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[ADD] personalverrechnung: Lexis360 knowledge base (Batch 8)
Eighth Lexis 360 intake (134 briefings, source Stands 2025-06 to
2026-08), extending the corpus to 508 curated entries in 62 clusters.
This batch opens six further briefings chapters ('Beendigungsarten',
'Betriebsrat & Betriebsvereinbarungen', 'Beendigungsansprueche &
Endabrechnung', 'Beendigungsphase - Sonstiges', 'Meldungen &
Verpflichtungen', 'Unternehmensaufloesung & Betriebsuebergang';
sixteen chapters in total now).
- 6 new clusters: beendigungsarten bnd (44: Austritt, Entlassung,
Kuendung incl. Motiv-/sozialwidrige Kuendung, Probezeit,
Fruehwarnsystem), betriebsrat brt (35: Befugnisse, BR-Mitglieder,
Betriebsvereinbarungen, Kuendigungsschutz, Versetzung, Sozialplan),
endabrechnung end (25: Abfertigung Alt/Neu, freiwillige
Abfertigungen, Endabrechnung Zeitguthaben, Vergleich,
Kuendigungsentschaedigung, Abgangsentschaedigung, Outplacement),
beendigungsphase bso (10: Abmeldung SV, Arbeitslosengeld,
Dienstzeugnis, Konkurrenzklausel, ASG-Verfahren,
Aufloesungsabgabe), meldungen mel (8: DSGVO-Datenfragen,
Informationspflichten, Schriftform, Meldepflichten),
insolvenz/betriebsuebergang ins (8); existing clusters extended:
urlaub 14 -> 16, sonderzahlungen 4 -> 5, praemien 6 -> 7
- documented gaps closed: Motivkuendung (lb-bnd-43), Praemien bei
Beendigung (lb-end-18), Abfertigung Alt / Verfuegungsmoeglichkeiten
ueber die Abfertigung Neu (lb-end-01/02/03), Rueckzahlung von
Darlehen (lb-end-25), Ausbildungskostenrueckersatz (lb-end-26),
BR-Kuendigungs-/Entlassungsschutz (lb-brt-13),
Betriebsvereinbarungsbriefings (brt cluster), Dienstfreistellung
waehrend der Kuendigungsfrist (lb-bso-03)
- cross-batch reconciliations (9 back-references): ent-02 -> brt-19/
22/28/29, ent-11 -> end-26, prd-04 -> brt-13, rhz-04 -> bnd-43,
vor-10 -> end-01/02/03/16, kar-01 -> end-01/02, lvr-02 ->
end-06/25, prm-03 -> end-18, sac-06 -> bso-03 + prd-03 (batch-7
closure)
- brt-01 cross_ref fix: mislabeled lb-ent-01 ('Ueberlassene
Arbeitskraefte') corrected to lb-aug-01; SV-Meldepflicht pointer
now lb-mel-08
- ID gaps by design: lb-brt-24, lb-end-07, lb-bso-08 never assigned
(numbers retired by fossil-ID corrections, never reused)
- tooling: BATCH 8; new CHAPTER_TOPIC_MAP pinning layer (the same
topic under different chapters resolves to different clusters:
Sonderzahlungen/Provisionen/Praemien/Urlaubsersatzleistung exist
in both the Entgelt and the Beendigungsansprueche chapters);
6 new TOPIC_TO_PREFIX/CLUSTERS entries; keyword-fallback order
hardened (specific stems before generic beendigung/insolvenz/
entgelt/urlaub/meldepflicht)
- flagged for RIS: end-01 Abfertigung-Alt wage tax example below the
binding minimum-6% tariff, end-09 par. 68 overtime exemption
'10h/120 EUR' vs binding 15h/170 EUR, end-21 example DN-SV rate
18.07% vs component sum 17.57%, brt-20/22 facultative BV items
z7-z26 vs z7-z27, brt-15 '40 BRWO' citation garble, bnd-37 garbled
GlBG paragraph reference, mel-03 DSB retention 6 vs 7 months
(internal source contradiction), ins-06 inconsistent HBG year
labels
- curation in 12 groups (g1/g2 in prior sessions; g3 plus ten
parallel agent groups, each with a self-check on frontmatter/
structure/cross-refs); registry and check green: 508 sources,
508 curated entries, 0 problems
