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Fifth Lexis 360 intake (31 briefings, source Stands 2025-12 to 2026-07), extending the corpus to 236 curated entries in 33 clusters. This batch opens the third briefings chapter 'Arbeitszeit' (AZG working-time law, the structural backbone for Work-Entry-based payroll). - 8 new clusters: arbeitszeitgrenzen (4), arbeitszeitmodelle (7, incl. Kurzarbeit and Gleitzeit/Schicht), meldepflichten (4), nachtschwerarbeit (3), ruhezeiten (4), schwangerschaft (1), uberstunden (4), zeiterfassung (3); plus lb-jug-08 appended to the jugendliche cluster - one URL-encoded export filename (sharp-s) normalized; no duplicates; no fossil ids this time - the specific-first keyword ordering held - cross-batch reconciliation: three procurement gaps closed and back-referenced - 'Jugendliche - Arbeitszeit' (lb-jug-04 and lb-jug-05 -> lb-jug-08) and 'Aufzeichnungspflicht, Formen der Zeiterfassung' (lb-jug-05 -> lb-zer-01/02) - RECHTSQUELLEN cross-checks: 68-EStG overtime free limits 2026 (15 UStd/170 EUR) confirmed via lb-zus-07; the Kurzarbeit/ Lehrlinge corpus conflict is now triangulated - lb-azm-05 (2026-07) sides with lb-leh-07 (apprentices excluded since 2023) against lb-leh-11's '100%' - flagged batch-5 points: NSchG contribution 2026 (3.8%) cited without BGBl evidence (lb-nsc-01), 'para 7 Abs 1' vs 'Abs 6 AZG' citation divergence for the overtime refusal right (lb-ues-01/04), MAV-START EU conflict (lb-rhz-03), KAB-Richtlinie computing the 39.05% partial amount with outdated SV rates (lb-azm-06), 12-Abs-2a-vs-12a designation conflict (lb-zer-01) - batch-6 candidates updated in the RUNBOOK (Entgeltfortzahlung an Feiertagen, Motivkuendigung, Gefahrenevaluierung u. a.); README cluster table extended to batches 1-5 incl. the third chapter Validated: --registry 236 entries/33 clusters, --check 0 problems, structural scan over all 236 curated docs, py_compile.
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| lb-ues-03 | 5 | Überstundenvergütung | Lexis Briefings Personalrecht | Arbeitszeit | uberstunden | Thöny-Maier | 2026-07 |
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Überstundenvergütung
Lexis Briefings Personalrecht, Thöny-Maier, Stand Juli 2026 (lb-ues-03).
Zusammenfassung
- Abgeltungsformen (§ 10 AZG): Jede Überstunde wird entweder durch Überstundenentgelt (Grundentgelt + Zuschlag) oder durch Zeitausgleich abgegolten; der Zuschlag kann dabei in Zeit berücksichtigt oder in Geld ausbezahlt werden. Ob Geld oder Zeitausgleich gebührt, ist Vereinbarungssache (Arbeitsvertrag; KV, sonst BV); fehlt jede Regelung, gebührt Geld.
- Wahlrecht des Arbeitnehmers (§ 10 Abs 4 AZG idF BGBl I 2018/53): Bei Überstunden, durch die 10 Stunden täglich oder 50 Stunden wöchentlich überschritten werden, wählt der Arbeitnehmer frei zwischen Zeitausgleich und Geld; Ausübung möglichst früh, spätestens am Ende des Abrechnungszeitraums.
- Zuschlag: gesetzlich 50 %; viele KV sehen für Nacht- sowie Sonn-/Feiertagsüberstunden höhere Sätze vor. Bei Zeitausgleich steht der Zuschlag zu: 1 : 1,5 in Zeit (mehr, wenn KV-Zuschlag höher) oder 1 : 1 mit separater Auszahlung des Zuschlags (sofern ≥ 50 %).
