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11 KiB
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id: lb-ins-08
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batch: 8
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title: "Privilegierte Auflösungsrechte in der Insolvenz"
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work: "Lexis Briefings Personalrecht"
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chapter: "Unternehmensauflösung & Betriebsübergang"
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topic: insolvenz-betriebsubergang
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author: "Sundl"
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stand: 2026-07
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source:
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pdf: ".lexis360/Lexis360_privilegierte_auflosungsrechte_in_der_insolvenz.pdf"
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text: ".lexis360/md/privilegierte_auflosungsrechte_in_der_insolvenz.md"
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legal_bases: ["IO § 21", "IO § 25", "AngG § 30 Abs 4", "GAngG § 30 Abs 4", "AngG § 31 Abs 2", "AngG § 31 Abs 3", "ArbVG § 105", "AMFG § 45a"]
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tags: [insolvenz, auflosungsrechte, austritt, kundigung, kundigungsentschadigung, sanierungsverfahren]
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cross_refs: ["lb-bnd-09", "lb-bnd-38", "lb-bnd-42", "lb-end-24", "lb-ins-06", "lb-ins-07"]
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# Privilegierte Auflösungsrechte in der Insolvenz
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*Lexis Briefings Personalrecht, Sundl, Stand Juli 2026 (lb-ins-08).*
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## Zusammenfassung
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- **System:** Die Insolvenzordnung gibt dem **Insolvenzverwalter** und dem
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**Arbeitnehmer** außerordentliche Lösungsrechte für **alle Verfahrensarten** — im
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Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung übt sie der **Arbeitgeber (Schuldner) mit
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Zustimmung des Sanierungsverwalters** aus. Anknüpfungspunkt ist primär
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**Fortführung oder Schließung** des Unternehmens; zu unterscheiden sind
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**angetretene** und **nicht angetretene** Arbeitsverhältnisse. Die
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**Restrukturierungsordnung (ReO, in Kraft 17. 7. 2021)** sieht **keine privilegierte
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Auflösung** von Arbeitsverhältnissen vor.
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- **Nicht angetretene AV (§ 21 IO):** Da § 25 IO angetretene AV betrifft, wird § 21 IO
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nach hA sinngemäß angewendet. Der **Rücktritt des Insolvenzverwalters (Schuldners)**
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ist an keine Bedingungen geknüpft, **nicht fristgebunden** und während des gesamten
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Verfahrens möglich; der Arbeitnehmer kann über das Insolvenzgericht eine **Frist zur
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Ausübung des Wahlrechts setzen** — Untätigkeit gilt als Rücktritt. Dem **Angestellten**
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steht ein gesetzliches Rücktrittsrecht nach **§ 30 Abs 4 AngG** (Gutsangestellte:
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§ 30 Abs 4 GAngG) zu: Die Insolvenzeröffnung ist **wichtiger Rücktrittsgrund**;
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das Recht erlischt mit Antritt des Arbeitsverhältnisses (hA: analog auf alle
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Arbeitnehmer und auf freie Dienstverträge). In beiden Rücktrittsfällen gebührt ein
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**pauschalierter Schadenersatz im Rang der Insolvenzforderung**, orientiert an der
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**Kündigungsentschädigung** (Zeitraum vom Antritt bis zur fiktiven ordentlichen
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Arbeitgeberkündigung); bei **befristeten** AV mit **3 Monaten** begrenzt (§ 31
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Abs 2 und 3 AngG).
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- **Angetretene AV (§ 25 IO) — Schließung:** Wird die Schließung des Unternehmens oder
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eines (abgrenzbaren) Bereichs vom Gericht **angeordnet, bewilligt oder festgestellt**
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(inkl. Feststellung, dass das Unternehmen bei Eröffnung bereits geschlossen war),
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kann der Arbeitnehmer **berechtigt vorzeitig austreten** und der Insolvenzverwalter
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bzw. der Arbeitgeber (Eigenverwaltung mit **Genehmigung** des Sanierungsverwalters)
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**außerordentlich kündigen**; bei Bereichsschließungen jeweils nur für die dort
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beschäftigten Arbeitnehmer. Ausübung: **innerhalb eines Monats** nach öffentlicher
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Bekanntmachung des Schließungsbeschlusses; in der Berichtstagsatzung beschlossen →
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Frist ab Tag der Berichtstagsatzung. Ohne Berichtstagsatzung und ohne
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Fortführungsanzeige in der Insolvenzdatei: Ausübung im **4. Monat nach der
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Eröffnung** (vor allem Auslandsinsolvenzen mit österreichischem Arbeitsrecht);
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Anzeige der Fortführung durch den ausländischen Verwalter lässt das Recht entfallen.
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- **Angetretene AV (§ 25 IO) — Fortführung:** Dem Arbeitnehmer verbleibt (außer dem
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**replizierenden Austrittsrecht** als Antwort auf eine Rationalisierungs- bzw.