This commit is contained in:
@@ -0,0 +1,74 @@
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id: lb-bnd-44
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batch: 8
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title: "Sozialwidrige Kündigung"
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work: "Lexis Briefings Personalrecht"
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chapter: "Beendigungsarten"
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topic: beendigungsarten
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author: "Thöny-Maier"
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stand: 2026-07
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source:
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pdf: ".lexis360/Lexis360_sozialwidrige_kundigung.pdf"
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text: ".lexis360/md/sozialwidrige_kundigung.md"
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legal_bases: ["ArbVG § 105", "ArbVG § 105 Abs 3 Z 1", "ArbVG § 105 Abs 3 Z 2", "ArbVG § 105 Abs 3b", "ArbVG § 105 Abs 3c", "ArbVG § 105 Abs 4", "ArbVG § 105 Abs 6", "ArbVG § 105 Abs 7", "ArbVG § 107", "ArbVG § 264 Abs 31", "ASGG § 5 Abs 2", "ASGG § 50 Abs 2", "AVRAG § 15 Abs 3"]
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tags: [sozialwidrig, kundigungsanfechtung, betriebsrat, interessenabwagung, sozialvergleich, kundigungsschutz]
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cross_refs: ["lb-bnd-43", "lb-brt-27", "lb-brt-31", "lb-brt-34", "lb-bso-10"]
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# Sozialwidrige Kündigung
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*Lexis Briefings Personalrecht, Thöny-Maier, Stand Juli 2026 (lb-bnd-44).*
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## Zusammenfassung
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- **Anfechtungsgründe (§ 105 ArbVG):** eine Kündigung kann bei Gericht wegen **Sozialwidrigkeit** (§ 105 Abs 3 Z 2; nach zumindest **sechsmonatiger Betriebszugehörigkeit**) oder wegen eines **verpönten Motivs** (§ 105 Abs 3 Z 1) angefochten werden (→ lb-bnd-43). Kläger ist der **Betriebsrat oder der Arbeitnehmer** je nach Stellungnahme des BR (Widerspruch, Zustimmung, keine Stellungnahme); Beklagter der Betriebsinhaber. Für die Anfechtung stehen nur **kurze Fristen** zur Verfügung.
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- **Gerichtsstand und Erfolg:** zuständig ist das **Arbeits- und Sozialgericht am Betriebssitz** (§ 50 Abs 2 iVm § 5 Abs 2 ASGG). Gewinnt der AN, wird die Kündigung gem **§ 105 Abs 7 ArbVG aufgehoben**; das Arbeitsverhältnis bleibt **ununterbrochen aufrecht**, als ob nie gekündigt worden wäre — alle Entgeltansprüche, **Sonderzahlungen etc** (inkl allfälliger Mehr- und Überstundenschnitte) sind **nachzubezahlen**; anrechenbar ist, was der AN in der Zwischenzeit verdient oder absichtlich zu verdienen versäumt hat (der AG muss nachweisen, dass der AN jederzeit ein anderes DV hätte antreten können). Bleibt die Klage erfolglos, bleibt es bei der Kündigung.
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- **Nur rechtswirksame Kündigungen** sind anfechtbar: der BR muss **ordnungsgemäß verständigt** worden sein und die **einwöchige Stellungnahmefrist** abgewartet worden sein (OLG Wien 8 Ra 154/95).