- Grundentgelt: Die Überstunden-Grundstunde enthält dieselben Bestandteile wie die Normalstunde (zB Schmutz-, Erschwernis-, Gefahren-/Schichtzulagen), sofern nicht in der Überstunde eine andere, zulagenfreie Tätigkeit ausgeübt wird; der KV kann die Berechnungsgrundlage regeln. Viele KV sehen besserstellende Teiler vor (zB Handel: Überstundenteiler 1/158 gegenüber Normalstundenteiler 1/167 bei 38,5-h-Woche). Nach OGH darf die für den Arbeitnehmer günstigere Variante (besserer Teiler ohne Zulagen vs. regulärer Teiler mit Zulagen) gewählt werden; der VwGH, der zunächst anders entschieden hatte (die SV schrieb daher Beiträge vor), hat sich der OGH-Linie angeschlossen (8 ObA 82/06a; VwGH 98/08/0067, 2000/08/0220).
- Zeitausgleichs-Zeitpunkt (§ 19f Abs 2 AZG): Ohne Vorab-Vereinbarung binnen 6 Monaten — bei Gleitzeit/Durchrechnung ab Ende der Periode, sonst ab Ende des Kalendermonats. Nach Fristablauf kann der Arbeitnehmer den Zeitpunkt nach § 19f Abs 3 AZG einseitig festlegen (4 Wochen Vorankündigung, keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegen) oder die Abgeltung in Geld verlangen.
- Teilzeit — Mehrarbeit: Leistung über die vereinbarte Teilzeitarbeitszeit ist regelmäßig Mehrstunde nach § 19d AZG (keine Überstunde), Zuschlag 25 %; kein Zuschlag bei 1:1-Ausgleich innerhalb des Kalendervierteljahres (bzw. eines festgelegten 3-Monats-Zeitraums) oder wenn bei Gleitzeit die vereinbarte AZ im Durchschnitt nicht überschritten wird (→ lb-tzb-04).
- Abgabenrechtliches (Hinweis des Briefings, Details dort): Zuschläge steuerfrei nur im Rahmen der § 68-EStG-Freigrenzen (→ lb-zus-07); Mehrarbeitszuschläge nach § 19d AZG sind steuerpflichtig (→ lb-zus-02).
- Abgleich (verpflichtend): Die § 68-Abs-2-Freigrenzen sind im Korpus
aktuell in lb-zus-07 (Stand 2026-07): 2026 steuerfrei die Zuschläge für
die ersten 15 Überstunden à 50 %, max. € 170,–/Monat; ab 2027 wieder
10 Überstunden / € 120,– — ✅ deckungsgleich mit
RECHTSQUELLEN-Privat.md(§ 124b Z 476 lit c idgF BGBl I 43/2026; Aufrollung 2026 bis 30. 9. 2026). ⚠ Das Briefing lb-zus-07 zitiert abweichend „§ 124b Z 440 lit c" und die Aufrollfrist „31. 5. 2026" — RECHTSQUELLEN ist verbindlich; Z-Nummer/Frist vor Implementierung gegen RIS konsolidieren. Nacht-/Sonn-/Feiertagsüberstunden fallen nicht unter Abs 2, sondern unter den gemeinsamen Freibetrag des § 68 Abs 1 EStG (→ lb-zus-05, lb-zus-07). Werte aus Trainingswissen wurden nicht verwendet.
Kernwerte & Fristen (Stand 2026-07)
| Wert / Regel | Detail |
|---|---|
| Abgeltung | Geld (Grundstunde + Zuschlag) oder Zeitausgleich; ohne jede Regelung: Geld |
| Zuschlag | gesetzlich 50 %; KV-Sätze höher möglich (Nacht, Sonn-/Feiertag) |
| Wahlrecht § 10 Abs 4 AZG | > 10 h/Tag bzw. > 50 h/Woche: AN wählt Geld oder Zeitausgleich; Ausübung spätestens am Ende des Abrechnungszeitraums |
| Zeitausgleich | 1 : 1,5 in Zeit (KV: mehr) oder 1 : 1 mit Zuschlagszahlung ≥ 50 % |
| Zeitausgleichsfrist | 6 Monate ab Periodenende (Gleitzeit/Durchrechnung) bzw. ab Kalendermonatsende |
| Nach Ablauf | § 19f Abs 3: AN bestimmt Zeitpunkt (4 Wochen Vorankündigung, keine zwingenden betrieblichen Gründe) oder verlangt Geld |
| Grundstunde | alle Bestandteile der Normalstunde (Zulagen), außer Tätigkeit ohne Zulagenanspruch in der ÜStd; besserstellende KV-Teiler erlaubt (OGH; VwGH gefolgt) |
| Teilzeit-Mehrstunden | § 19d AZG: Zuschlag 25 %; entfällt bei 1:1-Ausgleich im Quartal/3-Monats-Zeitraum oder Gleitzeit-Ø ≤ vereinbarte AZ |
| § 68 Abs 2 EStG 2026 | erste 15 ÜStd à 50 %, max € 170,–/Monat steuerfrei — ✅ RECHTSQUELLEN-Privat (per lb-zus-07, Stand 2026-07; ⚠ §-124b-Zitierkonflikt dort) |
| § 68 Abs 2 EStG ab 2027 | Grundregel wieder 10 ÜStd / € 120,–/Monat |
Rechtsgrundlagen
- § 10 AZG (Abgeltung; Abs 4-Wahlrecht idF BGBl I 2018/53), § 19f Abs 2 und 3 AZG (Zeitausgleichsfristen), § 19d AZG (Mehrstunden Teilzeit) — ✅ alle im Quelltext zitiert.
