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id: lb-grz-07
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batch: 7
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title: "Entsendung - Besteuerungsregelungen"
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work: "Lexis Briefings Personalrecht"
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chapter: "Außerhalb des Betriebsstandortes"
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topic: entsendung
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author: "Sabara/David"
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stand: 2026-08
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source:
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pdf: ".lexis360/Lexis360_entsendung_besteuerungsregelungen.pdf"
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text: ".lexis360/md/entsendung_besteuerungsregelungen.md"
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legal_bases: ["OECD-MA Art 15", "DBA Österreich-Deutschland Art 15", "DBA Österreich-Deutschland Art 16", "DBA Tschechien Art 14 Abs 3", "EStG § 99 Abs 1 Z 5", "BAO § 48"]
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tags: [entsendung, steuerrecht, dba, 183-tage-regel, wirtschaftlicher-arbeitgeber, betriebsstatte]
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cross_refs: ["lb-grz-01", "lb-grz-02", "lb-grz-06", "lb-rei-01", "lb-rei-02", "lb-rei-03", "lb-aug-01", "lb-aug-02", "lb-gsf-04", "lb-vst-04"]
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# Entsendung – Besteuerungsregelungen
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*Lexis Briefings Personalrecht, Sabara/David, Stand August 2026 (lb-grz-07).*
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## Zusammenfassung
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- **Grundsatz:** Der Ansässigkeitsstaat besteuert das **Welteinkommen**
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(unbeschränkte Steuerpflicht); der Tätigkeitsstaat erwirkt bei dort
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ausgeübter/verwerteter Tätigkeit eine **beschränkte Steuerpflicht**.
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Um Doppelbesteuerung zu vermeiden, hat Österreich zahlreiche
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**Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)** geschlossen, meist nach dem
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**OECD-Musterabkommen** — immer das konkrete DBA prüfen.
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- **Tätigkeitsstaatprinzip (Art 15 OECD-MA):** Besteuern darf grundsätzlich
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der Staat, in dem die Arbeit **physisch** ausgeübt wird.
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- **183-Tage-Regel (Art 15 OECD-MA):** Das Besteuerungsrecht bleibt beim
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Ansässigkeitsstaat, wenn kumulativ: (1) Aufenthalt im Tätigkeitsstaat
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**insgesamt nicht länger als 183 Tage innerhalb eines Zeitraums von
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12 Monaten, der während des betreffenden Steuerjahres beginnt oder
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endet**; (2) Vergütungen von einem **nicht im Tätigkeitsstaat ansässigen
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Arbeitgeber**; (3) Vergütungen werden **nicht von einer Betriebsstätte**
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im Tätigkeitsstaat getragen. DBA-Varianten für den Bezugszeitraum:
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Kalenderjahr, Steuerjahr (Großteil der ö DBA; Steuerjahr des
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Tätigkeitsstaats, Ausnahmen u. a. Australien, Großbritannien/Nordirland,
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Indien, Iran, Pakistan), variabler 12-Monats-Zeitraum.
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- **Taggezählung:** Jeder **physische Aufenthaltstag** zählt (An-/Abreisetag,
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arbeitsfreie Tage, im Tätigkeitsstaat verbrachte Urlaubs-/Krankheitstage,
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Kurzunterbrechungen) — unabhängig vom Zweck. **Nicht** mitzuzählen:
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Krankheitstage, die die Ausreise verhindern (und so die Befreiung kosten
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würden), ganztägig außerhalb verbrachte Tage (Wochenendheimfahrten,
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Urlaub in Drittstaaten), Durchreisen < 24 Stunden. Abweichend: DBA
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Tschechien (Art 14 Abs 3) rechnet auch außerhalb verbrachte, der Tätigkeit
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unmittelbar folgende Tage hinzu.
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- **Wirtschaftlicher Arbeitgeberbegriff:** Die ö Finanzverwaltung ist nach
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VwGH-Judikatur und BMF-Erlass (BMF-010221/0362-VI/8/2014 = ARD 6404/17/2014)
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vom zivilrechtlichen zum **wirtschaftlichen Arbeitgeber** übergegangen:
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Bei internationaler (Konzern-)Arbeitskräfteüberlassung ist regelmäßig der
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**Beschäftiger** der Arbeitgeber iSd DBA, der die Vergütung wirtschaftlich
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trägt — das Tätigkeitsstaats-Besteuerungsrecht kann also **auch unter
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183 Tagen** bestehen.
