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| ris-sch-02 | 1 | MSchV – Verordnung über die Beschäftigungsbeschränkungen für werdende und stillende Mütter (Mutterschutzverordnung) | RIS – Rechtsinformationssystem des Bundes | Mutterschutz | schwangerschaft | RIS (Bundeskanzleramt) | 2026-09 |
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MSchV – Verordnung über die Beschäftigungsbeschränkungen für werdende und stillende Mütter (Mutterschutzverordnung)
RIS-Gesetzesnummer: 20010035 · Gesamte Rechtsvorschrift: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20010035 Hinweis: Die MSchV ist eine eigenständige Verordnung, getrennt vom Mutterschutzgesetz 1979 (MSchG, Gesetzesnummer 10008464). Nachfolgend nur die in der Lexis360-Wissensdatenbank zitierten Paragraphen (tagesaktuelle Fassung, Stand: Abrufdatum).
Wissensbasis: RIS – Rechtsinformationssystem des Bundes, Stand 2026-09 (ris-sch-02).
§ 2 MSchV
Medizinische Indikationen
(1) Die Vorschrift listet 17 medizinische Indikationen auf, darunter Anämie mit Hämoglobin im Blut < 8,5 g/dl mit zusätzlicher kardiopulmonaler Symptomatik sowie Mehrlingsschwangerschaften, Plazenta praevia und Zervixinsuffizienz.
(2) Auch bei Vorliegen von in Abs. 1 genannten medizinischen Indikationen ist die Ausstellung eines Freistellungszeugnisses vor Ablauf der 15. Schwangerschaftswoche nur zulässig, wenn besondere Umstände vorliegen, die eine frühere Freistellung zwingend erforderlich machen.
Fundstelle: BGBl. II Nr. 310/2017 · Inkrafttretensdatum: 01.01.2018
Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20010035&Paragraf=2
§ 4 MSchV
Ausstellung, Form und Inhalt des Freistellungszeugnisses
(1) Der/Die das Freistellungszeugnis ausstellende Facharzt/Fachärztin hat die werdende Mutter, für die das Zeugnis ausgestellt werden soll, persönlich ärztlich zu untersuchen.
(2) Für das Freistellungszeugnis sind die in der Anlage enthaltenen Formulare 1 (zur Vorlage beim Sozialversicherungsträger) und 2 (zur Vorlage bei dem/der Dienstgeber/in) zu verwenden.
(3) Aus der zur Vorlage beim Sozialversicherungsträger bestimmten Fassung des Freistellungszeugnisses (Formular 1) hat sich eindeutig und nachvollziehbar das Vorliegen einer oder mehrerer der in dieser Verordnung genannten medizinischen Indikationen zu ergeben, im Fall einer Ausstellung vor Ablauf der 15. Schwangerschaftswoche auch die Begründung der besonderen Umstände gemäß § 2 Abs. 2.
Fundstelle: BGBl. II Nr. 310/2017 · Inkrafttretensdatum: 01.01.2018
Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20010035&Paragraf=4