittelbaren Zusammenhang mit der Behinderung steht, entfällt dieser Sonderurlaub.
(3)
Allen Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmern gebührt für jedes Arbeitsjahr ein bezahlter Urlaub von 30 Werktagen/25 Arbeitstagen. Ab 1.1.2019 erhöht sich das Urlaubsausmaß nach 10-jähriger Betriebszugehörigkeit auf 32 Werktage/27 Arbeitstage, nach 15-jähriger Betriebszugehörigkeit auf 34 Werktage/29 Arbeitstage und nach 20-jähriger Betriebszugehörigkeit auf 36 Werktage/30 Arbeitstage. Diese Regelung gilt als Vorgriff auf die Erhöhung des Urlaubs nach 25 Dienstjahren gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008376,NOR40144614/Urlaubsgesetz/§-2)§ 2 Urlaubsgesetz idgF. Bereits bestehende günstigere Regelungen bleiben bestehen und werden auf diese Regelung angerechnet.*
Thema: Dienstverhinderung bei persönlichen Ereignissen
34
Dienstverhinderungen
(1)
Bei Dienstverhinderung ist unverzüglich die Dienststelle zu verständigen.
(2)
Die Arbeitnehmerin bzw der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Freistellung von der Arbeitsleistung unter Fortzahlung des Entgeltes*, insbesondere aus nachstehenden Gründen und im nachstehenden Ausmaß:
| bei eigener Eheschließung | 3 Arbeitstage |
|---|---|
| bei Eheschließung der Eltern, Stiefeltern, Schwiegereltern und Großeltern | Tag der Eheschließung (max. 1 Arbeitstag) |
| bei Tod der Ehegattin bzw des Ehegatten oder der Lebensgefährtin bzw des Lebensgefährten | 3 Arbeitstage |
| bei Tod eines Kindes, Stief- oder Pflegekindes | 3 Arbeitstage |
| bei Tod eines Eltern-, Stief-, oder Pflegeelternteiles | 2 Arbeitstage |
| bei Übersiedlung des eigenen Haushalts | 2 Arbeitstage |
| bei Niederkunft der Ehefrau oder Lebensgefährtin | 2 Arbeitstage |
| bei Eheschließung von Geschwistern, Kindern, Stief- oder Pflegekindern | 1 Arbeitstag |
| bei Tod von Enkelkindern, Geschwistern, Schwiegereltern oder Großeltern | 1 Arbeitstag |
| bei Schuleintritt eines Kindes, Stief- oder Pflegekindes in die erste Volksschulklasse | der Tag des Schuleintrittes |
| für die in die Arbeitszeit fallende offizielle Überreichung der darauf Bezug habenden Urkunde bei Lehrabschluss‑, Reifeprüfung oder erstmaligem Studienabschluss eines Kindes, Stief- oder Pflegekindes | 1 Arbeitstag |
Bei Vorladung zu Ämtern und Behörden wird die nachgewiesen notwendige Freizeit gewährt.
(3)
Der Ehe ist die eingetragene Partnerschaft gleichzustellen.
(4)
Sollte einer der oben angeführten Dienstverhinderungsgründe in einer Entfernung von mehr als 300 km vom Hauptwohnsitz der Arbeitnehmerin bzw des Arbeitnehmers eintreten, gebührt eine zusätzliche Freistellung im Ausmaß eines Tages. Den Nachweis über das Vorliegen der genannten Entfernung hat die Arbeitnehmerin bzw der Arbeitnehmer zu erbringen.
Thema: Karenz und Elternzeit
37
Karenz
(1)
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer haben im Anschluss an die Karenz gem (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008464)MSchG bzw gem (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008674)VKG Anspruch auf einen Sonderurlaub (Anschlusskarenz) unter Verzicht auf die Dienstbezüge bis längstens zum vollendeten dritten Lebensjahres des Kindes. Dieser Anspruch ist bis spätestens 6 Monate vor Beginn des Sonderurlaubes geltend zu machen. Die im Sonderurlaub befindliche Arbeitnehmerin bzw der im Sonderurlaub befindliche Arbeitnehmer hat der Arbeitgeberin bzw dem Arbeitgeber bis spätestens 3 Monate vor Ablauf des Sonderurlaubes mitzuteilen, ob das Arbeitsverhältnis nach dem Ende des Sonderurlaubes fortgesetzt wird. Wird Sonderurlaub in Anspruch genommen, so gelten dafür alle Rechte wie bei Karenz laut (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008464)Mutterschutzgesetz. Im Anschluss an den Sonderurlaub kann Elternteilzeit entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008464)MSchG vereinbart werden.
