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id: lb-lsd-11
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batch: 4
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title: "Unterentlohnung - das geschützte Mindestentgelt"
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work: "Lexis Briefings Personalrecht"
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chapter: "Entgelt: Anspruch & Abrechnung"
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topic: lohndumping
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author: "Burger"
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stand: 2026-07
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source:
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pdf: ".lexis360/Lexis360_unterentlohnung_das_geschutzte_mindestentgelt.pdf"
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text: ".lexis360/md/unterentlohnung_das_geschutzte_mindestentgelt.md"
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legal_bases: ["LSD-BG § 2 Abs 3", "LSD-BG § 3 Abs 2", "LSD-BG § 3 Abs 3", "LSD-BG § 3 Abs 7", "LSD-BG § 29 Abs 1", "ASVG § 49 Abs 3", "AÜG § 10", "ABGB § 1152", "AngG § 6 Abs 1", "UrlG § 6", "AZG § 10", "AZG § 19d Abs 3b-3f", "RL 96/71/EG Art 3"]
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tags: [lohndumping, lsd-bg, mindestentgelt, kollektivvertrag, entgeltbegriff, entsendung]
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cross_refs: ["lb-lsd-02", "lb-lsd-07", "lb-lsd-09", "lb-lsd-12", "lb-lsd-13", "lb-ent-08", "lb-ent-10"]
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# Unterentlohnung – das geschützte Mindestentgelt
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*Lexis Briefings Personalrecht, Burger, Stand Juli 2026 (lb-lsd-11).*
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## Zusammenfassung
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- **Tatbestand (§ 29 Abs 1 LSD-BG):** geschützt ist zumindest das nach
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**Gesetz, Verordnung oder Kollektivvertrag** gebührende Entgelt
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**unter Beachtung der Einstufungskriterien** — ausgenommen die in
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**§ 49 Abs 3 ASVG** angeführten (sv-freien) Entgeltbestandteile.
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Zugrunde liegt der **weite arbeitsrechtliche Entgeltbegriff** (nicht
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nur das laufende Gehalt, sondern zB auch Überstundengrundentgelt samt
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Zuschlag, Urlaubsentgelt; bis Ende 2014 war nur der „Grundlohn"
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geschützt).
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- **Keine echte Aufwandsentschädigung = Entgelt:** Taggelder,
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Nächtigungsgelder und der zwingende Aufwandersatz für entsandte
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Arbeitnehmer (§ 3 Abs 7 LSD-BG, Reise-/Unterbringungs-/Verpflegungs-
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kosten) gehören nicht zum geschützten Entgelt; eine als
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„Aufwandsentschädigung" bezeichnete Leistung ist Entgelt, soweit sie
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keine Aufwandsfunktion erfüllt; pauschalierte Kostenersätze bleiben
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Aufwand, wenn sie die durchschnittlichen Aufwendungen im Wesentlichen
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abdecken. Entsendezulagen gelten anteilig als Entgelt bzw.
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Aufwandersatz. Verzugszinsen sind kein Entgelt.
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- **Quellen des Mindestentgelts:**
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- *Gesetz:* kein generelles gesetzliches Mindestentgelt in der
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Privatwirtschaft (auch nicht via § 1152 ABGB oder § 6 Abs 1 AngG);
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aber § 3 Abs 2 LSD-BG (Arbeitnehmer mit gewöhnlichem Arbeitsort
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Österreich bei ausländischem, nicht WKÖ-Mitglied Arbeitgeber:
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fiktive kv-Einreihung nach Gewerbeberechtigung), § 3 Abs 3 LSD-BG
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(Entsandte), **§ 10 AÜG** (Angemessenheit/Ortsüblichkeit für
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überlassene Arbeitnehmer), **§ 2 Abs 3 LSD-BG** (Entsendung/Über-
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lassung über **12 Monate** aus EWR/Schweiz: ab dann alle
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österreichischen Normen nach Günstigkeitsprinzip; Verlängerung auf
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**18 Monate** durch begründete Mitteilung; für überlassene
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Arbeitnehmer auch Mindestentgelt des Überlasser-KV).
