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Second Lexis 360 intake (52 briefings, source Stands 2025-06 to 2026-08), extending the corpus to 107 curated entries in 13 clusters. Covers the second briefings chapter 'Entgelt: Anspruch & Abrechnung' and further Beschaeftigungsverhaeltnisse topics. - 7 new clusters: behinderte (4), entgelt (10), geschaftsfuehrer (5), leitende-angestellte (1), pramien (6), sachbezuege (21), vorstand (4); plus lb-leh-16 (Weiterbeschaftigung nach Ende der Lehrzeit) appended to the frozen lehrlinge sequence - tool hardening: batch values validated as integers 1..N (multi-batch operation), dynamic batch labels in kb.json (batches summary) and INDEX header, and a new --extract warning when a frozen id's prefix no longer matches its cluster - this caught the lb-jug-08 fossil from the unpinned first pass, corrected to lb-sac-21 before any curation referenced it - removed one duplicate browser export (geschaftsfuhrer_arbeitsrecht (1).pdf, identical extracted text) - corpus conflicts and open points flagged in the entries: Klein- wohnungsgrenzen lb-sac-09 vs lb-sac-10, Pensionisten-Beguenstigung lb-sac-02 (LStR Rz 104 divergence), EUR 14.53 Parkplatz without SV/LSt categorization in the source (lb-sac-18), incentive trips only at LStR-Rz level (lb-sac-16), simplified 6% tariff in lb-prm-04 (the verified 67-EStG staffel in RECHTSQUELLEN-Privat.md governs) - dangling briefing references recorded as batch-3 candidates in the RUNBOOK (Bildungskarenz, Telearbeitspauschale, Personalrabatte bis 2015, Lohnzettel/BGN u. a.) - README cluster table extended to batches 1-2; RUNBOOK/MEMORY updated Validated: --registry 107 entries/13 clusters, --check 0 problems, structural scan over all 107 curated docs, py_compile.
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| lb-sac-01 | 2 | Jahreskarten für öffentliche Verkehrsmittel | Lexis Briefings Personalrecht | Entgelt: Anspruch & Abrechnung | sachbezuge | Kronberger | 2026-08 |
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Jahreskarten für öffentliche Verkehrsmittel
Lexis Briefings Personalrecht, Kronberger, Stand August 2026 (lb-sac-01).
Zusammenfassung
- Grundsatz: Die unentgeltliche Zurverfügungstellung einer Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel (zB KlimaTicket) — ebenso der Kostenersatz einer vom Arbeitnehmer selbst gekauften Karte — ist ein abgabepflichtiger Vorteil aus dem Dienstverhältnis. Angesetzt wird jener Wert, den jeder private Konsument für die (Jahres-)Netzkarte zahlt; Kostenersätze des Arbeitnehmers mindern den Sachbezugswert. Dasselbe gilt für Netzkarten innerstädtischer Verkehrsmittel.
- Kein Sachbezug in drei Fallgruppen: bei verbotener, kontrollierter Privatnutzung (Karte wird nur für Dienstfahrten ausgefolgt und nachweislich hinterlegt); bei innerstädtischen Netzkarten mit Einzelfahrten zu gleichen Preisen, wenn zumindest 25 Dienstfahrten pro Kalendermonat im Jahresdurchschnitt nachgewiesen werden und keine Kostenersätze fließen (ausdrücklich nicht auf überregionale Karten wie die ÖBB-Österreichcard anwendbar); sowie beim Jobticket als Werkverkehr-Fall (Streckenkarte Wohnung–Arbeitsstätte, Rechnung auf den Arbeitgeber mit Arbeitnehmername).
- Werbungskosten: Kosten beruflicher Fahrten sind über die Veranlagung geltend zu machen — zum jeweils günstigsten Tarif, höchstens bis zur Höhe des steuerpflichtigen Sachbezugs.
- Sozialversicherung: Der Ersatz der tatsächlichen Kosten eines Massenbeförderungsmittels für die Strecke Wohnung–Arbeitsstätte bzw. die vom Arbeitgeber übernommenen Kosten einer Wochen-, Monats- oder Jahreskarte sind beitragsfrei, wenn die Karte zumindest am Wohn- oder Arbeitsort gültig ist (Kauf nach dem 30.6.2021). Nur die Mehrkosten einer darüber hinaus privat nutzbaren Netzkarte sind beitragspflichtig (Quellenbeispiel: Jahreskarte € 100,– beitragsfrei, Netzkarten-Aufzahlung € 35,– beitragspflichtig; Stand 2026-08).
