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odoo-at-payroll/personalverrechnung/wissensbasis/dokumente/uberstundenzuschlage_abgabenrechtliches.md
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fegger 2cc6be7832 [ADD] personalverrechnung: Lexis360 knowledge base (Batch 3)
Third Lexis 360 intake (44 briefings, source Stands 2025-06 to
2026-08), extending the corpus to 151 curated entries in 19 clusters.
All batch-3 topics sit in the 'Entgelt: Anspruch & Abrechnung'
chapter - this is the most payroll-core batch so far (SZ tariff
mechanics, surcharges, commuter allowances, travel expenses, BMSVG).

- 6 new clusters: reisekosten (9), pendlerforderung (9),
  vorsorgeleistungen (11), zuschlage (8), sonderzahlungen (4),
  geschenke (2); plus lb-ent-11 (Ausbildungskosten-Rueckerstattung)
  appended to the entgelt cluster
- two URL-encoded export filenames (%c3%9f = sharp-s) normalized
  before intake
- cross-batch reconciliation: lb-prm-04's dangling reference to
  'Sonderzahlungen - Steuer' resolved against the new lb-son-04
  (and lb-son-03 for the SV side); cross_refs updated
- curated entries cross-checked against the verified legal inventory
  (RECHTSQUELLEN-Privat.md): 67-EStG staffel, 68-EStG free limits,
  BMSVG core values confirmed; deviations flagged, notably the
  124b-Ueberstundenmassnahme 2026 citation in lb-zus-07 - the
  briefing cites 'Z 440 lit c'/'BGBl I 4/2026' while the verified text
  is Z 476 lit c idgF BGBl I 43/2026 (Aufrollung bis 30. 9. 2026),
  and lb-ent-01's blanket 120 EUR for 68 Abs 2 (verified: 170 EUR
  2026)
- further flagged points: lb-pen-09 table value 3,672 EUR (likely
  print error, arithmetic 2,448), PendlerVO-vs-BMF-FAQ divergence
  (lb-pen-01), 183-day rule Finanz vs UFS (rei), teleworker trips
  Finanz vs BFG/VwGH (lb-rei-07), SV status of staff participation
  foundations (lb-vor-01), customer gifts without SV value limit
  (lb-ges-02)
- batch-4 candidates updated in the RUNBOOK (Abfertigung Alt,
  Corona-Kurzarbeit u. a.); README cluster table extended to
  batches 1-3

Validated: --registry 151 entries/19 clusters, --check 0 problems,
structural scan over all 151 curated docs, py_compile.
2026-09-10 11:08:26 +02:00

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id: lb-zus-07
batch: 3
title: "Überstundenzuschläge - Abgabenrechtliches"
work: "Lexis Briefings Personalrecht"
chapter: "Entgelt: Anspruch & Abrechnung"
topic: zuschlage
author: "Thöny-Maier"
stand: 2026-07
source:
pdf: ".lexis360/Lexis360_uberstundenzuschlage_abgabenrechtliches.pdf"
text: ".lexis360/md/uberstundenzuschlage_abgabenrechtliches.md"
legal_bases: ["EStG § 68 Abs 1", "EStG § 68 Abs 2", "EStG § 68 Abs 4 Z 7", "EStG § 68 Abs 7", "EStG § 77 Abs 3", "EStG § 124b", "ARG § 9 Abs 5", "AZG § 10", "LStR 2002"]
tags: [uberstundenzuschlag, uberstundenfreibetrag, freigrenzen, all-in, gleitzeit, aufrollung]
cross_refs: ["lb-zus-08", "lb-zus-05", "lb-zus-02", "lb-zus-03", "lb-tzb-04", "lb-ent-01", "lb-lei-01"]
---
# Überstundenzuschläge Abgabenrechtliches
*Lexis Briefings Personalrecht, Thöny-Maier, Stand Juli 2026 (lb-zus-07).*
## Zusammenfassung
- **Systematik:** Das EStG unterscheidet Überstunden an Wochentagen
(**§ 68 Abs 2**, außer Nachtarbeit) von Überstunden an Sonn-/Feiertagen
oder in der Nacht (**§ 68 Abs 1**, gemeinsamer Freibetrag mit SEG- und
SFN-Zuschlägen — Details → lb-zus-05). Die Grundstunde ist immer
steuerpflichtig, nur der Zuschlag ist begünstigbar.
