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571 Lexis-Briefings (lb-*) + 30 WIKU-Publikationen (wk-*) in 69 Clustern, Frontmatter-Schema als Single Source of Truth; kb.json + INDEX.md generiert. .gitignore für lizenzierte/lokale Corpora (.lexis360, .wiku, .firecrawl, .ris) sowie künftige RAG-Artefakte (data/).
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id: lb-jug-05
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batch: 1
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title: "Jugendlichenverzeichnis"
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work: "Lexis Briefings Personalrecht"
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chapter: "Beschäftigungsverhältnisse"
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topic: jugendliche
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author: "Noga/Kraft"
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stand: 2026-07
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source:
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pdf: ".lexis360/Lexis360_jugendlichenverzeichnis.pdf"
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text: ".lexis360/md/jugendlichenverzeichnis.md"
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legal_bases: ["KJBG § 26", "AZG § 26 Abs 1"]
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tags: [kjbg, jugendlichenverzeichnis, aufzeichnungspflicht, arbeitszeitaufzeichnung, einsichtsrecht]
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cross_refs: ["lb-jug-02", "lb-jug-04", "lb-jug-06", "lb-jug-08", "lb-zer-01", "lb-zer-02"]
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# Jugendlichenverzeichnis
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*Lexis Briefings Personalrecht, Noga/Kraft, Stand Juli 2026 (lb-jug-05).*
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## Zusammenfassung
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- **Pflichtinhalt (§ 26 KJBG):** Zusätzlich zu den allgemeinen Aufzeichnungspflichten
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hat der Dienstgeber ein Verzeichnis der Jugendlichen zu führen: Familienname,
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Vorname und Wohnort; Tag und Jahr der Geburt; Eintrittstag in den Betrieb; Art der
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Beschäftigung; Aufzeichnungen über geleistete Arbeitsstunden und deren Entlohnung;
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die Urlaubszeiten; Name und Wohnort der gesetzlichen Vertreter.
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- **Umfang:** Schon die Beschäftigung **eines einzigen** Jugendlichen verpflichtet zur
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Führung eines vollständigen Verzeichnisses. Das Verzeichnis kumuliert die sonstigen
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Aufzeichnungspflichten (VwGH 93/18/0022); besondere Formvorschriften bestehen
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nicht — die Angaben dürfen auch in eine sonst geführte Unterlage aufgenommen werden
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(VwGH 88/08/0222). Es ist laufend zu ergänzen und richtigzustellen; neu angelegte
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Verzeichnisse ersetzen die vorherigen, die bis zwei Jahre nach der letzten
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Eintragung aufzubewahren sind.
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- **Einsicht:** Belegschaftsorgane (Betriebsrat und/oder Jugendvertrauensrat, → lb-jug-06)
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erhalten auf Verlangen Einsicht; die Organe der Arbeitsinspektion jederzeit. Das
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Verzeichnis ist am jeweiligen Betriebsstandort, an dem Jugendliche beschäftigt
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werden, zur Einsichtnahme vorzuhalten — nur zentrale Einsicht genügt nicht
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(VwGH 90/19/0584, 99/11/0383); ein bloßer Auszug ist unzulässig.
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- **Arbeitsstunden-Aufzeichnungen (§ 26 Abs 1 Z 5 KJBG):** entsprechen den
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Anforderungen des § 26 Abs 1 AZG; sie müssen Dauer und zeitliche Lage der
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Arbeitsstunden, der Ruhepausen und Ruhezeiten so ausweisen, dass die KJBG-Kontrolle
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möglich ist. Lohnkonten ersetzen die vom Dienstgeber zu führenden Zeitaufzeichnungen
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nicht (VwGH 91/19/0004).
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- **Sanktion:** Verletzung wie mangelhafte Führung sind verwaltungsstrafbar.
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## Kernwerte & Fristen (Stand 2026-07)
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| Wert / Regel | Detail |
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| Auslöseschwelle | bereits **ein** jugendlicher Beschäftigter → vollständiges Verzeichnis |
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| Pflichtangaben | Name/Vorname/Wohnort, Geburtsdatum, Eintrittstag, Art der Beschäftigung, Arbeitsstunden + Entlohnung, Urlaubszeiten, gesetzliche Vertreter (§ 26 KJBG) |
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| Führungsort | am jeweiligen Betriebsstandort; ständige Einsichtsmöglichkeit für Belegschaftsorgane und Arbeitsinspektion |
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| Formvorschriften | keine; Kombination mit anderen Unterlagen zulässig |
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| Aufbewahrung | ersetzte Verzeichnisse **2 Jahre** nach der letzten Eintragung |
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| Verwaltungsstrafe | **€ 72,– bis € 1.090,–**, im Wiederholungsfall **€ 218,– bis € 2.180,–**; auch mangelhafte Führung ist strafbar |
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## Rechtsgrundlagen
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- **§ 26 KJBG** (Verzeichnispflicht samt Abs 1 Z 5 — Stunden-/Entlohnungsaufzeichnung)
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und **§ 26 Abs 1 AZG** (Anforderungen an die Arbeitszeitaufzeichnung) ausdrücklich
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zitiert. ✅
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- Die Judikatur im Briefing betrifft Umfang, Einsicht und Ersatz durch Lohnkonten
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(u a. VwGH 93/18/0022, 88/08/0222, 90/19/0584, 99/11/0383, 91/19/0004). ✅
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## Payroll-Relevanz (Odoo)
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- **Kein Parallel-Datenmodell:** alle Pflichtangaben liegen in Odoo bereits vor —
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Stammdaten (hr.employee), Arbeitszeiten aus Zeiterfassung/Work Entries, Entlohnung
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aus dem Payslip, Urlaub aus hr.leave. Das Jugendlichenverzeichnis ist daher als
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**generierter Report/View** (zB QWeb) über bestehende Felder umsetzen.
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- **Standortfilter** für die Einsicht am Betriebsstandort sowie eine
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Berechtigungsrolle für Belegschaftsorgane/Arbeitsinspektion berücksichtigen.
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- **Zeitaufzeichnungen ≠ Lohnkonto:** der Report muss die zeitliche Lage der Stunden
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(Pausen/Ruhezeiten) ausweisen, nicht nur Entgeltsummen — die Stundenquelle ist die
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Zeiterfassung, nicht das Lohnkonto.
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- **Aufbewahrung** (2 Jahre) über das DSG-/Dokumenten-Retention-Setup des Mandanten
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sicherstellen; Verzeichnis laufend mit Stamm-/Zeitdaten synchron halten (Automatisierung).
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## Verweise
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- **KB-intern:** lb-jug-02 (Beschäftigung von Jugendlichen) · lb-jug-04
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(Arbeitszeitbezogene Verbote — Gegenstand der Aufzeichnungskontrolle) · lb-jug-06
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(Jugendvertrauensrat — Einsichtsrecht)
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- **Projekt:** `personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md`
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- *Hinweis:* Der Quelltext verweist auf „das Muster – Verzeichnis der Jugendlichen"
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und auf das Briefing „Aufzeichnungspflicht, Formen der Zeiterfassung“ —
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beide mit Batch 5 im Korpus: → lb-jug-08 (Jugendliche – Arbeitszeit)
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bzw. lb-zer-01/02 (Aufzeichnungspflicht, Formen der Zeiterfassung). |