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Sanierungskündigung) nur das reguläre arbeitsrechtliche Lösungsrecht (zB
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Arbeitnehmerkündigung). Beschließt das Gericht in der Berichtstagsatzung die
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Fortführung, kann der Insolvenzverwalter in **einzuschränkenden Bereichen innerhalb
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eines Monats nach der Berichtstagsatzung** kündigen; im Sanierungsverfahren mit
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Eigenverwaltung analog (Gefährdung des Sanierungsplans/der Fortführung), Ausübung
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**innerhalb eines Monats nach öffentlicher Bekanntmachung des Eröffnungsbeschlusses**;
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dem Gekündigten steht ein **replizierendes außerordentliches Austrittsrecht** zu
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(Folgen eines begründeten vorzeitigen Austritts).
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- **Begünstigungen des Verwalters/eigenverwaltenden AG:** Bindung nur an die
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**gesetzlichen, kollektivvertraglichen oder zulässigerweise vereinbarten kürzeren
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Kündigungsfristen** (unter Beachtung der gesetzlichen Kündigungsbeschränkungen);
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keine Bindung an **längere vertragliche Fristen**, an **vertraglich vereinbarten oder
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kollektivvertraglichen Kündigungsschutz**, an **Vordienstzeitenanrechnungen** auf
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Kündigungsfristen, an die „Angestellter ex contractu“-Besserstellung und an
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**Kündigungstermine** (Gesetz, KV oder Einzelvertrag). Der dem Arbeitnehmer wegen der **Fristverkürzung**
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gebührende Schadenersatz ist **Insolvenzforderung**. Die außerordentliche Kündigung
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bleibt an die **gesetzlichen Kündigungsbeschränkungen** gebunden: allgemeiner
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Kündigungsschutz (§ 105 ArbVG), besonderer Kündigungsschutz der Spezialgesetze
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(zB Mutterschutzgesetz, Arbeitsplatzsicherungsgesetz, Belegschaftsvertreter) und
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individueller Kündigungsschutz der Antidiskriminierungsgesetzgebung
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(Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Rasse etc.); bei spezialgesetzlichen
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Kündigungsgründen (zB VBG für Vertragsbedienstete) zählen auch diese. Das
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**Einmonatsfenster** bleibt gewahrt, wenn Klage bzw. Zustimmungsantrag fristgerecht
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eingebracht wurde; für die Anzeige im **Kündigungsfrühwarnsystem (§ 45a AMFG)** gilt
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dies außer im Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung.
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- **Begünstigungen des Arbeitnehmers:** Der Austritt nach § 25 IO gilt stets als
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**begründeter, vom Arbeitgeber verschuldeter Austritt** (Insolvenzeröffnung als
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wichtiger Grund) → **verschuldungsunabhängiger Schadenersatz** nach den Regeln der
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**Kündigungsentschädigung** (Bemessung nach ordnungsgemäßer Arbeitgeberkündigung
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bzw. Zeitablauf bei Befristung; bei besonderem Kündigungsschutz: fiktiv erstmöglicher
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Kündigungsausspruch **plus individueller Kündigungsfrist**, unter Beachtung des
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Wegfalls des Schutzes — typischerweise bei gänzlicher Schließung, bei Lehrlingen
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durch Zurücklegung der Gewerbeberechtigung; ein **Inhaberwechsel** ist keine
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Schließung, auch bei Übertragung aus der Masse). Die Beendigungsansprüche aus dem
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§ 25-Austritt sind **Insolvenzforderungen**.
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## Kernwerte & Fristen (Stand 2026-07)
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| Wert / Regel | Detail |
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|---|---|
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| ReO | keine privilegierte Auflösung von Arbeitsverhältnissen im Restrukturierungsverfahren (Stand 2026-07) ✅ |
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| Rücktritt § 21 IO (nicht angetretene AV) | nicht fristgebunden, während des gesamten Verfahrens; AN-Fristsetzung über Insolvenzgericht, Untätigkeit = Rücktritt ✅ |
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| Rücktrittsrecht Angestellte | § 30 Abs 4 AngG (§ 30 Abs 4 GAngG): Insolvenzeröffnung = wichtiger Rücktrittsgrund; erlischt mit AV-Antritt; hA analog auf alle AN und freie Dienstverträge ✅ |
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| Schadenersatz bei § 21 | pauschaliert, im Rang der Insolvenzforderung, an Kündigungsentschädigung orientiert; bei Befristung max. **3 Monate** (§ 31 Abs 2, 3 AngG) (Stand 2026-07) ✅ |
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| Schließung § 25 IO | Ausübung der außerordentlichen Rechte **innerhalb 1 Monats** nach öffentlicher Bekanntmachung (bei Beschluss in der Berichtstagsatzung ab deren Tag); ohne Berichtstagsatzung/Fortführungsanzeige: **4. Monat nach Eröffnung** (Stand 2026-07) ✅ |
