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9.1 KiB
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id: lb-brt-13
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batch: 8
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title: "Betriebsratsmitglied - Kündigungs- und Entlassungsschutz"
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work: "Lexis Briefings Personalrecht"
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chapter: "Betriebsrat & Betriebsvereinbarungen"
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topic: betriebsrat
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author: "Sabara"
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stand: 2026-07
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source:
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pdf: ".lexis360/Lexis360_betriebsratsmitglied_kundigungs_und_entlassungssch.pdf"
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text: ".lexis360/md/betriebsratsmitglied_kundigungs_und_entlassungssch.md"
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legal_bases: ["ArbVG § 120 Abs 1", "ArbVG § 120 Abs 3", "ArbVG § 120 Abs 4", "ArbVG § 121", "ArbVG § 122", "ArbVG § 122 Abs 3"]
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tags: [kundigungsschutz, entlassungsschutz, betriebsratsmitglied, mandatsschutzklausel, zustimmungsverfahren, betriebsrat]
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cross_refs: ["lb-bnd-12", "lb-bnd-38", "lb-brt-15", "lb-brt-18", "lb-brt-26", "lb-brt-27"]
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# Betriebsratsmitglied - Kündigungs- und Entlassungsschutz
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*Lexis Briefings Personalrecht, Sabara, Stand Juli 2026 (lb-brt-13).*
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## Zusammenfassung
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- **Grundsatz:** Kündigung oder Entlassung eines Betriebsratsmitglieds ist nur aus
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bestimmten, **taxativ** aufgezählten Gründen möglich und wird **erst nach vorheriger
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Zustimmung des Gerichts** wirksam; ohne diese ist sie **rechtsunwirksam** — das
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Dienstverhältnis besteht unverändert weiter (**§ 120 Abs 1 ArbVG**).
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- **Nachträgliche Zustimmung:** Bei den Entlassungsgründen **vorsätzlich begangene
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gerichtlich strafbare Handlung, Tätlichkeit, erhebliche Ehrverletzung** genügt
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ausnahmsweise die nachträgliche Zustimmung (**§ 122 Abs 3 ArbVG**); die Klage ist
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unverzüglich nach Ausspruch der Entlassung einzubringen.
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- **Zustimmungsgründe:** **§ 121 ArbVG** (Kündigungsgründe), **§ 122 ArbVG**
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(Entlassungsgründe) — abschließende Kataloge. Das Gericht hat das
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**Beschränkungs- und Benachteiligungsverbot** zu beachten; bloß „vorgeschobene"
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Gründe führen zur Verweigerung der Zustimmung.
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- **Mandatsschutzklausel:** Setzt das Betriebsratsmitglied den Kündigungs- bzw
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Entlassungsgrund **in Ausübung des Mandats** und war das Verhalten **unter Abwägung
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aller Umstände entschuldbar**, muss das Gericht die Klage abweisen. Anwendungsbereiche:
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**beharrliche Pflichtenverletzung** (Kündigungsgrund), **Untreue im Dienst**,
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**Verrat von Geschäfts- oder Betriebsgeheimnissen**, **Tätlichkeiten/Ehrverletzungen**
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ggü Betriebsinhaber, Familienangehörigen, Kollegen (Entlassungsgründe).
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- **Geschützter Personenkreis (§ 120 Abs 4 ArbVG):** Betriebsratsmitglieder;
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**Ersatzmitglieder** (bei ununterbrochener Vertretung durch mindestens zwei Wochen und
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ordnungsgemäßer Mitteilung an den Betriebsinhaber ohne unnötigen Aufschub — Nachricht
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erst **11 Tage** nach Vertretungseintritt ist zu spät, OLG Wien 7 Ra 65/21m);
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**Mitglieder von Wahlvorständen**; **Wahlwerber**; nach Beendigung der
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Tätigkeitsdauer **die Geschäfte weiterführende** Betriebsratsmitglieder.
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- **Beginn/Ende des Schutzes (§ 120 Abs 3 ArbVG):** Beginn mit **Annahme der Wahl**
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(nicht Konstituierung); Ende **drei Monate** nach Erlöschen der Mitgliedschaft; bei
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dauernder Einstellung des Betriebs mit Ablauf der Tätigkeitsdauer des Betriebsrats.