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- **Outbound:** Bei ≤ 183-tägigen Entsendungen in DBA-Staaten braucht die
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österreichische Freistellung/Anrechnung einen **ausländischen
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Besteuerungsnachweis** (zB Schreiben eines ausländischen Rechtsanwalts/
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Wirtschaftstreuhänders), der die Zugrundelegung des wirtschaftlichen
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Arbeitgebers dokumentiert. **Inbound:** Bei OECD-konformer Zuteilungsregel
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besteht für ö Tätigkeitseinkünfte **immer** ein österreichisches
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Besteuerungsrecht — freiwilliger Lohnsteuerabzug oder Steuerabzug von
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**20 % nach § 99 Abs 1 Z 5 EStG** (nicht lohnsteuerpflichtige Bestandteile
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wie Lohnnebenkosten/Gemeinkosten/Gewinnaufschlag können ausgeschieden
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werden).
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- **DBA Österreich–Deutschland:** Die Finanzverwaltungen unterscheiden
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konzerninterne und **gewerbliche** Arbeitskräfteüberlassung
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(Art 15 Abs 2 und 3 DBA AT/DE; VwGH Ra 2014/13/0011 = ARD 6547/16/2017);
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Art 15 Abs 3 ist **eng auszulegen** und betrifft nur die gewerbliche
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Überlassung. **Art 16 DBA-DE** (Sondervorschrift nur im DBA mit
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Deutschland): Geschäftsführer-/Vorstandsbezüge werden immer im Sitzstaat
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der Gesellschaft besteuert (→ lb-gsf-04, lb-vst-04).
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- **Weitere Ausnahmen vom Tätigkeitsstaatprinzip:** **Grenzgänger** (DBA mit
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Nachbarstaaten; Besteuerung im Ansässigkeitsstaat, Details je DBA),
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Gastlehrer/-professoren, Studenten/Ferialpraktikanten, Schiffs- und
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Flugpersonal, Künstler und Sportler.
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- **Betriebsstätte:** Dauerhafte Betriebsstätten (idR **länger als sechs
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Monate**: Ort der Leitung, Zweigniederlassung, Fabrikation, Bergwerk u. a.);
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temporäre Betriebsstätten = **Baustellen/Montagen** mit „Baustellenfrist"
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(idR **zwölf Monate**; vorübergehende Unterbrechungen mitzuzählen;
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Subunternehmerzeiten zugerechnet); keine Betriebsstätte bei bloßen
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Hilfsfunktionen (Lager, Ausstellung, Einkaufs-/Informationsbüro);
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dauerhafte **Schreibtisch-Verfügung** im Großraumbüro kann Betriebsstätte
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begründen, bloße Mitbenützung nicht (EAS 993, EAS 1613).
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- **Kausalitätsprinzip vor Zuflussprinzip:** Nachzahlungen (Prämien,
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Stock-Options, Abfertigungen, Jubiläumsgelder) werden vom Staat besteuert,
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der die zugrunde liegende Tätigkeit besteuert hat — Beispiel des
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Quelltexts: 25-Jahre-Jubiläumsgeld, 5 Jahre Ö-/20 Jahre DE-Tätigkeit →
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**1/5 Österreich / 4/5 Deutschland**.
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- **Kein DBA:** Ist es im Ausland tatsächlich zur Besteuerung gekommen,
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kann Österreich gem **§ 48 BAO** von der Einhebung absehen (AN im Inland
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ansässig, vergleichbare Steuer tatsächlich entrichtet — Nachweis). Beträgt
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die Auslandssteuer **weniger als 15 %** der Bezüge, ist dennoch österreichische
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Lohnsteuer zu entrichten (Anrechnung der Auslandssteuer); nicht mehr
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korrigierbare einbehaltene Lohnsteuer kann der AN über das Finanzamt
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zurückfordern.