- **Wochentags-Überstunden (§ 68 Abs 2 EStG):** 2026 sind die Zuschläge
für die **ersten 15 Überstunden** im Monat im Ausmaß von 50 % des
Grundlohnes, insgesamt jedoch höchstens **€ 170,/Monat**, steuerfrei;
ab 2027 gilt wieder die Grundregel (erste 10 Überstunden, max
€ 120,). Die 2026er-Maßnahme wurde vom Nationalrat am 21. 1. 2026
beschlossen; noch nicht berücksichtigte LZP sind per Aufrollung nach
**§ 77 Abs 3 EStG** zu korrigieren. — ✅ Verbindlich nach
RECHTSQUELLEN-Privat (GP0): § 124b **Z 476 lit c idgF BGBl I 43/2026**
(erste 15 ÜStd, max 170 €/Monat für LZP 2026, Aufrollung bis
**30. 9. 2026**); Vorgängerfassung **BGBl I 4/2026** = § 124b **Z 492**
(Aufrollung bis 31. 5. 2026). ⚠ Das Briefing zitiert „§ 124b Z 440
lit c" und die Aufrollungsfrist „31. 5. 2026" (Stand 2026-07) —
Z-Nummer und Frist vor Implementierung gegen RIS konsolidieren;
⚠ lb-ent-01 (Stand 2026-07) nennt für § 68 Abs 2 pauschal € 120,
ohne die 2026er-Sondermaßnahme. Verbindlich für 2026: 15 ÜStd /
€ 170, ✅ RECHTSQUELLEN.
- **Stundenzählig:** Bei weniger als 15 (ab 2027: 10) Überstunden dürfen
höhere Zuschläge die freien 50 %-Zuschläge nicht „auffüllen"
(Beispiel 2026: 10 ÜStd à 100 % Zuschlag = € 300, → nur € 150,
begünstigt); bei geringeren Zuschlägen bleibt es bei der
Stundenbegrenzung (Beispiel: 20 ÜStd à 25 % → € 112,50, steuerfrei für
15 Stunden). Zuschläge für Samstagsarbeit fallen unter § 68 Abs 2.
Mehrarbeitszuschläge wegen KV-verkürzter Normalarbeitszeit gelten als
Überstundenzuschläge (LStR Rz 1146); Mehrarbeitszuschläge nach
§ 19d AZG (Teilzeit, 25 %) sind steuerpflichtig (→ lb-zus-02/03).
- **Stundenteiler:** Grundlohn-Teiler ausgehend von der 40-Stunden-Woche:
**173** (KV/BV sehen oft andere vor). Bei All-in ohne abgeglichene
Zuschlagsanzahl gilt der **Teiler 195,5** (173 + 15 Überstunden + 7,5
Stunden für die 50 %-Zuschläge) unabhängig von der kollektivvertraglichen
Normalarbeitszeit (LStR Rz 1162; Beispiel: Monatsgehalt € 4.398,75,
15 Zuschläge = € 168,75,; der KV-Teiler 150 darf dafür nicht verwendet
werden). Diese Methode dient nur der Berechnung der steuerfreien
Zuschläge, nicht der arbeitsrechtlichen Deckungsprüfung.
- **Aufzeichnungen (LStR Rz 1161):** Keine gesonderten Aufzeichnungen
nötig, wenn in früheren LZP Überstunden in diesem oder höherem Ausmaß
geleistet und gezahlt wurden; geleistete AZG-Aufzeichnungen sind
steuerlich maßgeblich. Bei Neuanstellung/Erstleistung: Aufzeichnung über
mindestens **6 Monate**. Leitende Angestellte ohne AZG: Begünstigung
nur, wenn innerbetrieblich eine Normalarbeitszeit entsprechend
**§ 68 Abs 4 Z 7** für alle AN/Gruppen festgelegt ist.
- **Feiertagsarbeitsentgelt ab 2026:** Nach der BFG-Entscheidung
RV/3100544/2017 (19. 12. 2024) war das Feiertagsarbeitsentgelt
(§ 9 Abs 5 ARG) nicht mehr als steuerfreier Zuschlag behandelbar; der
Gesetzgeber hat es **rückwirkend ab 1. 1. 2026** wieder in den
§ 68 Abs 1-Begünstigungsumfang aufgenommen (Aufrollung ab Jänner 2026
lt. Quelltext bis Ende Mai 2026 — zur Fristen- und Z-Nummern-Lage s. o.
und → lb-zus-05).