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Für Ersatzmitglieder und weiterführende Mitglieder: Ende drei Monate nach
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Beendigung der (Vertretungs)tätigkeit; Wahlvorstands-Mitglieder und Wahlwerber: von
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Bestellung bzw Bewerbung bis zum Ablauf der **Monatsfrist** zur Wahlanfechtung (vom Tag
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der Mitteilung des Wahlergebnisses an gerechnet).
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- **Zustimmungsverfahren:** Der Arbeitgeber bringt eine **Rechtsgestaltungsklage** beim
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Arbeits- und Sozialgericht gegen das Betriebsratsmitglied ein; das Klagebegehren muss
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Kündigung oder Entlassung und den **konkreten Gesetzesgrund** nennen. **Nachschieben**
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anderer Gründe ist unzulässig; keine Umdeutung der Klage auf Zustimmung zur Kündigung
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in eine Entlassung. Ist ein Entlassungstatbestand erfüllt, ist der Ausspruch der
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Kündigung aus diesem Grund jedenfalls möglich.
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- **Unverzüglichkeit:** Ist der Grund bekannt, ist die Klage unverzüglich einzubringen —
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bei klaren Sachverhalten kann bereits **Zuwarten bis zu einer Woche** zu lange sein
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(9 ObA 97/23i: Klage **10 Tage** nach Vorfall verfristet ohne rechtfertigende
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Gründe); Zuwarten über mehrere Monate führt jedenfalls zum **Untergang** des
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Kündigungs-/Entlassungsrechts.
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- **Wirkungen der Urteile:** Klagsstattgebendes Urteil: Ausspruch der Kündigung unter
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Einhaltung der Kündigungsfristen und -termine bzw der Entlassung **unverzüglich**
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durch den Arbeitgeber; bei Korrektur durch Berufungsgericht/OGH (drei Instanzen)
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bleibt das Dienstverhältnis **rückwirkend aufrecht**, das Entgelt für die vorläufig
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beendete Zeit ist **rückwirkend zu zahlen**. Abweisende Urteile ohne vorläufige
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Rechtswirkungen.
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- **Unwirksam gekündigt/entlassen:** Das Mitglied hat ein **Wahlrecht** — Bestandsschutz
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beharren (Feststellungsklage, praktikabler meist **Leistungsklage auf laufendes
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Entgelt**) oder die Beendigung hinnehmen und Ansprüche wie bei unberechtigter
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Arbeitgeberkündigung **einschließlich Kündigungsentschädigung** geltend machen; der
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Fortsetzungsanspruch ist zeitlich nicht unbegrenzt durchsetzbar (=
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**Aufgriffsobliegenheit**).
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## Kernwerte & Fristen (Stand 2026-07)
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| Wert / Regel | Detail |
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|---|---|
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| Wirksamkeitserfordernis | Kündigung/Entlassung erst nach **vorheriger gerichtlicher Zustimmung** wirksam (§ 120 Abs 1 ArbVG); ohne Zustimmung rechtsunwirksam ✅ |
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| Nachträgliche Zustimmung | nur bei Entlassung wegen vorsätzlich begangener gerichtlich strafbarer Handlung, Tätlichkeit, erheblicher Ehrverletzung (§ 122 Abs 3 ArbVG); Entlassung bis zum zustimmenden Urteil **schwebend unwirksam** ✅ |
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| Zustimmungsgründe | taxativ: § 121 ArbVG (Kündigung), § 122 ArbVG (Entlassung) ✅ |
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| Mandatsschutzklausel | Grund in Mandatsausübung gesetzt + entschuldbares Verhalten → Zustimmung zwingend zu verweigern ✅ |
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| Schutzbeginn | Annahme der Wahl (§ 120 Abs 3 ArbVG), nicht Konstituierung ✅ |
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| Schutzende | **3 Monate** nach Erlöschen der Mitgliedschaft (Stand 2026-07); bei dauernder Betriebseinstellung mit Ablauf der Tätigkeitsdauer ✅ |
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| Ersatzmitglieder | Schutz ab ununterbrochener Vertretung durch **min. 2 Wochen** + Mitteilung ohne unnötigen Aufschub (11 Tage Verspätung zu spät, OLG Wien 7 Ra 65/21m) ✅ |