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- *Verordnung:* Satzungen/Mindestlohntarife des Bundeseinigungsamts
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für Branchen ohne Kollektivvertrag.
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- *Kollektivvertrag:* nur der **normativ geltende** KV; ein bloß
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vereinbarter (anderer) KV schützt nicht.
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- **Nicht geschützt:** Betriebsvereinbarungen (zB Gewinnbeteiligungen),
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überkollektivvertragliches Arbeitsvertrags-Entgelt, Ansprüche aus
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betrieblicher Übung/unechter BV — deren Vorenthalten bleibt zivil
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klagbar, aber nicht strafbar. Ohne jede gesetzliche/verordnete/kv-
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Mindestentgeltbasis ist der Straftatbestand nicht erfüllbar (auch
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sittenwidrig niedrige Bezahlung nicht).
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- **„Abgeleitete" Ansprüche:** Für gesetzliche Entgeltfortzahlungen
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(Urlaub, Feiertag, Krankheit), den Überstundenzuschlag von **50 %**
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(§ 10 AZG) und den Mehrarbeitszuschlag von **25 %** bemisst sich der
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geschützte Anspruch **nicht am Ist-Entgelt, sondern am kv-
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Mindestentgelt** (Beispiele: Urlaubsentgelt bei vereinbart € 3.500 /
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KV € 3.000 → geschützt nur € 3.000; Überstundenentgelt gesetzlich
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€ 303,47 → geschützte Untergrenze € 260,12). Auch kv-**Ist-Lohn-
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Erhöhungen** sind nur bis zur kv-Mindestentgelt-Grenze geschützt
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(Beispiel Ist +2,5 %/Mindestlohn +3,0 %: bei unveränderter Zahlung
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von € 3.500 liegt das neue Mindestentgelt € 3.090 darunter → keine
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Unterentlohnung, obwohl die Ist-Erhöhung klagbar ist).
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- **§ 49 Abs 3 ASVG-Ausnahmen** (vom Mindestentgeltbegriff ausgenommen):
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Abfertigungen, Beiträge zur Betrieblichen Mitarbeitervorsorge und
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Altersvorsorgeaufwendungen, Zuschüsse (Krankengeld, Begräbnis,
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Kinderbetreuung), **eSt-freie Schmutzzulagen** (nicht Erschwernis-/
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Gefahrenzulagen — SEG-Zulagen sind rechnerisch aufzuspalten),
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Umzugsvergütungen. **Jubiläumsgelder** sind seit 2016 sv-pflichtig
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und daher (bei kv-Gebühren) geschützt. Entscheidend ist die
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**rechtliche** Beitragsfreiheit, nicht die tatsächlich erfolgte
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SV-Abfuhr („schwarze" Zahlung schließt den Schutz nicht aus).
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## Kernwerte & Fristen (Stand 2026-07)
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| Wert / Regel | Detail |
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|---|---|
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| Überstundenzuschlag (§ 10 AZG) | gesetzlich **50 %** des Überstundengrundentgelts; LSD-geschützt auf Basis des kv-Mindestentgelts (Stand 2026-07) |
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| Mehrarbeitszuschlag | gesetzlich **25 %** des Ist-Entgelts; geschützt nur auf kv-Mindestentgelt-Basis (Stand 2026-07) |
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| Rechenbeispiel Urlaubsentgelt | vereinbart € 3.500, KV € 3.000 → geschütztes Urlaubs-Mindestentgelt **€ 3.000** (Stand 2026-07) |
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| Rechenbeispiel Überstunden | 10 ÜSt: gesetzlich € 3.500/173 × 1,5 × 10 = **€ 303,47**; geschützte Untergrenze € 3.000/173 × 1,5 × 10 = **€ 260,12** (Stand 2026-07) |
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| Entsende-Frist § 2 Abs 3 | ab Entsendung/Überlassung über **12 Monate** (EWR/Schweiz) volle Anwendung österreichischer Normen; Verlängerung auf **18 Monate** mit begründeter Mitteilung (Stand 2026-07) |
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| Ist-Lohn-Erhöhung (Beispiel) | Ist +**2,5 %** / Mindestlohn +**3,0 %**: neue kv-Untergrenze € 3.090 unter Ist-Zahlung € 3.500 → keine Unterentlohnung (Stand 2026-07) |
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| SEG-Zulagen | Schmutzanteil (§ 49 Abs 3 ASVG) ausgenommen, Erschwernis-/Gefahrenanteil geschützt → rechnerische Aufspaltung |
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## Rechtsgrundlagen
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- **§ 29 Abs 1 LSD-BG** (Tatbestand, Einstufungskriterien, § 49 Abs 3-
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ASVG-Ausnahme), **§ 3 Abs 2/3/7**, **§ 2 Abs 3** LSD-BG,
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**§ 49 Abs 3 ASVG**, **§ 10 AÜG**.