- **Gleitzeit:** Die steuerliche Beurteilung knüpft seit 2025 konsequent
an die arbeitsrechtliche Qualifikation an. Gleitzeit-Überstunden liegen
vor bei Überschreiten der in der Gleitzeitvereinbarung festgelegten
täglichen/wöchentlichen Normalarbeitszeit, bei Anordnung außerhalb der
regulären Normalarbeitszeit, bei Arbeit außerhalb des Gleitzeitrahmens
und bei Überschreiten des übertragbaren Saldos am Periodenende — diese
Stunden sind auf einem **separaten Überstundenkonto** (nicht dem
Gleitzeitguthaben) zu führen und dem LZP des Kalendermonats zuzuordnen.
- **All-in:** § 68 Abs 2 ist seinem Wortlaut nach **monatlich** zugeordnet;
nach LStR Rz 1162a ist eine durchschnittliche Betrachtung möglich, wenn
im Jahresdurchschnitt tatsächlich Überstunden im erforderlichen Ausmaß
geleistet werden (12 × 15 = 180 Stunden); missbräuchliche Verteilung
schließt die Begünstigung aus. Ob diese Auslegung unter der neuen
arbeitsrechtlich angelehnten Betrachtung aufrechterhalten wird, bleibt
abzuwarten (⚠).
- **Krankheit:** Können im Jahresdurchschnitt rechnerisch zugrunde
gelegte Überstunden wegen Erkrankung nicht geleistet werden, sind die
in der Gesamtvergütung enthaltenen Zuschläge nach **§ 68 Abs 7
dritter Teilstrich** wie abgeleistete Überstunden zu behandeln.
- **Pauschalen:** Zuschläge nach § 68 Abs 1 lassen sich aus
Überstundenpauschalen grundsätzlich nicht herausrechnen (VwGH, LStR
Rz 1163).
## Kernwerte & Fristen (Stand 2026-07)
| Wert / Regel | Detail |
|---|---|
| § 68 Abs 2 EStG 2026 | Zuschläge für die **ersten 15 Überstunden**, 50 % des Grundlohnes, max **€ 170,/Monat** steuerfrei — ✅ RECHTSQUELLEN-Privat (§ 124b Z 476 lit c idgF BGBl I 43/2026, Aufrollung bis 30. 9. 2026; Vorgänger BGBl I 4/2026 = Z 492, 31. 5. 2026; ⚠ Quelltext: „Z 440 lit c"/31. 5. 2026) |
| § 68 Abs 2 EStG ab 2027 | Grundregel wieder **10 Überstunden, max € 120,/Monat** (Quelltext und RECHTSQUELLEN) |
| Auffüllverbot | Stundenbegrenzung gilt stundenzählig: höhere Zuschläge erweitern sie nicht; niedrigere verengen sie nicht (nur weniger Stunden) |
| Stundenteiler | **173** (40-h-Woche) für den Grundlohn; **195,5** bei All-in ohne Zuschlagsanzahl (LStR Rz 1162) |
| § 68 Abs 1 EStG | **€ 400,/Monat** (bzw. € 600, überwiegende Nachtarbeit) gemeinsamer Freibetrag SEG/SFN + ÜStd-Zuschläge — ✅ RECHTSQUELLEN (→ lb-zus-05) |
| Feiertagsarbeitsentgelt | ab 1. 1. 2026 wieder § 68 Abs 1-begünstigt (BGBl I 2026/4; BFG RV/3100544/2017 zwischendurch ablehnend; 2025: steuerpflichtig) |
| Aufzeichnungen | LStR Rz 1161: entbehrlich bei fortlaufender Leistung in diesem/höherem Ausmaß; sonst mind. 6 Monate dokumentieren; AZG-Aufzeichnungen maßgeblich |
| Leitende Angestellte | steuerfreier Zuschlag nur bei innerbetrieblicher Normalarbeitszeit-Festlegung nach § 68 Abs 4 Z 7 |
| Gleitzeit | separate Überstundenkonto; Begünstigung nach § 68 Abs 2 erst bei Gleitzeit-Überstunden bzw. Saldo-Überschreitung am Periodenende |
| All-in-Jahresdurchschnitt | 180 Überstunden (12 × 15) im Jahresdurchschnitt; missbräuchliche Verteilung schadet; Bestand der LStR-Auslegung offen (⚠) |