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- **Sperrrecht des BR (§ 105 Abs 6 ArbVG):** in Betrieben mit BR kann der AN die Kündigung wegen Sozialwidrigkeit nur anfechten, wenn der BR **nicht zugestimmt** hat. Bei **Widerspruch** oder **keiner Stellungnahme** des BR ist die Anfechtung möglich, sofern der AN mindestens **6 Monate** im Betrieb beschäftigt ist.
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- **Betriebsratspflichtiger Betrieb ohne BR (§ 107 ArbVG):** wäre ein BR zu errichten (dauernd mindestens fünf AN), besteht aber keiner, kann der AN **binnen 2 Wochen nach Zugang der Kündigung** anfechten — ebenfalls mindestens 6 Monate Betriebszugehörigkeit; bei Einstellung erst nach vollendetem **50. Lebensjahr** beträgt die erforderliche Betriebszugehörigkeit **2 Jahre**.
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- **Nicht betriebsratspflichtige Betriebe** (weniger als fünf AN): keine Anfechtung nach dem ArbVG; **§ 15 Abs 3 AVRAG** sieht Anfechtungsmöglichkeiten für AN der **Jahrgänge 1935 bis 1942** und ANinnen der **Jahrgänge 1940 bis 1947** vor (6monatige Betriebszugehörigkeit).
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- **Fristenübersicht** (lt Briefing): **Widerspruch** — BR auf Verlangen des Gekündigten binnen **1 Woche** ab Verständigung; fechtet der BR trotz Verlangen nicht an, bleibt dem AN **weitere 2 Wochen** ab Ablauf der BR-Frist (§ 105 Abs 4). **Keine Stellungnahme** — AN binnen **2 Wochen ab Zugang der Kündigung**. **Zustimmung** — AN 2 Wochen ab Zugang, aber **nur Motivanfechtung**, nicht wegen Sozialwidrigkeit.
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- **Voraussetzungen der Sozialwidrigkeitsanfechtung:** mind. **6 Monate Betriebszugehörigkeit** (Betrieb oder zugehöriges Unternehmen), Beeinträchtigung **wesentlicher Interessen** des AN, es sei denn, der AG weist nach, dass die Kündigung durch **in der Person des AN liegende Umstände** oder **betriebliche Erfordernisse** begründet ist. Zu berücksichtigen sind Ausbildungsstand, Vermittelbarkeit am Arbeitsmarkt, familiäre Verpflichtungen (Sorgepflichten) und die gesamte wirtschaftliche Situation (Zahlungs-/Unterhaltspflichten, Einkommen des Ehepartners); **Vorruhestandsgelder und Pensionsansprüche** sind zu berücksichtigen, **nicht** jedoch die zu leistende Abfertigung oder die Urlaubsersatzleistung. Das Gericht erstellt eine **Prognose**, ob der AN unzumutbar in seinen Existenzgrundlagen beeinträchtigt wird — zB bei lang andauernder Arbeitslosigkeit, bei Einkommenseinbußen **idR über 20 %** (sofern andere Einkünfte dies nicht so abmildern, dass ein überdurchschnittliches Einkommen verbleibt) oder beim **Verlust einer Dienstwohnung**. Die Entscheidung erfolgt immer **im Einzelfall** als Gesamtbetrachtung.
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- **Personenbezogene Kündigungsgründe:** Pflichtverletzungen, mangelnde Verträglichkeit, mangelnde Loyalität, mangelhafte Arbeitsleistung; herangezogenes Verhalten muss im **zeitlichen Zusammenhang** zur Kündigung stehen. **Soziale Gestaltungspflicht:** bei älteren langjährigen Mitarbeitern mit altersbedingter Minderleistung ist der AG verpflichtet, den AN auf einem zumutbaren **anderen Arbeitsplatz** einzusetzen.
