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Cross-checked catalogue of all currently valid Austrian collective agreements, per the source policy: main source = the responsible employer-side chamber, kollektivvertrag.at (OEGB-Verlag) as complete cross-check baseline. - oegb/: 593 variants from kollektivvertrag.at with full consolidated texts (JSON primary format, Markdown for review/diff) plus catalog.json/.csv; fetched via the portal's JSON servlets (dashboard/structure/slices/topics), resumable - wko/: 614 current documents from the WKO KV database (1,820 branch overviews across 10 regions) with texts and catalog; match-report against the baseline: 407 pairs, 30 date disagreements flagged - chambers/chambers.json: curated registry of chamber-side sources and publication gaps (GOeD member-only, RA/Notariat not public, OCR-less scan PDFs, missing hospital-doctors KV) - kv-catalog.json/.csv: merged catalogue, 768 entries, chamber classification, main_source, cross_check status, manual_review lists - tools/fetch_kv_portal.py / fetch_wko_kv.py / build_kv_catalog.py: stdlib-only fetchers and merge step, each with a --refresh diff mode - RUNBOOK.md: update cycle for keeping the library current (annual, tied to the Wartung rhythm and KV rounds) Lohntafel PDFs are linked but not downloaded; wage tables contained in the KV texts are converted. No Odoo module changes.
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Räumlicher Geltungsbereich:
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Österreichweit
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Erläuterungen zu den KV-Erhöhungsregeln im KV-Abschluss der eisen- und metallerzeugende und -verarbeitende Industrie vom November 2022
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**Ziffer 1 des Original-Textes vom KV-Abschluss:
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***"Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne ab 1.11.2022 (Beilage 1a) in der Grundstufe um 7,0 %. Die Höhe der Vorrückungswerte bleibt unverändert."*
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**Erläuterungen:**
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Die Erhöhung der Ziffer 1 betrifft nur die Mindestlöhne der Tabelle und bezieht sich auf nach dem 31.10.2022 eintretende Arbeitnehmer:innen. Sog. "KV-Sitzer" – das sind Arbeitnehmer:innen ***ohne Überzahlung***, deren Dienstverhältnis vor dem 31.10.2022 begonnen hat – haben ebenfalls Anspruch auf die Erhöhung nach der Ziffer 2 (siehe unten bzw Beispiel 2). Sehr oft wird der Begriff eines IST-Lohnes auf den Umstand einer bloßen Überzahlung reduziert, was zwar nicht unrichtig, jedoch unvollständig ist. Rechtlicher Hintergrund: Auch „KV-Sitzer“ haben einen IST-Lohn bzw. ein IST-Gehalt im Sinne eines ***tatsächlich bestehenden ***Lohnes bzw. Gehaltes (= IST-Zustand). Sieht der KV-Abschluss eine betraglich oder prozentuell stärkere Er-höhung der IST-Löhne als der KV-Löhne vor, was beim KV-Abschluss 2021 und 2022 aus lohnpolitischen Gründen bewusst so vereinbart wurde, dann wandelt sich der „KV-Sitzer-Bezug“ zu einer Überzahlung.
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**Ziffer 2 des Original-Textes vom KV-Abschluss:**
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*"Erhöhung der Ist-Löhne ab 01.11.2022 um 5,4 % zuzüglich eines Fixbetrages von € 75,00. Teilzeitbeschäftigte erhalten den Fixbetrag aliquot entsprechend ihrer vertraglich vereinbarten Normalarbeitszeit."*
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**Erläuterungen:**
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Die Erhöhung der IST-Löhne ist in 2 Schritten vorzunehmen:
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**prozentuelle Erhöhung des bestehenden IST-Bezuges um 5,4 %** und
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**betragliche Erhöhung des um 5,4 % erhöhten IST-Bezuges um den Fixbetrag in Höhe von € 75,--**.
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**Kontrollprüfung:** Erreichen die so erhöhten Ist-Löhne nicht die neuen Mindestlöhne (Tabelle Beilage 1a), so sind sie entsprechend anzuheben.
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**Hinweis:**
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Bei dem Fixbetrag handelt es sich nicht um eine in Raten ausbezahlte Teuerungsprämie gemäß § 124b Z 408 EStG, sondern um eine schlichte nachhaltige Erhöhung in Form eines Absolutbetrages, der in den höheren Beschäftigungsgruppen stark degressiv wirkt. Aufgrund der Nachhaltigkeit ist dieser Fixbetrag iHv € 75,-- daher auch in den Folgejahren als ständiger Bestandteil im Rahmen des IST-Bezuges zu gewähren!
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Rechenbeispiele
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Folgende Rechenbeispiele sollen illustrieren wie korrekt vorzugehen ist:
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Beispiel 1:
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Arbeiter BG D, nach 2 Jahren, verdient € 2.550,-- im Oktober 2022 (= **AN mit Überzahlung**)
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| **IST-Erhöhung:** | ** € 2.550,00+5,4 % € 137,70** |
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| **** | ** € 2.687,70** |
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| | + € 75,00 Fixbetrag |
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| | **€ 2.762,70** |
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Der Mitarbeiter verdient ab dem 01.11.2022 **€ 2.762,70**.
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Beispiel 2:
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Jungfacharbeiter D Grundstufe € 2.398,29 (= sog. "KV-Sitzer", also **ohne Überzahlung**)
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| **IST-Erhöhung:** | ** € 2.398,29** |
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| **** | **+5,4 % € 129,49** |
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| **** | ** € 2.527,78** |
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| | + € 75,00 Fixbetrag |
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| | ** € 2.602,78** |
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Der Jungfacharbeiter verdient ab dem 01.11.2022 **€ 2.602,78** und hat eine Überzahlung iHv € 36,61 (neuer KV-Lohn ab 1.11.2023 lt. Tabelle in Beschäftigungsgruppe D Grundstufe: € 2.566,17).
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**Ergänzende Hinweise:**
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Das Lehrlingseinkommen richtet sich nach den neuen Tabellenwerten ab dem 01.11.2022
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Leiharbeiter erhalten keinen Fixbetrag, da der Lohn über den Referenzzuschlag AKÜ-Kollektivvertrag geregelt ist.
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Teilzeitkräfte haben einen aliquoten Anspruch auf den Fixbetrag.
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- Für die Gehälter der Angestellten gilt dieselbe Vorgehensweise bei der Erhöhung.
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**Ziffer 3 des Original-Textes vom KV-Abschluss:**
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*"Erhöhung der kollektivvertraglichen Zulagen mit Ausnahme der Schichtzulagen und der Nachtarbeitszulage um 7,0 % und der Aufwandsentschädigungen um durchschnittlich 7,0 % ab 1.11.2022. (Beilage 1). Die innerbetrieblichen Zulagen werden, **sofern sie im Kollektivvertrag namentlich genannt werden**, um 7,4 % ab 1.11.2022 erhöht."*
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**Erläuterungen:**
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Innerbetriebliche Zulagen, die betraglich höher sind als im Kollektivvertrag vorgesehen, sind dann um 7,4 % zu erhöhen, **wenn sie im KV namentlich genannt sind, was bedeutet, dass sie Inhalt des Kollektivvertrages sind** (z.B. höhere SEG-Zulagen). Innerbetriebliche Zulagen, die es im KV nicht gibt (z.B. eine Zulage für Bereitschaftsdienst), müssen überhaupt nicht erhöht werden, es sei denn, es gibt dazu eine betriebliche Übung (Stichwort: innerbetriebliches Gewohnheitsrecht).
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Wien, am 17.11.2022
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Arbeitgeber-Abteilung der Bundessparte Industrie |