## Rechtsgrundlagen
- **§ 68 Abs 2 EStG** (15/170 € 2026, 10/120 € Grundregel), **§ 68
Abs 1/4/7 EStG**, **§ 77 Abs 3 EStG** (Aufrollung), **§ 124b EStG**
(2026er-Maßnahme; Z-Nummern-Konflikt s. Tabelle — verbindlich
RECHTSQUELLEN: Z 476 lit c idgF BGBl I 43/2026, Vorgänger Z 492
BGBl I 4/2026), **§ 9 Abs 5 ARG** (Feiertagsarbeitsentgelt),
**§ 10 AZG** (Mindestzuschlag 50 % für echte Überstunden),
**LStR 2002** Rz 1146, 1161, 1162, 1162a, 1163.
- Judikatur: BFG 19. 12. 2024, RV/3100544/2017; VwGH 0671/77
(Pauschal-Herausrechnung).
## Payroll-Relevanz (Odoo)
- **Zwei Freibetrags-Parameter:** § 68 Abs 2 (2026: 15 ÜStd / 170 €;
Grundregel 10/120 ab 2027) und § 68 Abs 1 (400/600 €) als getrennte,
versionierte `hr.rule.parameter`-Jahreswerte; die Abs-2-Logik muss
**stundenzählig** (Anzahl begünstigter ÜStd) und betragsmäßig deckeln,
ohne Auffüllung durch höhere Sätze.
- **Grundlohn-/Zuschlagstrennung:** Zuschlagsbasen je Überstunden-Work-
Entry (Teiler 173 je 40-h-Woche bzw. KV-Teiler), Zuschlagsanteil separat
ausweisen und nur diesen in die Freibetragsrechnung speisen; All-in-
Teiler 195,5 als eigene Rechengröße nur für die Steuerbegünstigung.
- **Jahresdurchschnitt (All-in):** Jahres-Aggregat der geleisteten
Überstunden (Rz 1162a, 180-Stunden-Kontrolle) und 6-Monats-Doku für
Neuzugänge — Bericht/Lohnkonto-Protokoll als begleitender Ausweis
(Nachweislast des AG).
- **Aufrollungs-Events:** Parameterwechsel (§ 124b-Maßnahme,
Feiertagsarbeitsentgelt-Re-Integration ab 2026) erzeugen
Aufrollungspflichten mit Fristen (2026: bis 30. 9. ✅ RECHTSQUELLEN) —
als datierte TODO-Mechanik bzw. Batchprozess im Jahreswechsel vorsehen.
- **Gleitzeitkonten:** Überstunden separat vom Gleitzeitguthaben buchen
(Work-Entry-Typen/Kategorien trennen), Zuordnung zum
Kalendermonats-LZP; Periodenübergänge (Saldo-Überschreitung) als
Zuschlagsereignis bewerten.
- **Krankheits-/Feiertagsfälle:** § 68 Abs 7-Teilstriche (Krankheit,
Betriebsrat) und Feiertagsarbeitsentgelt (2026 wieder Abs 1) in der
Regelkette versioniert abbilden — Rechtslage je LZP prüfen.
## Verweise
- **KB-intern:** lb-zus-08 (Überstunden arbeitsrechtlich: §§ 6, 7, 10
AZG) · lb-zus-05 (§ 68 Abs 1/6: SFN-Zuschläge, Feiertagsarbeitsentgelt-
Zeitachse) · lb-zus-02/lb-zus-03 (Mehrarbeit: keine Begünstigung nach
§ 19d AZG) · lb-tzb-04 (Gleitzeit-/Teilzeit-Abgrenzung) · lb-ent-01
(§ 68-Freibeträge ohne Aliquotierung; AlV-Staffel-Kontext) · lb-lei-01
(leitende Angestellte)
- **Projekt:** `personalverrechnung/RECHTSQUELLEN-Privat.md` — § 68 EStG ✅
inkl. § 124b-Z-Nummern und Aufrollungsfristen (verbindliche Referenz
für den 2026er-Überstundenfreibetrag).