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| Wahlvorstand/Wahlwerber | Schutz ab Bestellung/Bewerbung bis Ablauf der **Monatsfrist** zur Wahlanfechtung (ab Mitteilung des Wahlergebnisses) ✅ |
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| Klagefrist | **unverzüglich** ab Kenntnis des Grundes; klare Sachverhalte: bis zu **1 Woche** Zuwarten ggf. bereits zu lange; 10 Tage verspätet (9 ObA 97/23i); mehrere Monate Zuwarten → Untergang des Rechts ✅ |
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| Praxistipp | Kündigung erst **nach Ende des Kündigungsschutzes** aussprechen; die Kündigung darf erst nach Ende des Schutzes ausgesprochen werden ✅ |
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## Rechtsgrundlagen
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- **§ 120 Abs 1 ArbVG** (Wirksamkeitserfordernis gerichtliche Zustimmung), **§ 120 Abs 3
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ArbVG** (Beginn/Ende des Schutzes), **§ 120 Abs 4 ArbVG** (geschützter Personenkreis) —
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ausdrücklich zitiert ✅
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- **§ 121 ArbVG** (taxative Kündigungsgründe) und **§ 122 ArbVG** (taxative
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Entlassungsgründe), **§ 122 Abs 3 ArbVG** (nachträgliche Zustimmung) — zitiert ✅
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- Rechtsprechung im Briefing ua: OLG Linz 12 Ra 38/19y · 8 ObA 335/99v · 9 ObA 74/25k ·
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9 ObA 97/23i · 9 ObA 276/99z — als Belege genannt ✅
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## Payroll-Relevanz (Odoo)
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- **Bestandsschutz-Zustandsmodell:** Die Personalverrechnung muss bei
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Betriebsratsmitgliedern (inkl Ersatzmitglieder, Wahlwerber, Wahlvorstand) ein
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Mandats-Flag mit **Schutzbeginn (Annahme der Wahl)** und **Schutzende (+3 Monate)**
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führen; Beendigungs-Workflows (Kündigung/Entlassung, `hr.contract` state-Wechsel)
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sind während des Schutzes zu blockieren bzw mit Warnung zu versehen.
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- **Rückwirkende Abrechnung:** Wird die Zustimmung in höherer Instanz korrigiert, bleibt
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das Dienstverhältnis rückwirkend aufrecht — die Abrechnung muss für den
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„vorläufig beendeten" Zeitraum **rückwirkend Entgelt** (inkl allfälliger
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SV-Beitragsgrundlagen) erzeugen; Meldewesen (An-/Abmeldung) ist rückabzuwickeln.
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- **Schwebende Unwirksamkeit (Entlassung):** Bei Entlassung mit nachträglicher
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Zustimmung bleibt der Arbeitnehmer **arbeitpflichtig und abrechenbar**, bis das
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Urteil wirksam wird; Suspendierung mit Entgeltvorbehalt → Rückforderungslogik
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(Überzahlung) vorhalten (→ lb-brt-18).
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- **Kündigungsentschädigung:** Hinnahme der unwirksamen Beendigung löst Ansprüche wie
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bei unberechtigter Kündigung aus — Abrechnungsszenario in der
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Schlussabrechnungs-Engine (→ lb-bnd-38) vorsehen; laufendes Entgelt aus
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Leistungsklage als reguläre Bezüge.
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- Prozessuales (Zustimmungsverfahren) und Mandatsschutzklausel sind reine
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Rechtsfragen — keine Abrechnungslogik.
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## Verweise
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- **KB-intern:** lb-bnd-12 (Besonderer Entlassungsschutz) · lb-bnd-38 (Besonderer
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Kündigungsschutz) · lb-brt-15 (Betriebsratswahl; Schutz der Wahlwerber und
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|
Wahlvorstands-Mitglieder) · lb-brt-18 (Entlassung eines Betriebsratsmitgliedes;
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Katalog § 122 ArbVG) · lb-brt-26 (Kündigung eines Betriebsratsmitgliedes) ·
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lb-brt-27 (Kündigungsanfechtung; unwirksame Beendigung)
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- **Projekt:** `personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md` (Betriebsverfassungsrecht
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als Rahmen, unabhängig vom GemBG-Regime) |