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- **Betriebliche Kündigungsgründe:** wirtschaftliche Gründe (Umstrukturierung, Rationalisierung, Kosteneinsparung, Rückgang der Auftragslage). Das Gericht prüft **nicht**, ob Reorganisations-/Rationalisierungsmaßnahmen notwendig/zweckmäßig sind; ist die Tätigkeit des AN weiterhin erforderlich, ist keine sachliche Rechtfertigung gegeben; **„zu teures" Entgelt und Ersatz durch eine billigere Arbeitskraft** stellt keine betriebsbedingte Rechtfertigung dar. Aus der sozialen Gestaltungspflicht folgt: vor der betriebsbedingten Kündigung ist ein **zumutbarer und freier Ersatzarbeitsplatz anzubieten** (OGH 8 ObA 8/19p).
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- **Ältere Arbeitnehmer (§ 105 Abs 3b ArbVG):** vieljährige ununterbrochene Beschäftigung und die wegen des höheren Lebensalters zu erwartenden **Wiedereingliederungsschwierigkeiten** sind besonders zu berücksichtigen — nicht jedoch bei AN, die bei der Anstellung das 50. Lebensjahr vollendet hatten und gem **§ 264 Abs 31 ArbVG nach dem 30. 6. 2017** eingestellt wurden.
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- **Interessenabwägung und Sozialvergleich:** weist die klagende Partei die Interessenbeeinträchtigung nach, ist eine **Interessenabwägung** gegen die Interessen des AG vorzunehmen; überwiegen die AN-Interessen, wird die Kündigung aufgehoben. **Sozialvergleich (§ 105 Abs 3c ArbVG):** nur auf **Vorbringen der klagenden Partei** (BR oder AN), dass die Kündigung für andere AN sozial weniger hart wäre — dann hat der AG die Folgen einer Kündigung anderer darzulegen; verglichen wird mit AN, deren Tätigkeit der Gekündigte mit seinen Fähigkeiten ausüben könnte, **auch mit minderqualifizierten**, wenn der AN willens ist.
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## Kernwerte & Fristen (Stand 2026-07)
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| Wert / Regel | Detail |
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| Anfechtungsgründe | § 105 Abs 3 Z 1 ArbVG (Motiv) / § 105 Abs 3 Z 2 ArbVG (Sozialwidrigkeit) ✅ |
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| Betriebszugehörigkeit | mind. **6 Monate** (Betrieb oder zugehöriges Unternehmen); bei Einstellung ab vollendetem **50. Lebensjahr**: **2 Jahre** (§ 107 ArbVG) ✅ |
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| Frist BR-Widerspruch | BR auf Verlangen binnen **1 Woche** ab Verständigung (§ 105 Abs 4); sonst AN **weitere 2 Wochen** ✅ |
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| Frist keine Stellungnahme | AN **2 Wochen ab Zugang** der Kündigung ✅ |
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| Frist BR-Zustimmung | 2 Wochen ab Zugang, aber nur **Motivanfechtung** (keine Sozialwidrigkeitsanfechtung wegen § 105 Abs 6) ✅ |
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| Gerichtsstand | ASG am Betriebssitz (§ 50 Abs 2 iVm § 5 Abs 2 ASGG) ✅ |
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| Erfolg der Anfechtung | Aufhebung (§ 105 Abs 7), DV ununterbrochen aufrecht; Nachzahlung von Entgelt/SZ inkl Mehr-/Überstundenschnitten; Anrechnung von Zwischenverdienst ✅ |
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| Anfechtbarkeitsvoraussetzung | nur rechtswirksame Kündigung (ordnungsgemäße BR-Verständigung + 1-wöchige Stellungnahmefrist abgewartet) ✅ |
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| Indiz Interessenbeeinträchtigung | lang andauernde Arbeitslosigkeit; Einkommenseinbußen idR **über 20 %** (Stand 2026-07; 9 ObA 261/98t); Verlust einer Dienstwohnung ✅ |
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| Nicht zu berücksichtigen | Abfertigung und Urlaubsersatzleistung (dagegen Vorruhestandsgelder/Pensionsansprüche ja) ✅ |