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## Kernwerte & Fristen (Stand 2026-08)
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| Wert / Regel | Detail |
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|---|---|
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| 183-Tage-Regel | ≤ **183 Tage** innerhalb **12 Monaten**, die während des Steuerjahres beginnen/enden; AG nicht im Tätigkeitsstaat ansässig; keine Betriebsstätte trägt die Vergütung (Stand 2026-08) |
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| Taggezählung | nur **physische Anwesenheit**; An-/Abreisetag zählen; Durchreise < 24 h nicht (Stand 2026-08) |
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| Inbound ohne freiwilligen LSt-Abzug | **20 %** Abzug gem § 99 Abs 1 Z 5 EStG (Stand 2026-08) |
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| Kein DBA — § 48 BAO | Absehen von der Einhebung nur bei nachweislich vergleichbarer Auslandsbesteuerung; Auslandssteuer **< 15 %** → dennoch ö Lohnsteuer (Anrechnung) (Stand 2026-08) |
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| Dauerhafte Betriebsstätte | idR **> 6 Monate**; Baustellenfrist idR **12 Monate** (Stand 2026-08) |
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| Nachzahlungen | Kausalitätsprinzip: Verteilung nach der zugrunde liegenden Tätigkeit (Beispiel 1/5 Ö : 4/5 DE) (Stand 2026-08) |
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## Rechtsgrundlagen
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- **OECD-Musterabkommen** Art 15 (unselbstständige Arbeit), Art 16 (GF/Vorstand,
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nur DBA-DE) — ✅ ausdrücklich zitiert.
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- **DBA Österreich–Deutschland** Art 15 Abs 2/3 (gewerbliche AÜG, eng
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auszulegen), **Art 16** (GF-/Vorstandsbezüge im Sitzstaat) — ✅;
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**DBA Tschechien** Art 14 Abs 3 (abweichende Tagrechnung) — ✅.
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- **EStG § 99 Abs 1 Z 5** (20 %-Steuerabzug Inbound) und **BAO § 48**
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(Absehen von der Einhebung) — ✅; LStR 2002 Rz 923 (Arbeitgeberbegriff).
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- Judikatur/Erlasse des Quelltexts: VwGH 2009/13/0031 = ARD 6340/11/2013;
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BMF-010221/0362-VI/8/2014 = ARD 6404/17/2014 (wirtschaftlicher AG);
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Ra 2014/13/0011 = ARD 6547/16/2017; EAS 993 = SWI 1997, 71; EAS 1613 =
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SWI 2000, 194.
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## Payroll-Relevanz (Odoo)
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- **183-Tage-Zähler als Zeitraum-Attribut:** Physische Anwesenheitstage je
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Tätigkeitsstaat (An-/Abreisetag zählen, Durchreicheroutine) sammeln und
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gegen die DBA-Parameter (Bezugszeitraum: Kalender-/Steuerjahr vs.
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rollierend 12 Monate) laufen lassen; Überschreiten schaltet das
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Lohnsteuer-Regime um — Umsetzungs-Hinweis für einen Entsende-Monitor am
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Arbeitnehmer.
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- **Lohnsteuer-Regime je DBA** (Freistellungs-/Anrechnungsmethode,
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Grenzgänger-, GF-Sonderregeln) als parametrisierbare Zuordnung Staat →
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Regel; Inbound: § 99 Abs 1 Z 5 EStG (20 %) als eigene Abzugsregel neben
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der Lohnsteuer.
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- **Wirtschaftlicher Arbeitgeber** bei internationaler AÜG: Die
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Beschaftiger-Betrachtung kann das Besteuerungsrecht vor 183 Tagen
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verlagern — Kennzeichen am Überlassungsverhältnis (→ lb-aug-01/02).
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- **Nachzahlungsaufteilung** nach dem Kausalitätsprinzip erfordert
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Tätigkeitsstaaten-Historie je Arbeitnehmer — Hinweis für Bonus-/SZ-Logs;
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Taggeldregime parallel dazu (→ lb-rei-01/02/03; 183-Tage-Abstimmung).
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## Verweise
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- **KB-intern:** lb-grz-01/lb-grz-02 (Cluster-Grundlagen) · lb-grz-06
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(60 %-Begünstigung als Inlands-Fall) · lb-rei-01/lb-rei-02/lb-rei-03
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(Taggeld In-/Ausland — Abstimmung zur 183-Tage-Zählung) · lb-aug-01/
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lb-aug-02 (wirtschaftlicher Arbeitgeber bei AÜG) · lb-gsf-04 (GF-Steuerrecht,
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DBA-DE Art 16) · lb-vst-04 (Vorstand-Steuerrecht)
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- **Projekt:** `personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md`
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(Lohnsteuer-Regime). |