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- **§ 6 UrlG** (Urlaubsentgelt), **§ 10 AZG** (Überstundenentgelt),
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||
**§ 19d Abs 3b–3f AZG** (Zuschlagspflicht der Mehrarbeitsstunden),
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**§ 1152 ABGB**/**§ 6 Abs 1 AngG** (kein Mindestentgeltssatz),
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**Art 3 Abs 1 lit i Entsende-RL 96/71/EG** (Entsendezulagen-Abgrenzung).
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- ✅ §-Zitate ausdrücklich im Quelltext; OGH-Judikatur zur
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Entsendezulage und zur fiktiven kv-Einreihung mit Fundstellen im
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Original.
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## Payroll-Relevanz (Odoo)
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- **Kernanbindung an das KV-Framework:** Das geschützte **Soll** je
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Arbeitnehmer und Lohnzahlungszeitraum ergibt sich aus den kv-
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Mindestentgelt-Werten (Gruppe/Stufe inkl. Einstufungskriterien und
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Vordienstzeiten) — genau die Datenstruktur des GP1-KV-Frameworks
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(`l10n_at_hr_payroll_private`); der Soll-Ist-Abgleich gegen die
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Ist-Abrechnung ist der zentrale LSD-BG-Use Case.
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- **Abgeleitete Ansprüche:** Für Urlaubsentgelt, Überstunden- und
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Mehrarbeitszuschläge ist eine **zweite, auf dem kv-Mindestentgelt
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basierende „protected"-Berechnung** nötig (nicht die Ist-Entgelt-
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Regeln der Payslip) — Umsetzung als separate Soll-Regeln im
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Abgleichsreport, nicht als Auszahlungskalkulation.
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- **Istlohnklauseln:** kv-Ist-Erhöhungen (→ lb-ent-08) wirken zivil,
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LSD-rechtlich aber nur bis zur kv-Mindestentgelt-Grenze — der
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Deckungscheck vergleicht gegen Mindestentgelt, nicht Ist-Lohn.
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- **Entgeltart-Klassifizierung:** sv-Freiheit nach § 49 Abs 3 ASVG
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(Schmutzzulage, BMSVG-Beiträge, Abfertigung, Jubiläumsgelder-Status)
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muss als Attribut je Entgeltart vorliegen, um geschützte Bestandteile
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zu bestimmen; SEG-Zulagen sind aufzuspalten. Sachbezüge und echte
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Aufwandsersätze (§ 3 Abs 7) sind nicht anrechenbar (→ lb-lsd-12).
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## Verweise
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- **KB-intern:** lb-lsd-02 (Einführung) · lb-lsd-07 (Prüfungsschema/
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Anwendungsbereich) · lb-lsd-09 (Nachzahlungsumfang inkl. § 49-Abs-3-
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||
Bestandteile) · lb-lsd-12 (Ist-Seite des Vergleichs) · lb-lsd-13
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||
(Soll-Ist-Vergleich & Sonderzahlungen) · lb-ent-08 (Istlohnklauseln) ·
|
||
lb-ent-10 (Lohn & Gehalt)
|
||
- **Projekt:** `personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md` (kv-Bezug,
|
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§ 49 Abs 3 ASVG-Inventar); KV-Datenpflege siehe
|
||
`personalverrechnung/RUNBOOK.md` (KV-Library). |