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Fourth Lexis 360 intake (54 briefings after removing one identical re-download, source Stands 2026-06 to 2026-08), extending the corpus to 205 curated entries in 25 clusters. Focus of this batch: the enforcement and employer-contribution side of payroll (all in the 'Entgelt: Anspruch & Abrechnung' chapter). - 6 new clusters: lohndumping (13, LSD-BG incl. Sicherungsmittel and cross-border posting), lohnpfandung (14, EO garnishment mechanics), gplb (7), lohnnebenkosten (7, FLAF-DB/DZ/IESG/AK-Umlage/WBF/KommSt), lohnverrechnung (9, L16/Lohnzettel, mBGM, 109a, Aufrollung, Aufrechnung, Darlehen), nachzahlungen (4) - cross-batch reconciliation: 'Darlehen und Vorschuesse' (lb-sac-13 -> lb-lvr-02) and 'Lohnzettel und Beitragsgrundlagen- nachweis' (lb-sac-21 -> lb-lvr-05) dangling references closed, cross_refs updated - tool hardening: assign_ids returns mismatch warnings instead of appending to an out-of-scope variable (latent NameError that only fired when a mismatch actually occurred), keyword fallback reordered specific-before-generic (batch-4 lesson: generic 'zuschlag' stole iesg_zuschlag before the topic map was pinned), 7 fossil ids from the unpinned pass purged and reassigned - RECHTSQUELLEN cross-checks (lnk cluster): FLAF-DB 3.7%, KommSt 3%, IESG 0.10%, WBF (other provinces 1%), Freibetrag staffel confirmed; flagged: lb-lnk-02 states the DB Freibetrag condition INVERTED vs the verified text (correct staffel evidenced via lb-lnk-03), lb-lnk-05 WBF Wien 1.5% vs 1.0% (RIS clarification needed), plus pfa Grundbetrag naming conflict (lb-pfa-03/05), Existenzminimum 2022 (500/515 EUR, lb-pfa-12/14), mutilated statute citation in lb-lsd-13 (RIS check), 124b citation variants in the corpus (Z 440/Z 449 vs verified Z 476 lit c idgF BGBl I 43/2026) - batch-5 candidates updated in the RUNBOOK (pfändungsrechtliche Behandlung von Sonderzahlungen, Rueckzahlung von Darlehen u. a.); README cluster table extended to batches 1-4 Validated: --registry 205 entries/25 clusters, --check 0 problems, structural scan over all 205 curated docs, py_compile.
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id, batch, title, work, chapter, topic, author, stand, source, legal_bases, tags, cross_refs
| id | batch | title | work | chapter | topic | author | stand | source | legal_bases | tags | cross_refs | |||||||||||||||||
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| lb-lvr-03 | 4 | Lohnzettel bei Auslandseinkünften | Lexis Briefings Personalrecht | Entgelt: Anspruch & Abrechnung | lohnverrechnung | Sabara/Haas | 2026-08 |
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Lohnzettel bei Auslandseinkünften
Lexis Briefings Personalrecht, Sabara/Haas, Stand August 2026 (lb-lvr-03).
Zusammenfassung
- Anlass: Werden neben lohnsteuerpflichtigen Inlandsbezügen vom selben Arbeitgeber auch Auslandsbezüge aus einer begünstigten Auslandstätigkeit (§ 3 Abs 1 Z 10 EStG: Bauausführungen, Montagen) oder als Entwicklungshilfe (§ 3 Abs 1 Z 11 lit b EStG) bzw. bezüge freigestellt nach einem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ausbezahlt, ist für die Auslandsbezüge ein gesonderter Lohnzettel zu übermitteln.
- Lohnzettelarten: Es gelten besondere Arten (1, 2, 8, 14, 23, 24); bei elektronischer Übermittlung sind Bezüge nach § 3 Abs 1 Z 11 lit b EStG ausnahmslos unter Art 2 zu melden (auf ein DBA kann hier nie zurückgegriffen werden); auf dem Art-2-Lohnzettel betragen die steuerpflichtigen Bezüge (KZ 245) null und keine einbehaltene bzw. anrechenbare Lohnsteuer ist auszuweisen.
- DBA mit Anrechnungsmethode: Für Lohnzahlungszeiträume seit 1. 1. 2014 ist die Lohnzettelart 24 zu verwenden — je Tätigkeitsstaat ein eigener Lohnzettel, unabhängig davon, ob der Arbeitgeber österreichische Lohnsteuer einbehalten hat. Für die ausschließlich in Österreich steuerpflichtigen Inlandsbezüge zusätzlich Art 1.
- KZ 260 (anrechenbare Lohnsteuer): enthält nur die inländische Steuer; wird die Auslandstätigkeit innerhalb eines Monats aufgenommen oder beendet, ist die anrechenbare Lohnsteuer tageweise (30 Tage/Monat) den Lohnzettelarten zuzuordnen. Die anrechenbare ausländische Steuer erfasst der Arbeitnehmer in der Veranlagung (Formular L1i), nicht im Lohnzettel.