- Judikatur: OGH 8 ObA 82/06a; VwGH 98/08/0067, 2000/08/0220 (Teiler-/Zulagen-Berechnung) — ✅ als Fundstellen genannt.
- EStG §§ 67/68 sind in diesem Quelltext nicht zitiert; die
§ 68-Abs-2-Werte hier stammen aus lb-zus-07 (Stand 2026-07) und sind gegen
RECHTSQUELLEN-Privat.mdabgeglichen (✅; § 124b-Z-Nummern ⚠ → lb-zus-07).
Payroll-Relevanz (Odoo)
- Work-Entry-Zerlegung: Pro Überstunde Grundstunde (steuerpflichtig, beitragspflichtig bis HBG) und Zuschlag getrennt ausweisen; nur der Zuschlagsanteil speist die § 68-Freigrenzenrechnung. Zuschlagssätze je KV als Parameter (Basiszuschlag 50 %, höher für Nacht-/SFN-ÜStd).
- Kontextsteuerung: Wochentags-ÜStd → § 68 Abs 2 (2026: 15 Std/170 €; ab 2027: 10/120) als stundenzählige, betragsgedeckelte Jahresparameter; Nacht-/Sonn-/Feiertags-ÜStd → § 68 Abs 1 (→ lb-zus-05) — Zuordnung über Zeitfenster der Work-Entry-Daten.
- Zeitausgleichs-Konto: Zeitausgleich als Freizeit-Work-Entry mit Zuschlagskomponente (1:1,5 oder 1:1 + Zuschlagszahlung); 6-Monats-Frist je Entstehungsmonat überwachen, Ablauf als Ereignis (AN-Wahl oder Geldabgeltung).
- Teilzeit: Mehrstunden-Zuschlag 25 % als eigener (steuerpflichtiger) Work-Entry-Typ; Überstunden erst ab gesetzlicher NZ (40 h) — Kollision mit Pauschalmodellen beachten (→ lb-ues-02).
- Teiler-Parameter: gesetzliche/kollektivvertragliche Überstundenteiler (zB 1/158) versioniert führen; OGH-konforme Günstigerprüfung (Teiler ohne Zulagen vs. Teiler mit Zulagen) als Berechnungsvariante.
- Lehrlinge: eigene ÜStd-Basis laut Lehrverhältnis-KV — vor Abbildung lb-leh-12 konsultieren.
Verweise
- KB-intern: lb-ues-01 (Ausmaß/Begriff) · lb-ues-02 (Pauschale/All-in) · lb-ues-04 (Leistungspflicht) · lb-tzb-04 (Mehrarbeit/ÜStd bei Teilzeit) · lb-zus-02/lb-zus-03 (Mehrarbeitszuschläge abgaben-/arbeitsrechtlich) · lb-zus-07 (ÜStd-Zuschläge abgabenrechtlich: § 68-Werte, Teiler 195,5, Aufzeichnungen) · lb-zus-08 (ÜStd-Zuschläge arbeitsrechtlich) · lb-leh-12 (ÜStd-Basis Lehrlinge)
- Projekt:
personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md— § 68 EStG ✅ inkl. 2026er-Maßnahme (verbindliche Referenz für Freigrenzen-Werte).