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| Fortführung § 25 IO | Kündigung in einzuschränkenden Bereichen binnen **1 Monats** nach Berichtstagsatzung (Verwalter) bzw. nach öffentlicher Bekanntmachung des Eröffnungsbeschlusses (EV mit Zustimmung SV); replizierendes Austrittsrecht des AN (Stand 2026-07) ✅ |
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| Fristenprivilegierung | keine Bindung an längere vertragliche Fristen, KV-Kündigungsschutz, Vordienstzeitenanrechnung, Kündigungstermine ✅ |
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| Kündigungsbeschränkungen | Bindung an § 105 ArbVG, besonderen Schutz der Spezialgesetze (zB MSchG, Arbeitsplatzsicherungsgesetz, Belegschaftsvertreter) und Antidiskriminierung; Monatsfenster gewahrt bei fristgerechter Klage/Antrag; Kündigungsfrühwarnanzeige § 45a AMFG außer bei EV-Sanierung ✅ |
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| AN-Austritt § 25 IO | immer vom AG verschuldeter Austritt; Schadenersatz verschuldungsunabhängig (Kündigungsentschädigungsregeln); bei Besonderschutz: fiktiver erstmöglicher Ausspruch + individuelle Frist ✅ |
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| Qualifikation | Schadenersatz bei Fristverkürzung und Beendigungsansprüche aus § 25-Austritt = **Insolvenzforderungen** ✅ |
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## Rechtsgrundlagen
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- **§ 21, § 25 IO** (Rücktritts-/Auflösungsrechte) — ausdrücklich zitiert ✅
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- **§ 30 Abs 4 AngG** und **§ 30 Abs 4 GAngG** (Rücktrittsrecht Angestellte/Gutsangestellte
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bei Insolvenzeröffnung) — zitiert ✅
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- **§ 31 Abs 2 und 3 AngG** (Begrenzung der Kündigungsentschädigung bei Befristung) —
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zitiert ✅
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- **§ 105 ArbVG** (allgemeiner Kündigungsschutz) — zitiert ✅
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- **§ 45a AMFG** (Kündigungsfrühwarnsystem) — zitiert ✅
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- MSchG, Arbeitsplatzsicherungsgesetz, VBG — als Beispiele gesetzlicher
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Kündigungsbeschränkungen genannt, **ohne §-Zitat** ⚠ (Detailspeicherung vor Anwendung
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per RIS nötig)
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- Judikatur im Quelltext zitiert: 5 Ob 146/65, 4 Ob 1/84, 8 ObS 10/05m, 4 Ob 39/39,
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8 ObS 47/97p, 8 ObS 16/04t ✅ — ⚠ Zität „4 Ob 39/39 = EvBl 1980/127" (fn 6)
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vermutlich Zitierfehler der Quelle (Jahreszahl der Geschäftszahl), nicht verifiziert.
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## Payroll-Relevanz (Odoo)
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- **Beendigungs-Anlässe im Insolvenzfall** (§ 21/§ 25 IO) als Sonderfälle des
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Beendigungs-Workflows: Austritts-/Kündigungserfassung mit dem Rechtsgrund
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„§ 25 IO" bzw. „§ 21 IO" für die korrekte Endabrechnung und Nachweisführung.
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- **Fristberechnungen** (1-Monatsfenster ab Bekanntmachung/Berichtstagsatzung/
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Eröffnungsbeschluss; 4. Monat bei Auslandsinsolvenz; 3-Monats-Kappung bei
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Befristung) als Datumslogik im Beendigungs-Workflow hinterlegen.
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- **Kündigungsentschädigungs-Bemessung:** fiktive ordentliche Arbeitgeberkündigung
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(inkl. Besonderschutz: erstmöglicher Ausspruch + individuelle Frist) als
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Berechnungsgrundlage des Schadenersatzes — Schnittstelle zur
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Kündigungsentschädigungslogik (→ lb-end-24).
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- **Insolvenzforderungs-Qualifikation** der Beendigungsansprüche und des
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Fristverkürzungsschadens — Ausweis in der Endabrechnung für die
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Forderungsanmeldung (→ lb-ins-07, lb-ins-06).
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- Kündigungsfrühwarnsystem (§ 45a AMFG) als Melde-Pflicht-Ereignis (→ lb-bnd-42);
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im Odoo-19-Kontext Hinweis, kein Abrechnungsposten.
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## Verweise
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- **KB-intern:** lb-bnd-09 (Austritt - Folgen und Ansprüche) · lb-bnd-38 (Besonderer
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Kündigungsschutz) · lb-bnd-42 (Kündigungsfrühwarnsystem, § 45a AMFG) ·
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lb-end-24 (Kündigungsentschädigung - Arbeitsrecht) · lb-ins-06 (Insolvenz-
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Entgeltsicherung) · lb-ins-07 (Insolvenz und Arbeitsverhältnis — Masse-/
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Insolvenzforderungen)
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- **Projekt:** `personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md` (IO-/AngG-Regime) ·
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`personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Bgld.md` (Insolvenz-/Auflösungskonstellationen
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auch bei Gemeindebetrieben/Ausgliederungen denkbar) |