- Begünstigte Auslandstätigkeit unter DBA-Anrechnungsmethode: Übermittlung der Arten 23 und 24 (gleichermaßen, ob der Arbeitgeber Lohnsteuer einbehält oder direkt das DBA anwendet); Inlandsbezüge unter Art 1. Sonstige Bezüge nach § 67 Abs 1 und 2 EStG (innerhalb des Jahressechstels, soweit nicht nach § 67 Abs 10 EStG versteuert, KZ 220), für die Österreich kein Besteuerungsrecht hat, sind zur Gänze im Art 24 darzustellen.
- Abgabenfolge: DBA-freie Bezüge genießen keine Befreiungen für DB, DZ und Kommunalsteuer; sie unterliegen dem Progressionsvorbehalt und lösen eine Pflichtveranlagung aus. Bezüge nach § 3 Abs 1 Z 10 EStG lösen keine Pflichtveranlagung aus.
Kernwerte & Fristen (Stand 2026-08)
| Lohnzettelart | Bedeutung (Stand 2026-08) |
|---|---|
| 1 | „normaler" Lohnzettel (beschränkt oder unbeschränkt Steuerpflichtige) — stets zusätzlich für die Inlandsbezüge |
| 2 | Auslandsbezüge nach § 3 Abs 1 Z 10 oder Z 11 lit b EStG (bis 2012 + Übergangsregel); elektronische Übermittlung der Entwicklungshilfe-Bezüge ausnahmslos unter Art 2 |
| 8 | Lohnzettel für Steuerpflichtige, für die aufgrund DBA (Befreiungsmethode) keine Lohnsteuer einzubehalten ist, zB im Ausland Ansässige |
| 14 | Lohnzettel mit Auslandsbezügen nach § 3 Abs 1 Z 10/11 nach Konkurs des Arbeitgebers |
| 23 | Auslandsbezüge nach § 3 Abs 1 Z 10 EStG 1988 idF AbgÄG 2011 |
| 24 | Bezüge, für die dem ausländischen Staat per DBA (Anrechnungsmethode) das Besteuerungsrecht zugewiesen wurde — ab Lohnzahlungszeiträumen seit 1. 1. 2014; je Staat ein eigener Lohnzettel |
| Wert / Regel | Detail |
|---|---|
| KZ 245 auf Art 2 | steuerpflichtige Bezüge = Null; keine einbehaltene/anrechenbare Lohnsteuer |
| KZ 260 | nur inländische anrechenbare Lohnsteuer; tageweise Zuordnung (30 Tage/Monat) bei Aufnahme/Beendigung der Auslandstätigkeit im Monat |
| Ausländische Steuer | nicht im Lohnzettel; Ausweis durch den Arbeitnehmer in L1i (Veranlagung ab 2014) |
| Progressionsvorbehalt | DBA-freie Bezüge sind zu erfassen → Pflichtveranlagung; § 3 Abs 1 Z 10-Bezüge lösen keine Pflichtveranlagung aus |
Rechtsgrundlagen
- § 3 Abs 1 Z 10 EStG (begünstigte Auslandstätigkeit) und § 3 Abs 1 Z 11 lit b EStG (Entwicklungshilfe) — im Quelltext ausdrücklich zitiert (✅).
- § 67 Abs 1 und 2 EStG (sonstige Bezüge im Jahressechstel, KZ 220) und § 67 Abs 10 EStG (Versteuerung zum Tarif) — ✅.
- DBA als Rechtsgrundlage der Freistellung ohne konkrete Abkommensregel zitiert; Lohnsteuer-Richtlinien (LStR 2002 Rz 1227, 1228) als Quelle der Zuordnungsregeln (✅ Verweis im Quelltext).
Payroll-Relevanz (Odoo)
- Lohnzettelart als Exportfeld: Der L16-Export (projektseitige Prämisse: validierte Exportdateien + Prüfprotokolle, Übertragung beim Mandanten) braucht je Arbeitnehmer/Jahr getrennte Datensätze nach Lohnzettelart — je Tätigkeitsstaat ein eigener Art-24-Datensatz, Inlandsbezüge gesondert unter Art 1.
- Aufteilung der Bezüge: Die Zuordnung Inland/Ausland (und je Staat) muss aus Zeit-/Work-Entry-Daten ableitbar sein; bei unterjährigem Wechsel ist die KZ-260-Zuordnung tageweise (30 Tage/Monat) vorzunehmen.
- Progressionsvorbehalt: DBA-freie Bezüge im Lohnsteuer-Lauf als steuerfreies, aber tariffrelevantes Entgelt führen und die Pflichtveranlagung signalisieren.
- Formularabgleich: Die KZ-Logik (245 = 0 bei Art 2) gehört in die Exportvalidierung; Details zu KZ und Formular unter lb-lvr-05.
Verweise
- KB-intern: lb-lvr-04 (Lohnzettel L 16 — Verfahren und Fristen) · lb-lvr-05 (Lohnzettel und Beitragsgrundlagennachweis — Formular und Kennzahlen)
- Projekt:
personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md(Lohnsteuer-Regime der Privatwirtschaft).