(2)
Im Arbeitsverhältnis in Anspruch genommene gesetzliche Elternkarenzen, Familienhospizzeiten oder Pflegekarenzzeiten sind bis zur Dauer von maximal 24 Monaten pro Karenz für alle Ansprüche, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten, anzurechnen. Allfällige günstigere gesetzliche Regelungen bleiben aufrecht.
(2a)
Zusätzlich zu Abs 2 werden im Arbeitsverhältnis in Anspruch genommene Sonderurlaube entsprechend Abs 1 bis zur Dauer von höchstens 15 Monaten pro Sonderurlaub für alle Ansprüche, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten, angerechnet.
(3)
Arbeitnehmerinnen bzw Arbeitnehmer haben Anspruch auf Pflegekarenz (Karenzierung ohne Entgeltanspruch) für einen pflegebedürftigen Angehörigen, welcher die Pflegegeldstufe 3 bezieht oder dessen dementsprechende Pflegebedürftigkeit bis zur Gewährung der Pflegegeldstufe durch ein ärztliches Attest bestätigt ist. Als Angehörige im Sinne dieser Bestimmung gelten die in (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008872,NOR40151314/Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz/§-14a-Sterbebegleitung)§ 14a Abs 1 AVRAG genannten Personen. Anträge auf Pflegekarenz sind mit den entsprechenden Unterlagen schriftlich zumindest einen Monat vor dem geplanten Antritt der Pflegekarenz der Arbeitgeberin bzw dem Arbeitgeber zu übermitteln. Anspruch auf Pflegekarenz besteht insgesamt maximal für 24 Monate. Eine allfällige vorzeitige Beendigung der Pflegekarenz hat die Arbeitnehmerin bzw der Arbeitnehmer der Arbeitgeberin bzw dem Arbeitgeber spätestens eine Woche nach Beendigung der Pflege schriftlich zu melden. Die Arbeitgeberin bzw der Arbeitgeber hat in diesem Fall die Arbeitsaufnahme innerhalb eines Monats ab dem Meldezeitpunkt zu dem vor Antritt der Pflegekarenz vereinbarten Arbeitszeitausmaß zu gewährleisten. Die Kündigungsschutzbestimmungen des (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008464,NOR40178133/Mutterschutzgesetz-1979/§-10-Kuendigungsschutz)§ 10 Mutterschutzgesetz kommen analog zur Anwendung.
(4)
Väter haben einen Rechtsanspruch auf Familienzeit („Papamonat“) für die Dauer von 28 bis 31 Kalendertagen innerhalb eines Zeitraumes von 91 Tagen ab dem Tag der Geburt, wenn die nachstehend aufgezählten Voraussetzungen erfüllt sind:
a.
Anspruch des Kindes auf Familienbeihilfe
b.
Mittelpunkt der Lebensinteressen von Vater, Kind sowie dem anderen Elternteil in Österreich
c.
Gemeinsamer Haushalt von Vater, anderem Elternteil und Kind
d.
Tatsächliche Ausübung einer in Österreich kranken- und pensionsversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit durchgehend in den letzten 182 Tagen (mindestens 6 Monate) unmittelbar vor Antritt des Papamonats sowie in diesem Zeitraum kein Bezug von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung.
e.
Der Vater befindet sich im gesamten Papamonat in Familienzeit und hat somit keine Erwerbstätigkeit und keinen Bonusbezug (kein Urlaubsentgelt, Krankengeld oder Entgeltfortzahlung).
Der Vater hat die Arbeitgeberin bzw den Arbeitgeber spätestens drei Monate vor dem voraussichtlichen Geburtstermin schriftlich über die beabsichtigte Inanspruchnahme eines Papamonats sowie über den voraussichtlichen Antrittszeitpunkt zu informieren. Darüber hinaus hat er das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen ehestmöglich nachzuweisen. Der Vater kann das Papamonat zwischen der Geburt des Kindes und dem Ende des Beschäftigungsverbotes der Mutter antreten. Von der fristgerechten Bekanntgabe bis zum Ablauf von 4 Wochen nach Beendigung des Papamonats gilt für den Vater ein Kündigungsschutz. Für Ansprüche, die sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit richten, wird das Papamonat voll angerechnet. Das Papamonat verkürzt die Väterkarenz nach dem (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10008674)Väterkarenzgesetz nicht. Der Begriff „Vater“ gilt auch für Frauen gemäß (https://digital.oegbverlag.at/recht/g/10001622,NOR40258355/Allgemeines-buergerliches-Gesetzbuch/§-144-Abstammung-vom-Vater-und-vom-anderen-Elternteil)§ 144 ABGB (gleichgestellte Personen).
(5)
In Bezug auf die in § 37 formulierten Ansprüche sind Adoptiv- und Pflegeeltern leiblichen Eltern gleichzustellen.