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| Ältere AN | § 105 Abs 3b: vieljährige ununterbrochene Beschäftigung + Wiedereingliederungsschwierigkeiten besonders berücksichtigen; Ausnahme § 264 Abs 31 ArbVG (Einstellung nach dem 30. 6. 2017 ab 50. Lebensjahr) ✅ |
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| Sozialvergleich | § 105 Abs 3c — nur auf Vorbringen; Vergleichsgruppe auch mindERqualifizierte bei Bereitschaft des AN ✅ |
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| Kleinstbetriebe | < 5 AN: keine ArbVG-Anfechtung; § 15 Abs 3 AVRAG (Jahrgänge 1935–1942 bzw 1940–1947) ✅ |
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## Rechtsgrundlagen
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- **§ 105 ArbVG** (Abs 3 Z 1 und Z 2, Abs 3b, Abs 3c, Abs 4, Abs 6, Abs 7) — ausdrücklich zitiert ✅
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- **§ 107 ArbVG** (Anfechtung im betriebsratspflichtigen Betrieb ohne BR) und **§ 264 Abs 31 ArbVG** (Ausnahme für ab 50-Jährige) — zitiert ✅
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- **§ 50 Abs 2, § 5 Abs 2 ASGG** (örtliche Zuständigkeit) — zitiert ✅
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- **§ 15 Abs 3 AVRAG** (Anfechtung für bestimmte Jahrgänge in Kleinstbetrieben) — zitiert ✅
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## Payroll-Relevanz (Odoo)
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- **Rückabwicklung bei Anfechtungserfolg:** DV bleibt aufrecht — Vertragsende nicht setzen bzw zurückrollen (`hr.contract`), geleistete **Beendigungsabrechnungen rückabwickeln** und Entgelt/Sonderzahlungen inkl. Mehr-/Überstundenschnitten als Korrekturläufe nachzahlen; Zwischenverdienst anrechnen (Nachweis beim AG).
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- **Fristen als Workflow-Warnung:** Anfechtungsfristen (1 Woche BR / 2 Wochen AN ab Zugang; abweichend § 107-Konstellation) und die **1-wöchige BR-Stellungnahmefrist vor Ausspruch** sind keine Abrechnungslogik, aber prozessseitig vor dem Setzen des `date_end` zu beachten (→ lb-brt-34).
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- **Endabrechnung nur nach Bestandkraft:** bei laufender Anfechtung Endabrechnung/Abmeldung (Meldewesen) zurückhalten oder stornierbar halten — sonst Korrekturaufwand in hr_payroll und SV-Meldewesen.
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- **Sozialvergleichs-Daten** (Beschäftigungsdauer, Alter, Qualifikation je Vergleichskandidat) lassen sich aus HR-Stammdaten bereitstellen — Rechtsfrage bleibt beim Gericht.
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- **Kein SV-/Beitrags-Sonderwert** im Briefing.
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## Verweise
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- **KB-intern:** lb-bnd-43 (Motivkündigung — zweiter Anfechtungsgrund, Beweismaß) · lb-brt-27 (Kündigungsanfechtung) · lb-brt-31 (Stellungnahme des Betriebsrates zur Kündigung) · lb-brt-34 (Verständigung des Betriebsrates vor Kündigungsausspruch) · lb-bso-10 (Verfahren vor dem ASG)
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- **Projekt:** `personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md` (ArbVG-/ASGG-Regime)
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- *Hinweis:* Die Querverweise des Briefings auf „Verfahren mit dem Betriebsrat" sowie auf Rechtsprechungsübersichten (Krankenstände als personenbezogener Kündigungsgrund, weitere personenbezogene Kündigungsgründe) sind im Export als unvollständige Verweisstellen übernommen — nicht rekonstruiert; zwei Entscheidungszahlen der Fußnoten sind verstümmelt („0724/79", „0441/75").
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Reference in New Issue
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