- Abgrenzung: Der bloß geldmäßige Ersatz von Fahrtausweisen Wohnung–Arbeitsstätte ist kein Werkverkehr, sondern steuerpflichtiger Arbeitslohn (in der SV kann er beitragsfrei sein).
Kernwerte & Fristen (Stand 2026-08)
| Wert / Regel | Detail |
|---|---|
| Sachbezugswert | Preis, den jeder private Konsument zahlt; Kostenersatz des Arbeitnehmers mindert den Wert |
| Vereinfachungsregel innerstädtisch | kein Sachbezug ab 25 Dienstfahrten/Kalendermonat im Jahresdurchschnitt ohne Kostenersätze; nur innerstädtische Karten mit gleich teuren Einzelfahrten; Dienstfahrten für die GPLB detailliert aufzeichnen |
| Jobticket (§ 26 Z 5 lit b EStG) | abgabenfrei bei Streckenkarte Wohnung–Arbeitsstätte; eine Netzkarte gilt gleich, wenn keine Streckenkarte angeboten wird oder die Netzkarte höchstens deren Kosten entspricht; Rechnung auf den Arbeitgeber, Name des Arbeitnehmers enthalten |
| Geldersatz für Fahrtausweise | kein Werkverkehr → steuerpflichtiger Arbeitslohn; SV kann beitragsfrei sein |
| ÖBB-Vorteilscard | Ersatz der Kosten abgabenfrei, wenn damit für Dienstreisen insgesamt geringere Fahrtkosten anfallen als mit der (kostenlosen) ÖBB-BusinessCard (20 % Ermäßigung für Geschäftsreisende; Vorteilscard idR 50 % für Privatkunden); Vergleich detailliert aufzeichnen (GPLB) |
| SV-Freistellung (§ 49 Abs 3 Z 20 ASVG) | Ersatz der tatsächlichen Kosten eines Massenbeförderungsmittels Wohnung–Arbeitsstätte bzw. übernommene Wochen-/Monats-/Jahreskarte beitragsfrei, wenn die Karte zumindest am Wohn- oder Arbeitsort gültig ist (Kauf nach dem 30.6.2021) |
| Werbungskosten | berufliche Fahrten über die Veranlagung, günstigster Tarif, max. bis zur Höhe des steuerpflichtigen Sachbezugs |
Rechtsgrundlagen
- § 26 Z 5 lit b EStG — vom Briefing für das Jobticket (Werkverkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln) zitiert; Details der Netzkarten-Gleichstellung aus LStR 2002 Rz 747.
- § 49 Abs 3 Z 20 ASVG — beitragsfreie Belassung des Ersatzes der Kosten eines Massenbeförderungsmittels Wohnung–Arbeitsstätte bzw. der übernommenen Wochen-/Monats-/Jahreskartenkosten (Kauf nach dem 30.6.2021).
- LStR 2002 Rz 713 — Kriterien für den abgabenfreien Ersatz der ÖBB-Vorteilscard (Vergleich mit der BusinessCard).
- Die 25-Dienstfahrten-Vereinfachung und die Jobticket-Voraussetzungen sind Verwaltungsmeinung (LStR 2002 Rz 747) — ⚠ Detailverifikation an RIS/findok vor Implementierung der Freistellungslogik.
Payroll-Relevanz (Odoo)
- Jahres-/Netzkarten sind grundsätzlich laufende lohnsteuerpflichtige Sachbezüge; nur die SV-BG ist um den beitragsfreien Anteil (Massenbeförderungsmittel Wohnung–Arbeitsstätte) reduziert → Sachbezugs- Regel mit getrennter Lohnsteuer-/SV-Behandlung statt einheitlicher BG.
- Jobticket und 25-Dienstfahrten-Fälle sind abgabenfrei → kein Ansatz in der Abrechnung, aber Nachweisführung (Fahrtenaufzeichnung, Rechnungslegung) für die GPLB.
- Kartenpreise ändern sich jährlich → Wert je Karte/Periode als Input bzw. Parameter führen, niemals hard-coden.
- Die Werbungskosten-Berücksichtigung beruflicher Fahrten ist Veranlagungssache des Arbeitnehmers, kein Abrechnungsbestandteil.
Verweise
- KB-intern: lb-sac-19 (Werkverkehr und Fahrtkostenersatz — Jobticket als Anwendungsfall, Kostenersatz-Abgrenzung)
- Projekt:
personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md(Lohnsteuer-Kernregime der Privatwirtschaft) - Hinweis: Die Quelle enthält eine historische Anmerkung zur Ablösung der ÖBB-Österreichcard durch das KlimaTicket Ö (26.10.2021; Restverkauf „Österreichcard Familie" bis 10.12.2022) — Hintergrund, kein Abrechnungswert.